Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Dimethylformamid

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Allgemeines
Name Dimethylformamid
Andere Namen N,N-Dimethylmethanamid, N,N-Dimethylformamid, Ameisensäuredimethylamid, DMF, DIF
Summenformel C3H7NO
CAS-Nummer 68-12-2
Kurzbeschreibung farblose, leicht bewegliche Flüssigkeit mit schwach aminartigem Geruch
Eigenschaften
Molmasse 73,10 g·mol-1
Aggregatzustand flüssig
Dichte 0,94 g·cm-3 (20 °C)
Schmelzpunkt -61 °C
Siedepunkt 153 °C
Dampfdruck 3,77 hPa (20 °C)
Brechzahl 1,4300–1,4320 (20 °C)
Löslichkeit gut in Wasser, Alkohol, Ether
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
R- und S-Sätze

R: 61-20/21-36
S: 53-45

MAK 10 ppm, 30 mg·m-3
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Dimethylformamid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Dimethylformamid (DMF), genauer N,N-Dimethylformamid, leitet sich von der Ameisensäure ab und ist ein polares, organisches Lösungsmittel.

Verwendung

Toxizität

Gesundheitsschädlich beim Einatmen und Berührung mit der Haut. Reizt die Augen. DMF wirkt sich mit größter Wahrscheinlichkeit teratogen auf das ungeborene Kind aus. DMF ist nicht kanzerogen beziehungsweise mutagen im Tierversuch.

Herstellung

Die großtechnische Herstellung von DMF erfolgt auf zwei verschiedenen Wegen, nach einem einstufigen und einem zweistufigen Prozess. Bei der einstufigen Synthese wird Dimethylamin mit Kohlenmonoxid bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck direkt zu DMF umgesetzt. Die Reaktion wird in der Flüssigphase mit Hilfe eines Katalysators (Na-Methylat) durchgeführt:

(CH3)2NH + CO → (CH3)2N-C(O)H

Bei der zweistufigen Synthese wird die Umsetzung von Dimethylamin mit Ameisensäuremethylester durchgeführt, es entsteht Methanol als Nebenprodukt:

(CH3)2NH + HCOOCH3 → (CH3)2N-C(O)H + CH3OH

Beide Synthesen verlaufen mit hohen Ausbeuten ohne die Bildung nennenswerter Nebenproduke. Die Produktaufarbeitung erfolgt in beiden Fällen durch mehrstufige Destillation.

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Dimethylformamid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge