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Dietrich Schäfer

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Dietrich Schäfer (* 16. Mai 1845 in Bremen; † 12. Januar 1929 in Berlin) war ein deutscher Historiker und Professor für Geschichte an einigen deutschen Universitäten.

Leben

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Dietrich Schäfers Grab auf dem Kirchhof der St. Annen-Gemeinde in Berlin-Dahlem

1877 wurde er Professor für Geschichte an der Universität Jena, 1885 an der Universität Breslau, 1888 an der Universität Tübingen, 1896 an der Universität Heidelberg. Er wurde 1903 schließlich an die Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin berufen, wo er bis 1921 lehrte. 1903 wurde er zudem ordentliches Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften.

Schäfer war ein Schüler von Heinrich von Treitschke, teilte mit diesem antisemitische Auffassungen und verstand sich als Erzieher des deutschen Volkes. Er sympathisierte mit dem Alldeutschen Verband. Während des ersten Weltkrieges trommelte er publizistisch für den unbeschränkten U-Bootkrieg; für ihn kam nur ein Siegfrieden in Betracht. Sein Hauptwerk ist die Deutsche Geschichte in zwei Bänden ab 1904, die, oft nachgedruckt bis in die Zwanziger Jahre, in keinem bürgerlichen Haushalt fehlen durfte.

Seine chauvinistischen Auffassungen führten dazu, dass die Nationalsozialisten den 1929 verstorbenen Schäfer als einen ihrer Vorkämpfer vereinnahmten; z.B. benannten sie den Wilhelmsplatz in Berlin-Steglitz 1934 in Dietrich-Schäfer-Weg um, was in den 1980ern zu einem jahrelangen (Wieder-)Umbenennungsstreit führte. Der Streit endete erst 1992. Der ziemlich bedeutungslose Dietrich-Schäfer-Weg heißt seitdem Carl Heinrich Becker-Weg.

Weblinks

Wikipedia
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