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Deklination (Geographie)

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Bild:Karte Deklination MKL1888.png
Historische Karte der Deklination von 1860 (Isogonenkarten)

Deklination, auch Ortsmissweisung (engl. magnetic declination oder variation) genannt, die Abweichung zwischen geographischer und magnetischer Nordrichtung, die insbesondere bei der Navigation mit dem Kompass von Bedeutung ist.

Während der geographische Nordpol durch die Rotationsachse der Erde definiert ist, ist der magnetische Südpol (von der magnetischen Polarität her ein Südpol) der Punkt auf der Nordhalbkugel der Erde, aus dem die Magnetfeldlinien des Erdmagnetfelds senkrecht eintreffen. Dieser Punkt weicht über 1000km vom geographischen Nordpol ab und ändert seine Lage jährlich um mehrere Kilometer. (Siehe auch Erdmagnetfeld)

Die Deklination ist definiert als der Winkel zwischen der Richtung auf den geographischen Nordpol und der Richtung der magnetischen Feldlinien am Beobachtungsort. Die Deklination kann nahe den magnetischen Polen 180° betragen, der Kompass zeigt an diesen Punkten z.B. nach Süden, statt nach Norden. Zur Navigation mit dem Kompass, z.B. in der Schifffahrt, werden zur Berücksichtigung dieser Abweichung sogenannte Isogonenkarten verwendet (siehe Abbildung oben), die die Missweisung kartografisch darstellen. Die dargestellten Isogonen sind Orte gleicher Deklination.

Bild:Magnetfeld der Erde.jpg
Geographische und magnetische Pole

Bei Fahrten in begrenzten Gebieten reicht ein einzelner Wert, der auf amtlichen Seekarten stets angegeben wird. Da sich das Magnetfeld der Erde im Lauf von Jahren verändert (für Mitteleuropa gilt derzeit eine jährliche Abnahme von etwa 2-5 Bogenminuten pro Jahr), sind auch Größe und Vorzeichen der Ortsmissweisung nicht konstant. Zur Korrektur wird der auf Seekarten angegebene Wert mit dem Wert seiner jährlichen Veränderung korrigiert.

In der Luftfahrt wird die Ortsmissweisung auch mit Variation (VAR) bezeichnet und ist aus den Luftfahrtkarten zu entnehmen. Ist die VAR im Steuerkurs schon eingerechnet, so nennt man diesen Kurs Magnetic course (MC). Die Ausrichtung des Flugzeuges nach diesem Kurs mit zusätzlicher Berücksichtigung des Windes heißt Magnetic Heading (MH).

Die Meridiankonvergenz bezeichnet den Winkel zwischen Gitter Nord und geographisch Nord. Die Gitterlinien einer Karte verlaufen parallel zum Hauptmeridian und nur in diesem fallen Gitter Nord und geographisch Nord zusammen.

Die Nadelabweichung (engl. grivation) bezeichnet den Winkel zwischen magnetisch Nord und dem Gitter Nord einer Karte. Es gilt: Nadelabweichung = Meridiankonvergenz + magnetische Deklination. Dabei sind die Vorzeichen zu beachten, also die Richtungen der Abweichungen.

Bei der Navigation ist neben der Missweisung durch die Deklination auch die Deviation (Navigation) zu beachten. Der Winkel, mit dem die Feldlinien in die Erdoberfläche eintauchen, wird Inklination genannt.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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