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Dipol-Molekül
Aus Kefk.
Ein Dipol-Molekül ist ein Molekül, in dem die Elektronen unsymmetrisch verteilt sind und sich daher einen Dipol ausbildet. Der Schwerpunkt der positiven und der negativen Ladung fallen also örtlich nicht zusammen, sodass das Molekül eine Polarität mit einem positiven und einen negativen Pol aufweist.
Neben polaren Atombindungen tragen auch freie Elektronenpaare zur Polarität bei.
Das Produkt aus Ladungsdifferenz und Ladungsabstand bezeichnet man als Dipolmoment.
Das Wassermolekül ist das bekannteste Beispiel eines Dipol-Moleküls. Neben zwei polaren H-O-Bindungen tragen hier auch zwei freie Elektronenpaare zum Dipolmoment bei.
Allgemein kann man sagen: Moleküle mit einem asymmetrischen Aufbau und einem delta-EN (EN= Elektronegativität) größer 0,6 und kleiner 1,7 erscheinen als Dipol und sind nach außen in der Regel nicht elektrisch neutral.
Allerdings sind hier die Grenzen 0 < delta-EN < 1,7 als Richtwerte anzusehen, da es hier auch Fälle gibt, die dem widersprechen. Zum Beispiel hat die Bindung C-H (Kohlenstoff-Wasserstoff) ein delta-EN von 0,4 ist aber trotz eines asymmetrischen Aufbaus elektrisch neutral. Deswegen wirken zwischen Alkanen und ähnlichen Verbindungen auch Van-der-Waals-Kräfte und nicht Dipol-Dipol Wechselwirkungen. Dies lässt sich leicht an den Siedepunkten von Alkanen feststellen. Kohlenstoffdioxid als Beispiel für ein symmetrisches Molekül mit einem delta-EN von 1,0 erscheint nach außen ebenfalls als elektrisch neutral.
Andererseits gibt es auch Verbindungen wie Aluminiumchlorid mit einem delta-EN von 1,5. Dies deutet eigentlich auf ein Molekül hin. Wenn man es aber in Wasser gibt, so kann man eindeutig Ionen nachweisen.
