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Dirne

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Eine Dirne war ursprünglich ein junges Mädchen, gelegentlich auch eine Magd. Mundartlich blieb diese Bezeichnung auch erhalten (vgl. niederdeutsch Deern, bairisch Dirndl für Mädchen, daher die Bezeichnung für das Trachtenkleid, als Abkürzung von Dirndlgwand = "Mädchenbekleidung").

Schon im 18. Jahrhundert wurde es zu einem Ausdruck für Hure, und wird heute fast ausschließlich, in veraltender Redeweise so benutzt. Siehe auch: Prostitution

Es gab zudem noch einige verschiedene Formen einer Dirne:

Freie und geheime Dirnen
waren meist Frauen, die bei dieser Tätigkeit unerkannt bleiben wollten
Straßendirnen
waren für jeden zugänglich. Sie waren aber schutz- und rechtlos und hatten eine Stellung unter dem Henker. Zu erkennen waren sie an roten, gelben oder grünen Bändern, Schleiern und Röcken, sowie an Schellen und Korsetts.
Landsknechthuren
waren Frauen, welche mit den Soldaten umherzogen und für diese jederzeit zum Liebesspiel bereit standen. Sie erledigten zudem Hausarbeiten, wie Putzen, Waschen und Kochen.
Kupplerinnen
warben Kunden für eine Dirne an und wurden auch von dieser bezahlt. Kupplerei war verboten, denn dadurch kam es häufig zu Vergewaltigung Minderjähriger.

Die Dirne war nicht angesehen, weil sie in den Augen der Kirche Unzucht betrieb. Sie war nicht akzeptiert in der Gesellschaft, aber wie die Kirche selbst sagte notwendig, um schlimmere Untaten zu vermeiden.

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