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Demütigung

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Demütigung (von Demut) ist die - den Stolz oder die Selbstachtung brechende - absichtlich beschämende oder verächtliche Behandlung eines wehrlosen Anderen, oft auch im Beisein oder vor den Augen anderer Personen. Ihr Gegenteil ist die Ehrung.


Formen und Auswirkungen

Herkömmlich gibt es zahlreiche strafrechtliche und brauchtümliche Demütigungen. Sprichwörtlich ist das Anprangern. Bei den Leibesstrafen an Haut und Haar war das Scheren von Haar oder Bart dazu bestimmt, im Brauchtum das Entblößen oder Anspeien, bei Offizieren das Zerbrechen des Säbels. Als soziale Institution ist sie Bestandteil vieler Initiationsriten. Im Dritten Reich war der Zwang zum öffentlichen Tragen des Judensterns eine gewollte Demütigung.

Bei lang andauernder Entrechtung von z. B. Minderheiten werden am Ende Handlungen, die überhaupt ihr Anderssein betonen, als Demütigung empfunden. Sofern dies nicht beabsichtigt ist, kann es – nicht leicht – durch Taktgefühl vermieden werden.

Bestimmten Anhängern einer Religion gilt die auf sich selbst gerichtete Demütigung ("Selbstzerknirschung") als eine positive Form der Askese.

Seit kurzem gibt es ein internationales Netz von Akademikern und Praktikern, die sich mit dem Thema Demütigung beschäftigen (Human Dignity and Humiliation Studies).

Weblinks

Siehe auch

Wikipedia
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