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Die zwei Brüder

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Die zwei Brüder heißt das 60. und bei weitem längste Märchen aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.

Inhalt

Ein armer, redlicher Besenbinder erjagt einen goldenen Vogel. Sein Bruder, ein geiziger Goldschmied, kauft ihn ihm ab. Er weiß, dass der jeden morgen ein Goldstück findet, der sein Herz und Leber isst. Zufällig fällt das den Zwillingssöhnen des Besenbinders zu, worauf sie auf Rat des bösen Bruders fortgejagt werden.

Ein Jäger nimmt sie auf. Als sie bei ihm ausgelernt haben und zu zweit losziehen, gibt er ihnen ein Messer mit, das rostet, wenn einer von beiden stirbt. Sie begegnen einem Hasen, einem Fuchs, einem Wolf, einem Bär und einem Löwen, die ihnen je zum Dank für ihre Verschonung zwei Junge geben. Sie trennen sich und stoßen das Messer in einen Baum.

Der eine Bruder kommt in eine Stadt, wo er auf einem Berg mit Hilfe seiner Tiere einen Drachen tötet und so die Prinzessin rettet. Dann schläft er ein. Der Hofmarschall schlägt ihm den Kopf ab und schleppt die Prinzessin zurück in die Stadt. Er zwingt ihr ein Versprechen ab, nicht die Wahrheit zu sagen, wer den Drachen wirklich getötet hat. So soll er sie nach einem Jahr heiraten und das Reich erben dürfen.

Der Jäger, den sein Hase mit einer Wurzel geheilt hat, erfährt davon, als er nach einem Jahr wieder in die Stadt kommt. Er schickt nacheinander seine Tiere ins Schloss zur Prinzessin, dass sie ihm ein königliches Mal bringen und er weiß, dass sie ihn noch liebt. Der König, dem die wilden Tiere aufgefallen sind, lädt ihn auf Rat seiner Tochter in königlichen Kleidern und mit Gefolge auf das Schloss ein. Der Jäger beweist seinen Anspruch mithilfe der Zungen des Drachen, die er ihm abgeschnitten hatte, und heiratet die Prinzessin, während der Marschall hingerichtet wird.

Als der Jäger in einem dunklen Wald einer Hirschkuh nachjagt, begegnet er einer Hexe, die ihn versteinert. Sein Bruder bemerkt die halb verrostete Seite des Messers und kommt bei seiner Suche in die Stadt, wo er für den König gehalten wird. Zum Schlafen legt er ein Schwert zwischen sich und die Frau seines Bruders. Er erfährt von dem Wald, wo es ihm genauso ergeht wie seinem jüngeren Bruder. Er lässt sich aber von der Hexe nicht täuschen und zwingt sie, seinen Bruder und die anderen versteinerten freizugeben, worauf sie verbrannt wird. Als er seinem Bruder erzählt, dass er sich für ihn ausgegeben hat, wird der beim Gedanken an seine Frau zornig und schlägt ihm den Kopf ab. Er bereut aber, und der Hase heilt ihn mit der Wurzel.

Vergleiche: Die Goldkinder

Literatur

Grimm, Brüder. Kinder- und Hausmärchen. Vollständige Ausgabe. Mit 184 Illustrationen zeitgenössischer Künstler und einem Nachwort von Heinz Rölleke. S. 338-357. Düsseldorf und Zürich, 19. Auflage 1999. (Artemis & Winkler Verlag; Patmos Verlag; ISBN 3-538-06943-3)

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