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Der Waffenschmied
Aus Kefk.
| Operndaten | |
|---|---|
| Titel: | Der Waffenschmied |
| Originaltitel: | Der Waffenschmied |
| Originalsprache: | deutsch |
| Musik: | Albert Lortzing |
| Libretto: | Albert Lortzing |
| Uraufführung: | 31. Mai 1846 |
| Ort der Uraufführung: | Wien |
| Spieldauer: | ca. 2 1/2 Stunden |
| Ort und Zeit der Handlung: | Worms um 1550 |
| Personen | |
Der Waffenschmied ist eine komische Oper von Albert Lortzing in drei Akten nach dem Text vom Komponisten. Die Uraufführung fand am 31. Mai 1846 am Theater an der Wien in Wien statt.
Inhaltsverzeichnis |
Musik
Die Musik des Waffenschmieds ist noch volkstümlicher als in seinen früheren Werken. Sie ist reich an Liedkompositionen, wie das wohl am bekanntesten (Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar...). Im Gegensatz zur Undine verzichtet Lortzing im Waffenschmied ganz auf die Leitmotivtechnik.
Handlung
Ort und Zeit der Handlung: Worms im 16. Jahrhundert.
1. Akt
Konrad, Graf von Liebenau und sein Knappe Georg arbeiten verkleidet in der Werkstatt des Waffenschmiedes Stadinger. Als verkleideter Geselle Konrad, aber auch als rechtmäßig gekleideter Graf wirbt er um Marie, die Tochter des Waffenschmiedes. Das Werben des rechtmäßigen Grafen ist dem Waffenschmied ein Dorn im Auge. So gibt er Georg, den verkleideten Knappen des Grafen, den Auftrag, den Grafen zu verjagen, falls dieser in der Abwesenheit des Waffenschmieds versuchen sollte, seiner Tochter nachzustellen. Graf Konrad von Liebenau, der eigentlich das reiche Fräulein von Katzenstein heiraten soll, will nun endlich wissen, wen Marie wirklich liebt; Konrad den Grafen oder Konrad den Gesellen. Als er am Abend im Grafengewand erscheint, erklärt im Marie, dass ihr Herz schon vergeben sei, und gibt dem Grafen den Laufpass. Innerlich frohlockend, und den äußeren Schein wahrend, muss er schleunigst verschwinden, da der Waffenschmied zurückkehrt. Nachdem der „eifersüchtige“ Vater alle durcheinandergebracht hatte, und sich alles wieder beruhigt, erscheint Marie an der Tür des Gesellen Konrad, um ihn gute Nacht zu wünschen. Dieser regt und meldet sich jedoch nicht. Da sieht sie den Grafen im Garten. Da melden sich erste Zweifel bei ihr, ob es nicht doch besser ist, sich für den Grafen zu entscheiden... (Reichtum allein tuts nicht auf Erden...)
2. Akt
Konrad der Geselle spielt den Eifersüchtigen, weil er Sie mit dem Grafen gesehen hatte. Aber Marie setzt ihm den Kopf zurecht. Dann küsst er sie ... Irmentraut kommt hinzu, schweigt aber, als auch sie einen Kuss erhält. Dies sieht Georg, und es entsteht ein Geschrei und Tumult. Durch diesen angelockt erscheint Stadinger und zur gleichen Zeit erscheint der Ritter Adelhof. Er warnt alle vor dem Grafen Liebenau. In diesem ganzen Durcheinander weist der Waffenschmied Konrad aus dem Haus und bestimmt, dass Marie den Gesellen Georg zu heiraten habe (es muss ihm aber nicht unangenehm sein...) . Verwandlung: In den Weinbergen vor der Stadt feiert Stadlinger sein Meisterjubiläum. Da erscheint Konrad mit der zitternden Marie. Sie berichten, dass der Graf von Liebenau Marie entführt wollte, und er sie gerade noch dem Grafen entrissen habe. Der halb betrunkene Meister flucht. Zuerst will er Marie ins Kloster stecken, (es muss ihr aber nicht unangenehm sein...) besinnt sich dann aber anders. Marie soll Georg heiraten, ob die beiden es nun wollen oder nicht.
3. Akt
Stadinger hat seinen Rausch ausgeschlafen und will sich nun berichten lassen, was am vergangenen Tage los gewesen sei. So sehr man nun auch auf Stadinger einredet, seine Marie gibt er dem Gesellen Konrad nicht. Konrad verlässt das Haus. Bald darauf hört man ein Lärmen und Toben. Es wird gesagt, dass der Graf von Liebenau die Marie mit Gewalt entführen will. Da kommt ein Schreiben vom Magistrat: um des Stadtfriedens Willen soll Stadinger dem Konrad seine Tochter zum Weibe geben. Dem alten Waffenschmied bleibt auf Grund der höheren Anordnung nichts weiteres übrig:“ (Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar...) singt er in Erinnerung versunken. Als er dann noch erkennt, dass der Geselle Konrad und der Graf von Liebenau ein und dieselbe Person sind, da gibt er den beiden ihren Segen (es muss ihnen aber nicht unangenehm sein...).
Quellen
- Kultur Bibliothek; Band II; Opern- und Operettenführer; ISBN 3-88199-297-9; 1986
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