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Der Patriot (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel: Der Patriot
Originaltitel: The Patriot
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2000
Länge (PAL-DVD): 164 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: Robert Rodat
Produktion: Dean Devlin,
Mark Gordon,
Gary Levinsohn
Musik: John Williams
Kamera: Caleb Deschanel
Schnitt: David Brenner
Besetzung

Mel Gibson als Benjamin Martin,
Heath Ledger als Gabriel Edward Martin,
Joely Richardson als Charlotte Selton,
Jason Isaacs als Col. William Tavington,
Chris Cooper als Harry Burwell,
Tchéky Karyo als Jean Villeneuve,
René Auberjonois als Rev. Oliver,
Lisa Brenner als Anne Patricia Howard,
Tom Wilkinson als Gen. Lord Charles Cornwallis

Der Patriot (engl. The Patriot) ist ein Film von Roland Emmerich aus dem Jahr 2000 mit Mel Gibson in der Hauptrolle.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges schließt sich in South Carolina der verwitwete Farmer Benjamin Martin mit seinem ältesten Sohn Gabriel den Truppen der jungen USA an, nachdem britische Soldaten seinen zweitältesten Sohn Thomas getötet haben. Martin, der in vorangegangenen Kriegen selbst unter britischer Fahne gekämpft hatte, versucht - anders als George Washingtons Kontinentalarmee - nicht die britische Taktik der Kabinettskriege zu kopieren, sondern zettelt einen erbitterten Guerillakrieg gegen die Kolonialmacht an. Dabei erhält er tatkräftige Unterstützung durch Jean Villeneuve, einen Offizier aus dem französischen Hilfskorps des Marquis de La Fayette.

Es entwickelt sich ein erbarmungsloser Zweikampf mit Colonel William Tavington, dem brutalen Kommandeur der britischen "Green Dragoons". Der Konflikt eskaliert, als Tavington Martins Sohn Gabriel tötet. Martin schmilzt die Zinnsoldaten seines getöteten Sohnes Thomas zu Musketenkugeln ein, um damit Briten zu töten. In einem dramatischen Finale können Martin und seine Milizionäre Tavington in eine Falle locken und besiegen.

Kritik

Der Film weist trotz Betreuung durch das renommierte Smithsonian Institut eine beachtliche Anzahl vermeidbarer historischer Unzulänglichkeiten auf. Hier einige Beispiele:

  1. Ursprünglich war an Stelle der fiktionalen Figur Benjamin Martin im Film der amerikanische Revolutionsheld Francis Marion als Protagonist vorgesehen, der als einer der Ersten Guerilla-Taktiken gegen die Engländer einsetzte und vorwiegend in Sümpfen agierte und daher seinen Spitznamen „Swamp Fox“ verdiente. Marion war allerdings, abgesehen von seinen Heldentaten, als Rassist, Vergewaltiger, Kriegsverbrecher und überzeugter Sklavenhalter bekannt. Nach heftigen Protesten entschied man sich für die fiktionale Figur Benjamin Martin.
  2. Villeneuve trägt abwechselnd die hellblaue Uniform eines Fremdenregiments und die weiße der Linieninfanterie.
  3. Das einzige britische Dragoner-Regiment mit grünen Abzeichen, das 5th (or Royal Irish) Regiment of Dragoons, stand während des ganzen Krieges in Irland.
  4. Unabhängig davon, dass Zinnsoldaten erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts ihren Einzug in bürgerliche Haushalte fanden und daher im Besitz eines Farmerkindes aus South Carolina ein Vierteljahrhundert früher eher unwahrscheinlich sind, stellen die Zinnfiguren, die Martin einschmilzt, Soldaten der Arcièren-Leibgarde in einer Uniform aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dar. Das ist nicht nur unwahrscheinlich, sondern schlichtweg unmöglich.
  5. Als Vorbild für Tavington diente Banastre Tarleton. Dieser hat den Krieg bei guter Gesundheit überstanden.
  6. Die in Wahrheit beträchtlichen Kriegsbeiträge der Franzosen werden heruntergespielt.
  7. Die im Film gezeigte Verbrennung einer mit Menschen gefüllten Kirche ist Fiktion.
  8. Die Entfernungen, aus denen die Linien in den gezeigten Schlachten das Feuer aufeinander eröffnen, sind zu kurz. Man eröffnete das Feuer meist, wenn die feindliche Linie 200 bis 300 m entfernt war, und nicht erst, wie im Film gezeigt, bei 30 bis 50 m. Somit dauerten die Feuergefechte auch länger, als im Film gezeigt.
  9. Pistolen waren um einiges ungenauer, als im Film dargestellt. Wer es mit einer Pistole vermochte, aus 10 m ein mannsgroßes Ziel zu treffen, galt als ein guter Schütze.

Darüber hinaus wird dem Film vorgeworfen, die Sklaverei zu verharmlosen (ein Sklave sagt z.B. Sir, wir sind keine Sklaven. Wir arbeiten nur einfach auf diesem Land.) und fast sämtliche reaktionären Klischees zu bedienen.

Vergleich mit Braveheart

Der Film lehnt sich inhaltlich stark an den fünf Jahre früher erschienenen Film Braveheart an:

  • In beiden Fällen geht es um einen Krieg zur Befreiung vom Joch der Engländer, die als die Bösen dargestellt werden.
  • Mel Gibson spielt in beiden Filmen einen friedliebenden Mann, der durch die Bosheit der Engländer zum Kampf gezwungen wird.
  • Beide Male werden hübsche, sympathische Frauen eingeführt, nur zu dem Zwecke, von den Engländern ermordet zu werden und somit Hass im Zuseher zu schüren.

In der Szene, in der die Gefangenen gehängt werden sollen, kommt eine Exekutionsmethode zum Einsatz, die erst viel später eingeführt wurde. Roland Emmerich gibt das im Audiokommentar zu und daß sie diese Methode auswählten, weil "es gut aussah!"

Weblinks

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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Der_Patriot_%28Film%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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