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Die Verleumdung des Apelles (Botticelli)
Aus Kefk.
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| Die Verleumdung des Apelles | |
| Sandro Botticelli, 1494-1495 | |
| Tempera auf Holz, 62 × 91 cm | |
| Uffizien |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Die_Verleumdung_des_Apelles_%28Botticelli%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Die Verleumdung des Apelles (it. La Calunnia di Apelle) ist ein allegorisches Gemälde des italienischen Malers Sandro Botticelli.
Thema des Bildes ist die berühmte Beschreibung eines verschollenen Gemäldes des antiken Maler Apelles, Zeitgenosse von Alexander dem Großen, die im vierten Band der Schriften des Lukian überliefert ist.
Apelles hatte es gemalt, nachdem er von seinem eifersüchtigen Kollegen Antiphilos bei Ptolemaios, einem General Alexanders, denunziert worden war, an einer Verschwörung gegen den König beteiligt zu sein. Nachdem sich seine Unschuld herausgestellt hatte, malte er aus Rache an den Beteiligten sein Bild von dem eselsohrigen König Midas und seinen Beratern.
Beschreibung
Auf der rechten Seite sitzt auf einem hohen Thron ein König mit Zepter und Krone und mit langen Eselsohren. Mit niedergeschlagenen Augen lauscht er den Einflüsterungen zweier weiblicher Personen, der Dummheit und der Anmaßung.
Vor dem dreistufigen Thron steht ein in einen zerfetzten Kapuzenmantel gehüllter Mann, der die linke Hand anklagend dem König entgegenstreckt und mit seiner dürren Rechten die Hand einer schönen jungen Frau mit einer brennenden Fackel umklammert hält. Es sind der Hass und die Verleumdung. Diese zerrt einen fast nackten Mann an den Haaren hinter sich her, der seine Hände bittend erhoben hat: Es ist der angeklagte und verleumdete Apelles. Um die Verleumdung bemühen sich zwei schöne junge Frauen, die Schurkerei und - mit flatternden pastellfarbenen Gewändern herbeieilend – der Betrug, der im Italienischen weiblichen fraude.
Hinter dieser dicht gedrängten Gruppe wendet sich ein dürres, in Lumpen gehülltes Weib mit verhülltem Haupt – Personifikation der Reue – einer nackten und schönen jungen Frau zu, die den Kopf erhoben hat und zum Himmel zeigt, es ist die nackte Wahrheit, die nichts zu verbergen hat und den Himmel als Zeugen anruft.
Die Szene spielt in einem Innenraum, der sich durch eine prächtige Renaissancearchitektur auszeichnet. Drei mit Tonnengewölben und dekorierten Kassettendecken überspannte und von mächtigen Pfeilern gestützte Durchgänge erlauben den Blick in eine unbestimmte Ferne. Kämpferzone, Basis und Sockel der Pfeiler sind mit antikisierenden Reliefs dekoriert, die Pfeiler selbst und die Rückwand des Throns mit Rundbogennischen und Skulpturen. Bei den Reliefs handelt es sich um Szenen aus dem Kampf der Zentauren und aus dem Mythos von Ariadne und Bacchus. Von den Figuren ist nur die hinter dem Thron sicher als Judith mit dem Kopf des Holofernes zu identifizieren.
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