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Deskriptive Linguistik
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Deskriptive Linguistik (auch Deskriptivismus) im weiteren Sinne ist eine möglichst wertungsfreie, das heißt nicht präskriptive oder normative Beschreibungsform von Einzelsprachen und Sprachsystemen.
Diachrone und historische Gesichtspunkte werden dabei meistens nicht berücksichtigt. Der genauen Beschreibung der Daten (Beobachtungsadäquatheit) wird in der deskriptiven Linguistik viel mehr Raum zugemessen als möglichen Erklärungen für die beschriebenen Phänomene.
Im engeren Sinne wird die deskriptive Linguistik dem amerikanischen Strukturalismus in der Tradition von L. Bloomfield zugerechnet.
Linguistische Beschreibungen enthalten im Wesentlichen:
- eine Beschreibung der Phonologie der Sprache,
- eine Beschreibung beziehungsweise Aufstellung der Orthografie der Sprache,
- eine Beschreibung der Morphologie der Wörter,
- eine Beschreibung der Syntax von Sätzen,
- eine Beschreibung lexikalischer Ableitungen,
- eine Wörterbuch mit mindestens 1000 Einträgen,
- einige originale Texte.
Literatur
- Dürr, Michael; Schlobinski, Peter. Deskriptive Linguistik. Grundlagen und Methoden. 3. Aufl. Göttingen 2006.
