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Der eherne Reiter
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Der eherne Reiter (russisch Медный всадник/ Medny wsadnik) ist zum einen ein Gedicht Alexander Puschkins, zum anderen bezeichnet es das Reiterstandbild des Zaren Peter der Große auf dem Sankt Petersburger Senatsplatz. Es wurde 1782 errichtet, das von dem Denkmal handelnde Gedicht erschien 1833 und verlieh der Figur ihren charakteristischen Beinamen.
Das Reiterstandbild
Die Reiterstatue ist eines der charakteristischen Wahrzeichen von Sankt Petersburg. Zar Peter I. sitzt „hoch zu Roß“ auf einem sich aufbäumenden Pferd. Unter den Hufen des Pferdes wird eine Schlange zertreten - die Szene soll Peters Sieg über die Schweden symbolisieren.
Die Zarin Katharina die Große ließ das Denkmal von dem berühmten französischen Bildhauer Etienne-Maurice Falconet errichten und wollte damit ebenso Peter wie sich selbst Unsterblichkeit verleihen - es trägt die nicht ganz bescheidene Beschriftung in Latein und Russisch (Deutsch: „Peter dem Ersten / Katharina die Zweite / 1782“). Das Denkmal spielt auch heute noch eine bedeutende Rolle im Stadtbild - fast ständig liegen frische Blumen zu seinen Füßen, frisch verheiratete Paare kommen hierher um zu feiern und sich vor ihm fotografieren zu lassen.
Das Gedicht
Das Gedicht gilt als einer der wichtigsten Texte der russischen Literaturgeschichte. Es steht noch heute auf jedem russischen Lehrplan und gilt als begründendes Werk des Petersburger Textes.
Bei einer starken Überschwemmung der Newa kommt die Braut eines armen Beamten um. Er gibt die Schuld daran dem Zaren Peter I., der Petersburg am falschen Ort bauen ließ. Er droht und flucht seinem Denkmal, woraufhin dieses lebendig wird und den Beamten verfolgt, bis der wahnsinnig wird.
Mit "Der Eherne Reiter" antwortete Puschkin auf Adam Mickiewiczs Invektiven gegen den russischen Staat ("Dziady", Teil III, "Ustęp"). Puschkin verglich den Zarismus und die russische Geschichte im Ganzen mit der Überschwemmung der Newa (Zentralmotiv des Gedichts). Nach Puschkin hat es keinen Sinn, ein unpersönliches Element zu hassen: Den armen Beamten richtet sein Haß zugrunde, die Hauptstadt und Der Eherne Reiter bleiben bestehen. Das Leben geht weiter und ist schön. Dabei gelten die Sympathien des Autors dem Haupthelden des Gedichts, einem "kleinen Mann". Der Konflikt zwischen der persönlichen Tragödie und der Herrlichkeit des Lebens bleibt ungelöst.
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Bronze Horseman – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
Volltext des Ehernen Reiters [1] (ru)
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