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Dietzenbach
Aus Kefk.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Bild:Wappen Dietzenbach.png |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Offenbach | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 50° 1′ N, 8° 47′ O50° 1′ N, 8° 47′ O | |
| Höhe: | 135 m ü. NN | |
| Fläche: | 21,67 km² | |
| Einwohner: | 34.794 (30. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1606 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63128 (alt: 6057) | |
| Vorwahl: | 06074 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OF | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 38 001 | |
| Gemeindegliederung: | vier Stadtteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Offenbacher Straße 11 63128 Dietzenbach | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stephan Gieseler (CDU) | |
Dietzenbach ist die Kreisstadt des Landkreises Offenbach und liegt ungefähr zwölf Kilometer südöstlich von Frankfurt am Main an der Bieber. Die heutige Stadt war vor dem Zweiten Weltkrieg ein bäuerliches Dorf mit nicht ganz 4.000 Einwohnern, erfuhr aber nach 1945 einen wesentlichen Bevölkerungszuwachs durch Flüchtlinge. Seit den 1970er Jahren wuchs Dietzenbachs Bevölkerung rasant bis heute auf etwa 34.800 (Anfang 2004) Menschen an. Knapp ein Drittel der Bewohner stammen aus über hundert Nationen außerhalb Deutschlands. Landwirtschaftliche Strukturen sind heute in Dietzenbach nicht häufig zu sehen. 2001 war Dietzenbach Veranstaltungsort des Hessentages.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Nachbargemeinden
Dietzenbach grenzt im Norden an die Stadt Heusenstamm, im Osten an die Stadt Rodgau, im Süden an die Stadt Rödermark sowie im Westen an die Stadt Dreieich.
Stadtgliederung
Steinberg
Steinberg ist ein Stadtteil der hessischen Kreisstadt Dietzenbach. In Steinberg befinden sich Teile des Gewerbegebiets Nord, die Kindertagesstätten 3, 5 und 11, das Seniorenzentrum Siedlerstraße, sowie die 4 Schulen Astrid-Lindgren-Schule (Grundschule), Regenbogenschule (Grundschule), Helen-Keller-Schule (Sonderschule) und Heinrich-Mann-Schule (Schulformbezogene Gesamtschule mit gymn. Oberstufe). Zudem gibt es ein Sportgelände an der Limesstraße. Im Zentrum befindet sich das Einkaufs-Zentrum Steinberg. In Steinberg leben knapp 12.000 Menschen.
„Neue Stadtmitte“
Zwischen dem Stadtteil Steinberg und dem alten Ortskern ist in den vergangenen Jahren ein Neubaugebiet entstanden, in dessen Zentrum die Stadtverwaltung und das Bürgerhaus Dietzenbachs angesiedelt ist. Markantester Punkt war bisher ein Einkausfzentrum mit großem Supermarkt, Tankstelle und Parkplatz, das aufgrund seiner wenig ansprechenden 70er-Jahre-Architektur und baulichen Vernachlässigung seitens der Betreiber von den Bürgern zunehmend als „Schandfleck“ angesehen wurde. Im Herbst 2006 wurde der Gebäudekomplex vollständig abgerissen, um Platz für ein neues Einkaufszentrum zu schaffen, das neben einem Supermarkt auch weitere Fachgeschäfte bekannter Einzelhandelsketten bieten soll. Die Grundsteinlegung fand am 4. Dezember 2006 statt, zum Ende des Jahres 2007 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Hexenberg
Hexenberg ist ein Stadtteil von Dietzenbach. Er ist nach der höchsten Erhebung im Landkreis Offenbach benannt.
Wingertsberg
Der Wingertsberg ist kein eigenständiger Stadtteil, sondern ein am Hang gegenüber der Altstadt gelegenes Wohngebiet. An der höchsten Erhebung findet sich neben einem Sportplatz ein Restaurant mit Aussichtsterasse, sowie der zum Hessentag errichtete Aussichtsturm, der einen Blick bis Frankfurt ermöglicht.
Altstadt
In der Dietzenbacher Altstadt sind noch zahlreiche Fachwerkhäuser erhalten. Außerdem befindet sich das Dietzenbacher Heimatmuseum in der Altstadt.
Spessartviertel (ehem. Starkenburgring)
Der Stadtteil, der direkt an die Altstadt angrenzt, ist ein Viertel mit reiner Hochhausbebauung. Ursprünglich als Luxusviertel geplant, stellen die sozialen Probleme und die von dort ausstrahlende Kriminalität die Stadt und das Umland heute vor größere Herausforderungen denn je.
Geschichte
Der Ort Dietzenbach wird um das Jahr 1210 erstmals urkundlich in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Patershausen als Dicenbah erwähnt. Die später verwüsteten Siedlungen Ippingshausen und Richolshausen lagen im frühen Mittelalter in der heutigen Dietzenbacher Gemarkung.
1545 wurde durch die Grafen von Hanau, welche seit einigen Jahrhunderten Landesherren in Dietzenbach waren, der Protestantismus eingeführt. Als die Grafen von Hanau 1736 ausstarben stritten sich die Landgrafen von Hessen-Darmstadt und die von Hessen-Kassel um die Herrschaft über Dietzenbach.
Das Amt Schaafheim kam 1773 mit dem ihm zugehörigen Dietzenbach an Hessen-Darmstadt. Durch die Aufteilung der Rödermark 1818 erhielt der Ort seinen Gemeindewald. 1821 wurde das Amt Schaafheim aufgelöst und Dietzenbach kam zum Landratsbezirk Langen. Schon 1832 wurde Dietzenbach aber dem Landkreis Offenbach zugewiesen.
Im Jahre 1898 wurde die Eisenbahn über Offenbach, Bieber und Heusenstamm nach Dietzenbach eingeweiht und der Bahnhof errichtet, der heute von der S-Bahn Rhein-Main genutzt wird.
Ein britischer Luftangriff verursachte 1941 schwere Schäden im Ort.
Dietzenbach erhielt 1970 Stadtrechte. Seit 2002 ist Dietzenbach Sitz der Verwaltung des Landkreises Offenbach. Kreisstadt darf sich Dietzenbach offiziell erst seit März 2003 nennen. Dem ist ein Streit mit der Nachbargemeinde Rodgau vorausgegangen, die diesen Status aufgrund einer höheren Einwohnerzahl für sich beanspruchen wollte.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 2005 | 34.794 |
| 1997 | 33.015 |
| 1983 | 25.500 |
| 1970 | 12.449 |
| 1961 | 6303 |
| 1950 | 4711 |
| 1939 | 3695 |
| 1834 | 3695 |
1834 hatte Dietzenbach 3695 Einwohner. 100 Jahre später, 1939, waren es 3695. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1950 lebten 4711 Menschen in der Gemeinde. 1961 waren es bereits 6303. Nachdem in den 1960er Jahren umfangreiche Neubaugebiete errichtet wurden lebten 1970 12.449 Einwohner in der Stadt Dietzenbach. 1983 sind es 25.500 und 1997 33.015 Einwohner, darunter 30 Prozent mit einer anderen als der deutschen Staatsangehörigkeit.
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Bei der Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab sich folgende Sitzverteilung:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 | Sitze 2006 | % 2001 | Sitze 2001 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 42,6 | 19 | 30,7 | 14 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 24,7 | 11 | 33,9 | 15 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 9,1 | 4 | 10,1 | 5 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 5,3 | 2 | 4,6 | 2 |
| BfD-FWG | Bürger für Dietzenbach - Freie Wählergemeinschaft | 10,5 | 5 | 10,1 | 5 |
| REP | Die Republikaner | 2,8 | 1 | 5,3 | 2 |
| DL | Dietzenbacher Liste | 4,0 | 2 | 2,7 | 1 |
| ödp | Ökologisch-Demokratische Partei | 1,0 | 1 | 2,6 | 1 |
| Gesamt | 100,0 | 45 | 100,0 | 45 | |
| Wahlbeteiligung in % | 43,2 | 51,6 | |||
Wappen und Flagge
Blasonierung: Auf rotem Schild läuft ein silberner Schrägbalken mit blauem Wellenband von links oben nach rechts unten. In den beiden Feldern sind jeweils ein Ast goldene Trauben mit zwei grünen Blättern dargestellt.
Symbolik: Die Trauben erinnern an die Weinbautradition in Dietzenbach. Bis ins 18. Jahrhundert und wieder seit den 1960er Jahren wurde und wird am Wingertsberg Wein angebaut. Das blaue Band bezieht sich auf den Namen Dietzenbach, aus dem althochdeutschen als murmelnder Bach oder Bach des Dietz interpretiert (vergl. hierzu „775 Jahre Dietzenbach“, herausgegeben vom Magistrat Dietzenbach). Das heutige Dietzenbacher Wappen wurde 1957 von den Dietzenbacher Gemeindevertretern beschlossen und vom damaligen Hessischen Innenminister Schneider genehmigt.
Flagge: Die Dietzenbacher Flagge besteht aus zwei schmaleren blauen Außenbahnen welche die breitere gelbe Innenbahn rahmen. Auf der Innenbahn ist das Dietzenbacher Wappen aufgebracht.
Partnerstädte
- Vélizy-Villacoublay, Frankreich (seit 1976)
- Masaya, Nicaragua (seit 1985)
- Rakovník, Tschechische Republik (seit 1986)
- Neuhaus am Rennweg, Thüringen (seit 1990)
Verkehr
Dietzenbach ist seit Ende 2003 mit der S-Bahn-Linie S2 an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Die Stadt bildet den Streckenabschluss der Trasse Niedernhausen – Hofheim – Frankfurt – Offenbach – Dietzenbach. Außerdem verfügt Dietzenbach über ein eigenes Stadtbusnetz mit zentralem Busbahnhof an der S-Bahn-Haltestelle Dietzenbach Mitte. Über die B 459 sind die Autobahnen A 3 und A 661 über die Anschlussstelle Offenbach in wenigen Minuten zu erreichen.
Kultur
Feste
In Dietzenbach bieten jährlich folgende Feste Gelegenheit, soziale Kontakte zu pflegen:
- das "Fest der Biere" dauert 5 Tage und findet am Harmonieplatz statt
- das "Weinfest" in der neuen Stadtmitte geht über 10 Tage
- das "Trinkbornfest", in der Altstadt über 2 Tage
Kirchen
- Kath. Pfarrgemeinde „Sankt Martin“
- Ev. "Martin-Luther" Gemeinde
- Ev. Freikirche (Pfingstgemeinde) „Jesus-Gemeinde“
- Ev. Rut-Kirchengemeinde
- Ev. Christuskirchengemeinde
Glaubensgemeinschaften
- Jehovas Zeugen in Deutschland, K.d.ö.R.
- Dietzenbacher Moschee e. V.
Söhne und Töchter der Stadt
- Götz Otto, Schauspieler (Der Morgen stirbt nie, Der Untergang)
Weblinks
- Offizielle Webseite der Kreisstadt Dietzenbach
- Links zum Thema „Dietzenbach“ im Open Directory Project
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Dietzenbach | Dreieich | Egelsbach | Hainburg | Heusenstamm | Langen (Hessen) | Mainhausen | Mühlheim am Main | Neu-Isenburg | Obertshausen | Rödermark | Rodgau | Seligenstadt
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