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Dietmar Hahlweg

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Dietmar Hahlweg (* 31. Dezember 1934) war von 1972 bis 1996 Oberbürgermeister der Stadt Erlangen.

Inhaltsverzeichnis

Oberbürgermeister

Amtsantritt

Bei den Direktwahlen zum Oberbürgermeister scheiterte der SPD-Kandidat 1971 noch knapp mit 48,1 Prozent der Stimmen an seinem Amtsvorgänger Heinrich Lades von der CSU. Da wegen der Gebietsreform in Bayern und der damit verbundenen Eingemeidungen Erlangen 1972 deutlich größer geworden war, fanden erneut Oberbürgermeisterwahlen statt. Dieses Mal konnte sich Hahlweg mit 56,4% gegen Lades durchsetzen.

Umweltpolitik

Zu einem Markenzeichen der Politik Dietmar Hahlwegs wurde seine „Überzeugung der Gleichwertigkeit von Ökologie und Ökonomie“[1] Dies führte zu einer am Umweltgedanken orientierten Stadtentwicklung mit umweltfreundlicher Verkehrspolitik und Landschafts- und Gartenplanung. Vor allem die konsequente Förderung des Radverkehrs brachten Erlangen den Ruf einer „Radfahrerstadt“ ein. Aber auch andere Maßnahmen unter Dietmar Hahlweg wie die Modernisierung der Kläranlage, der Ausbau des Fernwärme- und Erdgasnetzes und die Direkteinspeisung von Solarstrom in das Netz der Stadtwerke führten zur Aufnahme Erlangens in die UN-Ehrenliste „Global 500“ und die Vergabe des Titels „Bundeshauptstadt für Natur- und Umweltschutz“ durch die Deutsche Umwelthilfe sowohl 1990 als auch 1991. Trotz dieser vielfältigen Bemühungen und dem persönlichen Vorbild, stets mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, war Erlangen aber auch die erste bayerische Kommune, in der 1978 einer Grünen Liste der Einzug in den Stadtrat gelang.

Ostpolitik

Der Sozialdemokrat Hahlweg bemühte sich ebenfalls, die Ostpolitik Willy Brandts auf kommunaler Ebene zu unterstützen. Dazu gehörten Veranstaltungen wie „Begegnung mit Polen“ (1976) oder die Aufnahme von Verhandlungen über eine Städtepartnerschaft mit Wladimir in der damaligen Sowjetunion. Diese führten 1987 ebenso zum Erfolg wie die Verhandlungen mit Jena.[1]

Ende der Amtszeit

Bei den Kommunalwahlen 1996 kandidierte Dietmar Hahlweg nicht wieder. Sein Nachfolger wurde Siegfried Balleis, der das Amt des Erlanger Oberbürgermeisters damit wieder zur CSU holte.

Wahlergebnisse

  • 1971: 48,1% gegen Heinrich Lades (CSU) mit 51,9%
  • 1972: 56,4% gegen Heinrich Lades (CSU)
  • 1978: 57,9% gegen Gerd Lohwasser (CSU) mit 39,1%.
  • 1984: 59,4% gegen Gerd Lohwasser mit 38,2%
  • 1990: 57,4% gegen Joachim Herrmann (CSU) mit 36,3%

Deutscher Städtetag

Er war außerdem Mitglied einiger Ausschüsse des deutschen Städtetages und dessen Vertreter im Ausschuss der Regionen.

Auszeichungen

Für seine Verdienste um die Stadt Erlangen wurde Dietmar Hahlweg 1996 die Ehrenbürgerwürde Erlangens verliehen.

Im selben Jahr erhielt er auch auf dem Comic-Salon Erlangen den Max-und-Moritz-Preis als „Spezialpreis“ der Jury:

„Diesem Mann, der nicht eimal expliziter Comic-Fan genannt werden werden will, ist es zu verdanken, daß der Erlanger Comic-Salon zu dem werden konnte, was er heute ist: ein Comic-Festival mit Weltruf.“

Raphael Wünsch 1996[2]

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Privates

Dietmar Hahlweg ist der Vater der Fernsehmoderatorin Barbara Hahlweg.

Quellen

  1. . a b Klaus Springen: Der Weg in die Gegenwart, in: 1000 Jahre Erlangen, Sonderausgabe der Erlanger Nachrichten.
  2. Raphael Wünsch (rw): Internationaler Comic-Salon Erlangen 1996, in: Hinter-Net!, www.hinternet.de (17. April 2007)
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