Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Determinativ (Wortart)

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Zu den Determinativen (auch Determins, pl. Determinantien, Determinierer oder Artikelwörter) werden der bestimmte und unbestimmte Artikel, aber unter anderem auch die Demonstrativ- (dieser, jener), Possessiv- (mein, dein) und Indefinitpronomina (einige, manche) gezählt. Allen gemeinsam ist, dass sie immer vor dem Adjektiv am Anfang einer Nominalphrase stehen. In der Regel kann auch immer nur ein Determinativ diese Position einnehmen.

Determinative drücken die Definitheit/Determination oder die Quantifikation eines Substantivs aus.

Im Deutschen beeinflussen Determinative die Flexion des Adjektivs. Sie lassen sich dabei in drei Typen unterteilen:

  • Typ I: determiniert starke Adjektivformen (zwei, Johanns, viel, etwas); Determinative dieser Gruppe sind indeklinabel
  • Typ II: determiniert schwache Adjektivformen (dieser, der, mancher, solcher). Die Deklination von Determinativen des Typs II ist ähnlich der der starken Adjektivformen, nur der Genitiv mask./neut. ist verschieden.
  • Typ III: determiniert gemischte Adjektivformen (mein, ein, kein); Die Deklination von Determinativen des Typs III erfolgt wie bei Typ II, aber Nominativ mask. und Nom./Akk. neut. sind endungslos.

Beispiele für den Einfluss des Determinativs auf die Adjektivflexion:

(welch) großer Baum
der große Baum
(welch) großem Baum
einem/dem großen Baum

Literatur

  • Eijck, J. van 1994: Determiners. In: Asher et al. (eds.): Encyclopedia of language and linguistics 2, 877–881.
  • Zwicky, Arnold 1986: German adjective agreement. Linguistics 24/5, 957–990.

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Determinativ_%28Wortart%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge