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Der Musterschüler (1927)
Aus Kefk.
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der Musterschüler |
| Originaltitel: | College |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1927 |
| Länge (PAL-DVD): | 60 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 0 |
| Stab | |
| Regie: | James W. Horne |
| Drehbuch: | Carl Harbaugh, Bryan Fay |
| Produktion: | Joseph Schenck, Buster Keaton |
| Kamera: | J. Devereux Jennings, Bert Haines |
| Schnitt: | J. S. Kell |
| Besetzung | |
| |
Der Musterschüler ist der deutsche Titel eines 1927 entstandenen Stummfilms mit Buster Keaton.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung
Ronald (Buster Keaton), eifriger Streber und Liebling der Lehrer, erfährt von seiner Angebeteten Mary eine schmerzhafte Abfuhr, nachdem er sich bei seiner Rede zum Schulabschluss für mehr Geist und gegen den dümmlichen Sport ausgesprochen hat. Um sie zurückzuerobern, inskribiert er im Sport-College. Dort scheitert er nicht nur in sämtlichen sportlichen Disziplinen, sondern auch in allen Nebenjobs, die er gezwungen ist anzunehmen. Erst als Mary von seinem – sehr sportlichen – Nebenbuhler bedrängt wird, wächst Ronald über sich hinaus, kann die Geliebte dank sportlichem Einsatz erretten und auf der Stelle heiraten.
Bermerkungen
Produktion
College, dt. Der Musterschüler, entstand nach Keatons teuersten Film The General, der ein finzanzieller Flop war und erst Jahrzehnte später als einer der größten Filme der Stummfilmzeit gefeiert wurde. In der Folge wurden Buster Keaton von seinem Produzenten Joe Schenck starke finanzielle Beschränkungen auferlegt und ein Drehbuchautor sowie ein Regisseur (James W. Horne) zur Seite gestellt. Keaton war darüber alles andere als glücklich. Tatsächlich sollte dies der Anfang vom Ende seiner Unabhängigkeit als Filmemacher sein. So nimmt sich College im Vergleich zu anderen Keaton-Filmen, die u. a. mit gigantischen Bauten und aufwendigen Stunts und Effekten beeindrucken, eher konventionell aus. Auch liegt er in seiner Thematik The Freshman sehr nahe, mit dem Harold Lloyd schon vor Keaton eine College-Komödie abgeliefert hatte, in der ein weltfremder Studenten-Neuling mit dem College-Leben zu kämpfen hat. Letztlich spielte der mit starker Kontrolle seitens des Produzenten entstandene Film noch weniger Geld ein als The General.
Stil
Obwohl eine recht konventionell gehaltene Komödie, ist Keatons Stil unverkennbar. Etwa in einer wunderbaren Nummer als untalentierter Barkeeper. Unnachahmlich für Donald O'Connor, der Buster Keaton 1957 in einer – sehr freien – Filmbiographie mit vollem Körpereinsatz darstellte, war folgender Gag: Als Kellner macht Keaton einen Purzelbaum rückwärts – mit einer vollen Kaffeetasse in der einen Hand, ohne deren Inhalt zu verschütten.
Der typische, etwas dunkle Keaton-Humor bricht sich allerdings erst mit der Schlusspointe Bahn: Ronald (Keaton) hat endlich seine Geliebte erobert, rennt mir ihr zur Kirche, lässt sich trauen. Schnitt auf die beiden als gealtertes und nörgelndes Ehepaar. Schnitt auf zwei Grabsteine. Ende.
Stunts
Buster Keaton, selbst begeisterter Sportler, ist berühmt für seine Stürze und Stunts, die er in allen Filmen selbst aussführte – was ihn mehr als einmal an den Rand des Todes brachte (Our Hospitality, Sherlock, jr.). Doch trotz seines sportlichen Talents musste er sich hier bei einem Stabhochsprung in ein Fenster im 1. Stock (und somit in das Zimmer der Geliebten) erstmals doublen lassen, und zwar von Lee Barnes, Teilnehmer bei den Olympischen Spielen.
Weblinks
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