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Detlev von Einsiedel
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Detlev Graf von Einsiedel (* 12. Oktober 1773 in Wolkenburg; † 20. März 1861 ebenda) war ein sächsischer Staatsmann.
Leben
Der aus der in Wolkenburg an der Zwickauer Mulde ansässigen Linie der Adelsfamilie von Einsiedel stammende Detlev besuchte die Kreuzschule in Dresden, immatrikulierte sich 1790 an der Universität Wittenberg und war dort mit Novalis befreundet. Nachdem er seine Studien beendet hatte wird er 1794 in Dresden Amtshauptmann der Meißnerischen Kreises, 1795 Obersteuereinnehmer und 1797 Kammerherr. 1801 wird er zum geheimen Finanzrat erhoben, 1809 war er Kreishauptmann des Meißnerischen Kreises und richtete in dieser Funktion die sächsische Gendarmerie ein.
Nachdem er sich 1811-12 führend an den Vorbereitungen eines neuen Abgabesystemes beteiligt hatte, wurde er 14. Mai 1813 Kabinettsminister, Staatssekretär des Inneren in Dresden und übernahm am 18. Mai auch das Amt des Staatssekretärs für auswärtige Angelegenheiten. In dieser Funktion begleitete den König Friedrich August I. von Sachsen nach der Völkerschlacht bei Leipzig in die Gefangenschaft und nahm als dessen Bevollmächtigter am Wiener Kongress teil. Einsiedels Einfluss vergrößerte sich noch mehr unter König Anton von Sachsen, allerdings wurde er 1830 zum Rücktritt gezwungen, da er allen Staatsreformen ablehnend gegenüberstand.
Einsiedel ist wie sein Vater Detlev Carl Graf von Einsiedel (* 1737; † 1810) mit dem Eisen-Kunstguss in Lauchhammer verbunden.
Literatur
- Walter Döhring und Gerhard Schmidt: Detlev von Einsiedel. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Bd. 4, S. 400
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Weblinks
- Literatur von und über Detlev von Einsiedel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Heinrich Theodor Flathe: Detlev von Einsiedel. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Bd. 5, S. 760.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Einsiedel, Detlev Graf von |
| KURZBESCHREIBUNG | sächsischer Staatsmann |
| GEBURTSDATUM | 12. Oktober 1773 |
| GEBURTSORT | Wolkenburg |
| STERBEDATUM | 20. März 1861 |
| STERBEORT | Wolkenburg |
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