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Arbeitsumgebung

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Unter einer Arbeitsumgebung (engl. Desktop-Environment) versteht man die technische Umsetzung des Desktop-Modells, also eine integrierte grafische Oberfläche für den Computer. Es stellt Taskleisten, Icons, Menüs, einfache Programme und Funktionen wie Drag & Drop zur Verfügung. Insgesamt weisen alle für das Desktop Environment geschriebenen Programme auch ein einheitliches Look & Feel auf.

Ein Desktop-Environment ist dabei aber kein Programm, sondern in der Regel eine Distribution, also eine Zusammenstellung verschiedener Bestandteile zu einem sinnvollen Ganzen. Dieses sinnvolle Ganze, weist dann das vielzitierte einheitliche Look & Feel auf. Es gibt zahlreiche Programme, wie zum Beispiel der Browser Mozilla Firefox, die unter verschiedene Betriebssystemen laufen und sich dabei an das jeweilige Design der Arbeitsumgebung anpassen.

Arbeitsumgebungen wie KDE und GNOME verwenden Bibliotheken, die für die Programmierung auch anderer Programme verwendet werden können. So gehören Browser, Audio-Player, etc. dabei streng genommen, nicht zum Desktop-Environment auch wenn sie sich vom Look & Feel sehr in die Arbeitsumgebung integrieren. Bei Gnome, KDE und Xfce wurden dennoch solche Programme mit in die Distribution aufgenommen, um dem Benutzer die mühsame Nachinstallation zu ersparen.

Integration in das Betriebssystem

Da die Arbeitsumgebung eng mit dem Betriebssystem zusammenarbeitet lässt es sich auch sehr eng daran koppeln, so dass es nur schwer durch alternative Lösungen ersetzt werden kann. Das ist bei Betriebssysteme wie OS/2, Mac OS X oder Microsoft Windows der Fall. Hier ist die vom Herstellern mitgelieferte Arbeitsumgebung vorgegeben. Dies gewährleistet ein durchgehendes Bedienkonzept für den Nutzer. Eine Änderung zum Beispiel des Grafik-Themas ist vom Hersteller in der Regel nur beschränkt vorgesehen.

Bei klarer Trennung von Arbeitsumgebung und Betriebssystem ist das Gesamtsystem deutlich flexibler. Es kann zum Beispiel aus einem auswechselbaren Windowmanager, verschieden wählbaren Taskleisten, Iconsets, veränderbar grafisch angepasster Programme und flexiblen Gesamtdesign bestehen. Die Flexibilität des Designs folgt dennoch dem Ziel einer Gemeinsamkeit in Aussehen und Bedienung.

Flexible Desktop Environments finden sich vor allem auf X Window Systemen. Dazu gehören Betriebssysteme beziehungsweise Betriebssystemkernel wie Linux, BSD und Solaris. Hierzu existieren flexible Desktop Environments wie Blackbox, CDE, Enlightenment, Equinox Desktop Environment, Fluxbox, GNOME, GNUstep, IceWM, KDE, OpenWindows, ROX und XFce. Bei Solaris findet sich noch zusätzlich SunView.

Beispiele flexibler Desktop Environments von Drittherstellern für Windows sind BB4Win, GeoShell, LiteStep und SharpE.

In der Desktop-Umgebung GEM ist Desktop der Name des Dateimanagers, einem Clone früher Versionen des Macintosh-Dateimanager Finder. Unter DR-DOS wurde er mitgeliefert unter dem Namen ViewMax; für Atari-Systeme existiert ein freier Clone namens TeraDesk.

Bibliotheken

Wie weiter oben schon angedeutet, ist es im konkreten Fall nicht immer einfach zwischen einem Betriebssystem, Komponenten eines solchen (Kernel, grundlegende Systemprogramme, Programme zur Konfiguration) sowie zusätzlichen Programmen zu unterscheiden. Es gibt keine einheitliche Definition darüber welche Programme genau zum Betriebssystem dazu gehören oder nicht.

Eine Desktopumgenbung enthält auch immer eine Sammlung von Bibliotheken, auf die Anwendungsprogramme zugreifen, um jeweils ihre eigene Benutzerschnittstelle zu erzeugen. Sie soll somit den Programmieraufwand senken und für ein einheitliches Aussehen aller Anwendungen sorgen. Im Idealfall ermöglicht ein Konfigurationsprogramm, dass sich jeder Benutzer eine separate und für ihn ergonomisch und optisch ansprechende Oberfläche einstellen kann.

Siehe auch

Wikipedia
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