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Diatonik
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Der Begriff Diatonik (Ggs. Chromatik) stammt aus der Musiktheorie. Als diatonisch bezeichnet man Tonleitern oder Tonfolgen, die einem
- Tongeschlecht (z. B. Dur oder Moll, Modi)
- und einer Tonart (z. B. C-Dur, F-Moll, siehe auch Quintenzirkel) zugehörig sind
und nennt ihre einzelnen Töne leitereigen. Diatonische Tonleitern (oktavenrein und heptatonisch) bestehen ausschließlich aus den Intervallen große und kleine Sekunde. Daraus ergibt sich bis zum Erreichen der Oktave automatisch die Anzahl von 5 großen und 2 kleinen Sekunden.
Die gebräuchlichsten diatonischen Skalen unterliegen allerdings zwei zusätzlichen Einschränkungen:
- zwei kleine Sekunden folgen niemals direkt aufeinander,
- spätestens nach der Aneinanderreihung von drei großen Sekunden (womit ein Tritonus aufgespannt wird) folgt ein Halbtonschritt. Zu den so strukturierten Tonleitern gehören Dur- und melodisch- bzw. natürlich-Moll sowie die Modi.
Nicht diatonisch sind beispielsweise chromatische, pentatonische, enigmatische oder hiatusbehaftete Tonleitern (etwa harmonisch- oder Zigeuner-Moll), die Ganztonleiter sowie Skalen im Vierteltonraum.
Bildliche Darstellung
Im engeren Sinne werden nur die 7 Kirchentonarten (ohne Alterationen) als diatonisch betrachtet.
Die folgenden Grafiken stellen die sieben diatonischen Modi bildlich dar. (Erläuterung des Schemas)
Modal als Synonym
Neben den weiteren Bedeutungen des Begriffs modal in der Musik wird modal manchmal synonym zu diatonisch verwendet. Dann steht im Vordergrund, dass eine Tonleiter deswegen "modal" ist, weil jeder Ton sich auf Grund einer Harmonie ergibt, z. B. ist der 2. Ton die Quinte über der Dominante, der 3. Ton ist die Terz über der Tonika usw.
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