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Diktiergerät
Aus Kefk.
Ein Diktiergerät dient zur Aufzeichnung akustisch erzeugter Texte, Notizen, Anmerkungen oder Gespräche.
Die Speichermedien entwickelten sich im Laufe des 20. Jahrhunderts von der Wachsplatte über das Magnetband verschiedener Formate bis hin zu digitalen Speichermedien wie EPROM und Speicherkarten.
Nach der Aufnahme des Diktats auf das Speichermedium kann es wieder abgespielt und dabei mit der Schreibmaschine oder, heute wohl häufiger, mit dem Computer in die gewünschte schriftliche Form gebracht werden.
Durch die Benutzung eines Diktiergerätes werden die Aufgaben des Formulierens und des Schreibens voneinander getrennt und können von verschiedenen Personen ausgeführt werden.
Funktionsumfang
Zur Abgrenzung von anderen Aufzeichnungs- oder Wiedergabegeräten haben Diktiergeräte meistens folgende Eigenschaften:
- Eine begrenzte Tonqualität, vergleichbar dem Frequenzgang des Telefons.
- Eine schnelle Wechselbarkeit des Tonträgers.
- Einen robusten Tonträger, der beim Büroalltag auch unbeschädigt bleibt.
- Differenzierte Fernbedienungsfunktionalitäten: Am Mikrofon neben einer Aufnahmetaste meist eine Rückspul- und eine Abspieltaste. Für das Schreibbüro Fußtasten zum Abspielen und Rückspulen.
Frühe Diktiermaschinen
Erfunden wurde das Diktiergerät von Thomas Alva Edison als eine Anwendungsmöglichkeit seines Phonographen. Es wurde bis Ende der 1920er-Jahre u. a. als Ediphone vertrieben; im Vergleich zu modernen Kleinstgeräten, die es z.B. in Kugelschreiber eingebaut gibt, waren diese Geräte noch sehr klobig und unhandlich. Gleichwohl revolutionierten sie die Abläufe vornehmlich in den Chefbüros, war es doch nun möglich, z.B. unabhängig vom gerade anwesenden Personal zu diktieren und die Notate zu einem späteren Zeitpunkt niederschreiben zu lassen.
Weiterentwicklung durch Digitalisierung der Diktiergeräte
Auch bei den Diktiergeräten findet allmählich eine Digitalisierung statt. Bislang gibt es einige Modelle, welche direkt das gesprochene Wort als Audiodatei in einer Speicherkarte ablegen. Diese Sprachdateien können durch Einlesen der Karten oder über die USB-Schnittstelle auf dem PC abgelegt werden.
Die Vorteile liegen auf der Hand. Wie alle Computerdateien können dann die Diktate über ein Netzwerk verteilt werden bzw. per E-Mail an jede beliebige E-Mail-Adresse weltweit versendet werden.
Weiterhin ist ein Vorteil, dass diese Dateien beliebig vervielfältigt (kopiert) werden können. In Verbindung mit speziellen Datenbanken können die Diktate auch beliebig über den PC archiviert und recherchiert werden.
Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis digitale Diktiergeräte die bisherigen analogen Band-Diktiergeräte ablösen werden.
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