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Der Vorleser
Aus Kefk.
Der Vorleser ist ein Roman von Bernhard Schlink.
In diesem 1995 in Deutschland erschienen Roman setzt sich Schlink mit der Judenvernichtung im Dritten Reich auseinander und ebenso mit der Frage, wie mit den Tätern umgegangen werden sollte. Gleichzeitig handelt der Roman von einem Generationenkonflikt der 1950er. Das Buch wurde in 39 Sprachen übersetzt, so erschien es 1997 unter dem Titel The Reader in den USA.
Inhaltsverzeichnis |
Figuren
Die Handlung des Buches ist deutlich auf die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten Michael Berg und Hanna Schmitz zugeschnitten. Die Haltung beider Personen zueinander als auch ihre Charaktere werden dabei als ambivalent und unentschieden gekennzeichnet.
Michael Berg
Der 15-Jährige Michael Berg wird als dahinträumender, durchschnittlicher Jugendlicher beschrieben, der keine besonderen Ziele verfolgt. Der Widerspruch zwischen anerzogenen moralischen Werten und erwachendem sexuellen Verlangen beherrscht ihn (ein Phänomen, das oft als typisch für die 1950er angesehen wird), sodass er zum Beispiel versucht, seine Sexualität zu rationalisieren. Gegenüber seinen Altersgenossen versucht Michael, Souveränität und Überlegenheit auszustrahlen, die jedoch nur seine Gefühlsunsicherheit kaschieren sollen. Die Beziehung zu Hanna bedeutet für ihn einen deutlichen Einschnitt und trennt ihn emotional von den bisherigen Lebenswelten (Familie, Schule). In der Beziehung zu Hanna neigt er zu Unterordnung und Anpassung. Die Erfahrung, von Hanna auf Distanz gehalten zu werden und eine weitere, von Michael gewollte Vertiefung zu verweigern, verstärkt noch seine Hörigkeit und Unsicherheit gegenüber Hannas Dominanz. Die Schwierigkeit der Beziehung zu Hanna führt gegen Ende zu einer schleichenden Abwendung von ihr; das bald darauffolgende Verschwinden Hannas verursacht in ihm große Schuldgefühle, weil er sie verraten zu haben glaubt.
Das Gefühl der eigenen Schuld und die nicht bewältigte, sich fortsetzende Abhängigkeit von Hanna führt bei Michael in der Folgezeit zu einer Bindungsunfähigkeit und einer Abweisung anderer Menschen.
Die erneute Begegnung mit Hanna geschieht für den Studenten Michael Berg enorm plötzlich und überwindet die von Michael über die Zwischenzeit aufgebauten Verdrängungsmechanismen und Abwehrtaktiken. Dies führt Michael auf seine innere Leere und Ohnmacht zurück. Ihm entstehen neue Schuldgefühle, und das Gefühl, von Hanna entfremdet zu sein, verstärkt sich. Hinzu kommt die Unmöglichkeit, mit Hanna im Gerichtssaal zu kommunizieren. Weiterhin lähmt Michael das moralische Dilemma, um entlastende Hinweise über Hannas Schuld zu wissen. Versuche der Kontaktaufnahme zum Richter scheitern.
Die folgenden Jahre des erwachsenen Michaels werden weiter bestimmt durch die Distanz zu seinen Mitmenschen und die Vermeidung möglicher Verletzungen durch Gefühllosigkeit und Abstand. Auch wenn diese Phänomene mit der Zeit abnehmen, scheitert Michaels 5-jährige Ehe mit der ehemaligen Studienkollegin Gertrud.
Als Michael den "Kassettenkontakt" mit Hanna im Gefängnis aufnimmt, beginnt ein langsamer, selbsttherapeutischer Prozess für Michael. Er hält jedoch weiterhin Distanz zu Hanna, ihrer bevorstehenden Entlassung sieht er widerwillig entgegen; zwar fühlt er sich für Hanna verantwortlich, doch kann er sich eine gemeinsame Zukunft nicht vorstellen.
Der ältere (autobiographisch erzählende) Michael Berg zeigt schließlich ein hohes Maß an Schuldbewusstsein und Reflexion. Das Schreiben bezeichnet er an verschiedenen Stellen als Konfliktbewältigung. Michael hat zu einer gewissen moralischen Läuterung gefunden, die in der unbeschönigten Beschreibung seiner Lebensgeschichte ihren Höhepunkt findet. Bedeutend für diese Entwicklung scheint der Besuch der Tochter einer der betroffenen Häftlinge während der NS-Zeit zu sein, mit der er erstmalig offen über die Beziehung zu Hanna spricht.
Hanna Schmitz
Hanna Schmitz ist ein sehr widersprüchlicher Charakter. Zu den Werten ihrer Sozialisation in den 1930ern gehören ein gesteigertes Pflichtgefühl und eine starke Arbeitsmoral, hierarchische Unterordnung und ein Sinn für Ordnung. Dem entgegen spricht ihre beständige Angst vor Aufdeckung ihrer Schwäche, dem Analphabetismus. Ihre Reaktionen schwanken hier zwischen Anpassung, Flucht und Aggression. Auch eine gesteigerte Brutalität in ihrem Verhalten lässt sich nachweisen.
Hanna besitzt zwar eine durchschnittliche Intelligenz, doch sie hat nie Verständnis für Spielregeln des Alltags und der Gesellschaft erlernt. Die Öffentlichkeit, Kultur, gesellschaftliche Kommunikation und der Gerichtssaal sind ihr fremde Räume, die zu deuten sie keine Muster besitzt. Das zeigt sich auch in dem nicht vorhandenen Vermögen, moralisch ihr Handeln zu abstrahieren. Es lässt sich demnach eine partielle möglicherweise selbst verschuldete Unmündigkeit Hannas nachweisen, deren Ausdruck oder Ursache ihr Analphabetismus ist.
Ähnlich wie Michael hält sie die Menschen auf Distanz und lebt das Leben einer Einzelgängerin (Angst vor Kontrollverlust). Zeit ihres Lebens baut sie keine tieferen sozialen Bindungen auf. Allgemein erfahren wir über Hanna nur durch die Sicht Michaels, was für eine direkte Interpretation problematisch ist. Das Verhalten Hannas wird durch Michael gedeutet und vorgefiltert: Michael interpretiert Hannas Biographie als fortwährenden Versuch, ihren Analphabetismus zu verheimlichen; dem entspricht seine Deutung des Gerichtsprozesses als "Kampf" Hannas um "ihre Gerechtigkeit", mit einer einhergehenden unterschwelligen Bewunderung.
Neben diesen Deutungsmustern lässt sich festhalten, dass eine wirkliche Charakteränderung Hannas erst in der Zeit der Haft geschieht. Vorher scheint ihre Charakterstruktur nahezu starr, auch wenn sie sich in unterschiedlichen Milieus unterschiedlich verhält. Während ihrer Haftzeit geschieht eine Auseinandersetzung mit den historischen Fakten und moralischen Problemen des Nationalsozialismus. Dies zeigt eine deutliche Änderung ihrer Denkweise an. Auch ihre Härte gegen sich selbst und andere gibt sie laut Beschreibung der Gefängniswärterin auf.
Die Gründe für den Suizid sind vielfältig und stellen eine der Kernfragen der Interpretation dar. Grundsätzlich lässt sich Hannas erstmals entwickeltes Schuldbewusstsein betonen, das ihr eine Einordnung ihrer Taten erlaubt. Zudem hat sich ihre ursprüngliche Betonung äußerer Stärke nun in Ohnmacht und Abhängigkeit von Michael gewandelt. Und nicht zuletzt muss es ihr als eine unschaffbare Aufgabe erscheinen, sich in die Außenwelt zu reintegrieren, in der sie keinen Platz besitzt, weder von ihrer beruflichen Stellung,ihrer moralischen Beurteilung und ihrer materiellen Zukunft.
Familie Berg
Die Familie Michaels wird nur am Rand beschrieben, liefert aber wichtige Hinweise auf die Sozialisation Michaels. Es handelt sich um eine sechsköpfige Familie (Michael hat drei Geschwister) des gehobenen Bürgertums, die eine klassische Rollenverteilung für die 1950er Jahre aufweist.
Der Vater taucht in zwei wesentlicheren Szenen auf. Er ist von Beruf Philosophieprofessor, spezialisiert auf Kant und Hegel. Innerhalb der Familie spielt er die Rolle eines gemäßigt agierenden Patriarchen. Er hält seine Kinder stark auf emotionale und körperliche Distanz und plant sie genau wie seine Studenten in den täglichen Terminplan ein. Sein Verhalten wird als (unterbewusstes) Vorbild für Michaels Entwicklung gedeutet.
Die Mutter ist eine durchaus positiv dargestellte Figur, zu der Michael aber anscheinend keinen genügenden Bezug aufbauen kann. Sie vermittelt ihm das Gefühl von Nähe, ohne Michael restlos mit diesem Gefühl befriedigen zu können. Nach der ersten Nacht mit Hanna erinnert sich Michael an eine Szene aus seiner frühen Kindheit: Vor dem wärmenden Herd hatte ihn die Mutter gewaschen und angekleidet. Diese Szene mütterlicher Verwöhnung wird zum Muster für die Badeszenen mit Hanna, die eine prägende Rolle für ihre Beziehung spielen, gleichzeitig aber auch für die damit verbundenen Schuldgefühle: "..., ich mich fragte, warum meine Mutter mich so verwöhnt hat. War ich krank?"
Die Geschwister spielen nur eine untergeordnete Rolle. Zu ihnen befindet sich Michael in einem Verhältnis gegenseitiger Rivalität und Distanz.
Schauplätze
Obwohl der Roman den Namen der Heimatstadt des Protagonisten nicht nennt, legt die Erwähnung topographischer Details (Heiligenberg, Philosophenweg, Neuenheimer Feld usw.) auch dem wenig ortskundigen Leser die Stadt Heidelberg und den Rhein-Neckar-Raum als Schauplatz des ersten Romanteils nahe. Lokalkolorit ist auch für andere Werke Schlinks charakteristisch. Die Gerichtsverhandlung im zweiten Teil findet "in einer anderen Stadt, mit dem Auto eine knappe Stunde entfernt" statt. Der Roman scheint hier auf die Frankfurter Auschwitzprozesse anzuspielen.
Stil
Bernhard Schlinks Stil im Vorleser ist in den erzählenden Passagen schlicht und präzise. Es herrschen parataktische oder syntaktisch einfache Sätze vor. Ein Stilmittel sind Kapiteleröffnungen, die in einem lapidaren Satz wichtige oder überraschende Informationen vermitteln, der Handlung eine Wende geben: „Am nächsten Morgen war Hanna tot.“
In reflektierenden Passagen wird die Sprache poetisch. Vor allem das Spiel mit Gegensätzen („Ich habe nichts offenbart, was ich hätte verschweigen müssen. Ich habe verschwiegen, was ich hätte offenbaren müssen..“; Kap. 15) und Versuche, komplexe Erinnerungen in einprägsame Bilder zu fassen, sind bestimmend („...Bilder von Hanna, die mir geblieben sind. Ich habe sie gespeichert, kann sie auf eine innere Leinwand projizieren und auf ihr betrachten, unverändert, unverbraucht.“ Kap.12).
Das Sprachniveau ist durchgehend hochsprachlich. Zugleich benutzt Schlink viele durchgehende Bilder und Motive, etwa bei der Beschreibung des Bade-Rituals. Die Beschreibung ist geprägt durch die teilweise schon reflektierte (vorgebliche) Schreibhaltung des Ich-Erzählers, die emotionale Nähe ist dennoch an den meisten Stellen spürbar.
Themen
Drittes Reich und Judenvernichtung
Schlink wählt für die Betrachtung der Judenvernichtung eine ungewöhnliche Perspektive. Während er auf eine realistische, dokumentarische Nachzeichnung der Ereignisse im Großen verzichtet, gibt er dennoch ein – durch den Ich-Erzähler gefiltertes – Bild wieder, indem er Hanna auftreten lässt. Damit wird kein summarisches Faktenwissen als Darstellung des Dritten Reiches benutzt, sondern die Menschlichkeit eines individuellen Schicksals – das eines Täters!
Die Schuldfrage – sowohl die allgemeine als auch die individuelle – wird damit keinesfalls aufgelöst, aber differenziert. Der spezifische Mensch Hanna besitzt spezifische Schwächen, die bei Hanna sogar besonders schwer wiegen. Die von ihr ausgeübten Taten geschehen nicht aus einem "luftleeren", grundsätzlich moralisch verurteilbarem Raum, sondern besitzen eine Vorgeschichte, die das Individuum zu seiner persönlichen Schuld führt. So wird die Eigenverantwortlichkeit und die Schuldfähigkeit des Einzelnen hinterfragt; das scheinbar "Böse", das hinter den Taten steht und ihre Täter stigmatisiert wird jedenfalls entmystifiziert. Durch die Kenntnis, dass Hanna weder Lesen noch Schreiben kann, sie sich stets deshalb versteckt hat hinter ihrem eigenen Horizont, wird die Frage aufgeworfen, ob nicht auch sie ein Opfer des Genozid geworden ist. Die Tatsache, dass ihr Leben statt mit der Entlassung mit dem Freitod endet, entspricht diesem. Wäre sie nicht Opfer gewesen, so hätte ein neues Leben begonnen.
Schlink hat einige Anregungen für die Figur der Hanna der Biographie der KZ-Aufseherin Hermine Braunsteiner-Ryan entnommen [1], die er in spezifischer Weise umgestaltet.
Analphabetismus und Ohnmacht
Schlink zeigt die Ohnmacht in Alltag und Gesellschaft, welche die Opfer von Analphabetismus betrifft. Die moderne Gesellschaft beruht auf der Schrift als einem Zeichensystem und gemeinsamen Kommunikationscode. Hannas Unvermögen zu schreiben stellt sie außerhalb dieser Gesellschaft und hindert sie, an Großteilen der gesellschaftlichen Kommunikation teilzunehmen. Dies führt in der Darstellung Schlinks auch teilweise zur Schuld, die Hanna auf sich lädt (siehe oben).
Die psychologische Konstellation des Sich-Versteckens, der Scham, der Angst und der Aggression wird von Schlink in vielen Details gezeigt. Gründe oder die Vorgeschichte von Hannas Analphabetismus werden allerdings nicht beschrieben; Hannas Analphabetismus ist ein allgemeines Symbol für ihre Unmündigkeit, die wesentlich ihr Leben bestimmt.
Stark ungleichaltrige Beziehungen
Auf besonders starke Rezeption vor allem in den USA stieß die Beziehung zwischen dem 15-jährigen Michael und der 36-jährigen Hanna; nach deutschem Recht ist eine solche Beziehung zwar jedenfalls nicht mehr widerrechtlich, gesellschaftliche Akzeptanz bliebe ihr aber auch heute verwehrt. Hanna ist als grenzwertige Pädophile zu beurteilen, sexuell neigt sie zu Sadismus. Die asymmetrische Beziehung, die sich aus einem so großen Altersunterschied ergibt, wird von Schlink gezeigt. Deutlich wird die tiefeinschneidende psychologische Wirkung einer solchen Beziehung. Hätte sich der Autor dazu entschieden, ein 15-jähriges Mädchen durch einen 36 Jahre alten Analphabeten in die Kunst der Liebe einführen zu lassen, wäre die Diskussion sicher anders ausgefallen, vor allem wenn dieser alternde Straßenbahnschaffner mit Tendenzen zur Brutalität sich als erbarmungsloser KZ-Aufseher erwiesen hätte. So liegt aber über der Debatte ein seltsamer, pinker Nebel. Reflektiert wird nicht nur vom Erzähler vor allem, ob der Junge seiner Liebe wirklich gerecht geworden sei, ob er Hanna die Treue gehalten, ob er sie vor Freunden und Familie verleugnet habe. Aus der Täterin wird so ein Opfer. Die harte Verurteilung vor Gericht beruht ebenso auf Hannas verheimlichtem Analphabetismus wie ihrer Entscheidung, zur KZ-Aufseherin zu werden. Auch die Trennung von Michael und die wilde Flucht aus ihrem Lebensumfeld beruht auf dem festen Willen, ihren Analphabetismus zu verschleiern.
Wasser in seiner reinigenden Wirkung
Dem Wasser, als ein reinigendes Element, wird im gesamten Buch eine zentrale Rolle zugewiesen. Schon zu Beginn der Handlung wäscht Hanna Michael mit Wasser. Während der Zeit ihrer Beziehung ist das gegenseitige Waschen bzw. das Duschen als Steigerung dazu immer wieder ein fester Bestandteil ihres fast täglich praktizierten "Rituals". Beide Partner versuchen dadurch dem Alltagsgeschehen ein Stück weit zu entkommen, sich vom Stress zu erholen, sich zu entspannen, sich näher zu kommen und sich völlig auf sich selbst bzw. ihre Hingabe zu konzentrieren. Dies spielt einerseits auf das religiöse Sakrament der Taufe an, kann aber auch als "Reinwaschen von Schuld" gedeutet werden, um bereit für den Tod zu sein.
Rezension
Der Vorleser ist auch in den Lehrplänen der Sekundarstufe II verschiedener Bundesländer (z. B. Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Zentralabitur NRW) verankert.
Kritiken
Ein Großteil der literarischen Kritik äußerte sich lobend zum Vorleser. Hervorgehoben wurde vor allem der präzise Stil Schlinks, die direkte Erzählweise und außergewöhnliche Art und Weise der Vergangenheitsbewältigung.
Rainer Moritz (Die Welt, 15. Oktober 1999) betonte, der Roman führe "den künstlichen Gegensatz zwischen Privatheit und Politik ad absurdum". Werner Fuld (Focus, 30. September 1995) schrieb in Hinblick auf den Vorleser, man müsse "große Themen nicht breit auswalzen, wenn man wirklich erzählen kann".
Für seine Methode der Beschreibung der NS-Verbrechen wurde Schlink von anderer Seite stark kritisiert und in Zusammenhang mit Geschichtsrevisionismus und Geschichtsfälschung gestellt. Jeremy Adler hob in der Süddeutschen hervor, Schlink betreibe "Kulturpornographie", indem in seinem Buch die "entscheidenden Motive von Schuld und Verantwortung sowie die Frage nach dem Verhältnis von persönlicher und staatlicher Macht" an Bedeutung verlören. Schlink "vereinfache" die Geschichte und zwinge zu einer Identifikation mit eigentlich schuldigen Tätern der NS-Zeit.
Erfolg im Ausland
Schlinks "Der Vorleser" stellt einen der wenigen Bestseller deutscher Autoren auf dem amerikanischen Buchmarkt dar. Der Vorleser wurde in über 39 Sprachen übersetzt und war das erste deutsche Buch, das es auf Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times schaffte.
Preise
- Hans-Fallada-Preis (1997)
- Prix Laure Bataillon (bestdotierter Preis für übersetzte Literatur) (1997)
- WELT-Literaturpreis der Zeitschrift Die Welt (1999)
- Evangelischer Buchpreis 2000
- Eeva Joenpelto -Preis Finnland, Lohja 2001
- Platz 14 auf der Liste der ZDF-Lieblingsbücher 2004
Einzelnachweise
Literatur
- Manfred Heigenmoser (Hrsg.): Bernhard Schlink, Der Vorleser. Reclam-Verlag, Stuttgart 2005. ISBN 3-15-016050-2
- Juliane Köster: Bernhard Schlink, Der Vorleser. Interpretation. Oldenbourg-Verlag, München 2000. ISBN 3-486-88745-9
- Micha Ostermann: Aporien des Erinnerns. Bernhard Schlinks Roman Der Vorleser. Verlag ~ Marcel Dolega, 2004. ISBN 3-937376-03-8
