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Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik
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Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik ist ein Buch von Friedrich Nietzsche, das er Anfang 1872 veröffentlichte.
Inhalt
Nietzsche entwickelt in dem Buch zuerst das Gegensatzpaar, apollinisch und dionysisch. Das Apollinische ist das Traumhafte, der schöne Schein, das Vollkommene. Das Dionysische ist das Rauschhafte, bei dem sich der Einzelne, mit den anderen Menschen und mit der Natur wiederversöhnte Mensch, selbst als Kunstwerk fühlt. Die griechische Tragödie ist, nach Auffassung Nietzsches, aus dem rituellen Chortanz des Dionysoskultes entstanden, wobei das dionysische später in eine apollinische Form gebunden wurde. Als die attische Tragödie in ihrer höchsten Blüte stand, wurde sie durch den kritischen sokratischen Geist zerstört. Nietzsche meint, dass die durch Sokrates verdunkelte Tragödie nun durch die Musik abgelöst wird. Er denkt dabei vor allem an die Musik Richard Wagners.
Wirkungsgeschichte
Mit der Geburt der Tragödie bricht Nietzsche mit allen traditionellen altphilologischen Vorstellungen. Seine Fachkollegen lehnten das Buch ab. Der erste, der dies auch öffentlich tat, war der am Anfang seiner Karriere stehende Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff mit seiner im Mai 1872 erschienenen Streitschrift Zukunftsphilologie.
Der Ausgabe von 1886 gab Nietzsche ein Vorwort bei. Darin kritisiert er seinen damaligen Schreibstil in der Geburt der Tragödie. Inhaltlich bedauert er aber nur seine damalige Wertschätzung Wagners.
Weblinks
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