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Die Zwei

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Seriendaten
Deutscher Titel: Die Zwei
Originaltitel: The Persuaders
Produktionsland: UK
Produktionsjahr(e): 19701971
Länge pro Episode: ca. 50 Minuten
Episodenzahl: 24
Originalsprache: englisch
Musik: John Barry
Idee: Robert S. Baker
Genre: Drama, Krimi, Komödie
Erstausstrahlung: 17. September 1971
Erstausstrahlung (D): 11. Juli 1972
Besetzung
Tony Curtis
Danny Wilde
Roger Moore
Lord Brett Sinclair
Laurence Naismith
Richter Fulton
Wikipedia
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Die Zwei ist eine englische Fernsehserie, die von Mai 1970 bis Juli 1971 in Großbritannien (Originaltitel: „The Persuaders!“) entstand.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die zwei charakterlich sehr gegensätzlichen Hauptfiguren der Krimiserie sind der adlige und etwas steife Engländer Lord Brett Sinclair (Roger Moore) aus wohlbehüteter, alter Adelsfamilie und der eher flapsige amerikanische Geschäftsmann Danny Wilde (Tony Curtis), aus der New Yorker Bronx stammend, beide Millionäre und Playboys, die Kriminalfälle im Auftrag des pensionierten Richters Fulton (Laurence Naismith) lösen, deren Akten noch nicht geschlossen werden konnten. Mit diesem Hobby fingen sie recht unfreiwillig an. Ihr Auftraggeber versprach beiden, sie vor dem sicheren Gefängnisaufenthalt von 90 Tagen für eine Schlägerei im Restaurant eines Luxushotels zu bewahren, wenn sie für ihn die Fälle lösten, die hauptsächlich an Szenenorten wie St. Tropez, Paris oder London spielten. Beide betreiben ihre Kriminalistik jedoch keineswegs professionell, sondern verstehen sich eher als Amateure, die einem interessanten Kriminalfall mehr zum Zeitvertreib nachgehen. Auch reißen sie sich nicht darum, es sind vielmehr stets Zufälle (z. B. Begegnungen mit attraktiven Frauen in Notlagen) oder andere äußere Umstände, die Sinclair und Wilde in ihre Fälle verwickeln. Freilich wird der eine oder andere Zufall vom pensionierten Richter Fulton (Laurence Naismith) geschickt eingefädelt (um beispielsweise diskreter als durch die Behörden ermitteln zu können), jedoch zunächst ohne dass Die Zwei davon erfahren – zögen sie doch stets ihr Dolce Vita den nervenaufreibenden Begegnungen mit Agenten und Ganoven vor.

Die Serie war mit vergleichsweise hohen Geldmitteln ausgestattet und für damalige Verhältnisse aufwendig produziert. Tony Curtis und Roger Moore waren zum Zeitpunkt ihrer Entstehung Weltstars, die Serie also sehr hochkarätig besetzt. In Europa (vor allem in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und England) sowie in Australien war die Serie ein großer Erfolg, floppte aber in den USA und wurde nach nur 24 Folgen eingestellt.

Episoden

Folge dt. Erstausstrahlung Titel Originaltitel
01. 11.07.1972 Schwesterchens Muttermal Overture
02. 10.10.1972 Geschäfte mit Napoleon The Gold Napoleon
03. 19.12.1972 Erben bringt Sterben Take Seven
04. 24.10.1972 Das Geheimnis von Greensleeves Greensleeves
05. 26.09.1972 Die tote Tänzerin Powerswitch
06. 22.08.1972 Der Tod kommt live The Time and the Place
07. 07.11.1972 Das doppelte Lordchen Someone Like Me
08. 05.12.1972 Festival der Mörder Angie, Angie
09. 25.07.1972 Der Mann mit dem Köfferchen Chain of Events
10. 18.07.1984 Seine Lordschaft Danny Wilde That's Over Me
11. 02.01.1973 Der Lord ist fort The Man in the Middle
12. 25.07.1984 Der große Lomax Element of Risks
13. 26.08.1972 Das Albtraum-Schlösschen A Home of One's Own
14. 08.08.1972 Drei Meilen bis Mitternacht Five Miles to Midnight
15. 21.11.1972 Entführung auf spanisch Nuisance Value
16. 16.01.1973 Adel vernichtet A Death in the Family
17. 12.09.1972 Die Seifenprinzessin To the Death, Baby
18. 17.08.1994 Daniel, der Bombenjunge Anyone Can Play
19. 24.08.1994 Die Vergangenheit des Grafen The Old, the New and the Deadly
20. 31.08.1994 Die Jagd nach der Formel The Long Goodbye
21. 07.09.1994 Der Morgen danach The Morning After
22. 14.09.1994 Der Mann mit dem Toupet Read and Destroy
23. 21.09.1994 Die Ozerov-Juwelen The Ozerov Inheritance
24. 28.09.1994 Ja, wo rennen sie denn Someone Waiting

Synchronisation

Der Erfolg der Serie in Deutschland beruht zum großen Teil auf der Synchronisation nach dem Drehbuch Rainer Brandts, der etliche Witze und Wortspielereien einbaute und das eher ernste Original satirisch und parodistisch aufpeppte. Insbesondere wurden den Hauptfiguren sprachliche Witzchen in den Mund gelegt, die zum Teil Eingang in die Alltagssprache gefunden haben. („Ich glaub, mich tritt ein Pferd“, „Tschüssikowski“ oder „Merkwürden“ anstatt Hochwürden). Darüber hinaus waren die Dialoge mit reichlich Selbstironie versehen, was zur damaligen Zeit im deutschen Fernsehen eher ungewöhnlich war („Klopf nicht solche Sprüche, sonst setzt das ZDF die nächste Folge ab!“, „Du musst jetzt etwas schneller werden, sonst bist Du nicht synchron.“).

Dieser vom Original abweichende, zum Teil absichtlich sinnentstellende Synchronstil wurde später bei weiteren Fernsehserien angewendet und „Schnodder-Synchron“ genannt.

Synchronisiert wurde die Serie von Rainer Brandt, Lothar Blumhagen und Karlheinz Brunnemann.

Trotz des großen Erfolgs in Deutschland wurden ursprünglich nur 16 der 24 Folgen synchronisiert, da der Inhalt der anderen den zuständigen Redakteuren des ZDF zu politisch war. Eine solcherart verbannte Folge schaffte trotzdem die Ausstrahlung im ZDF: Das Team Brandt/Blumhagen/Brunnemann vertonte sie eigenmächtig, veränderte dabei aber geschickt die Rahmenhandlung. So wurde zum Beispiel aus einer biologischen Kriegswaffe Maos eine Rauschgiftaffäre in Marokko. Zwei weitere Folgen (12, 15) wurden vom ZDF bei der ersten Wiederholung der Staffel 1984 nachgereicht. Die restlichen sieben Folgen (8, 9, 13, 19, 20, 22 und 24) blieben bis 1994 unsynchronisiert. Erst als der Privatsender Kabel 1 Interesse an einer Ausstrahlung zeigte, wurden sie, vom ursprünglichen Team, ebenfalls bearbeitet.

Der Erfolg der deutschen Synchronfassung war so groß, dass für die französische Fassung die deutschen Dialogbücher übersetzt wurden. Tony Curtis setzte sich sogar mit Rainer Brandt in Verbindung, der die Drehbücher ab Staffel 3 schreiben sollte. Dazu kam es jedoch nie, da die Serie infolge eines Streits zwischen Curtis und Moore nicht fortgesetzt wurde.

Musik

Die Titelmusik zur Serie schrieb der durch die James-Bond-Filme bekannte Filmkomponist John Barry. Die Filmmusik stammt von Ken Thorne, der immer wieder Anleihen an bekannten Titelmelodien (z. B. Kobra, übernehmen Sie) nahm, was den persiflierenden Charakter der Serie hervorhebt.

Neuverfilmung

Seit 2004 berichten Medien über eine geplante Neuverfilmung der "Persuaders" mit Ben Stiller als Danny Wilde und Steve Coogan als Lord Brett Sinclair. [1] Stiller hat 2004 bereits an der Neuverfilmung von Starsky & Hutch mitgewirkt.

Quellen

  1. Artikel auf www.moviemaze.de

Weblinks

Wikipedia
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