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Deir el-Medina

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Deir el-Medina nennt man die Ruinen einer Arbeitersiedlung des antiken Theben in Ägypten.

Die Arbeitersiedlung im Süden von Theben-West wurde unter der Regentschaft des Pharaos Amenophis I. und seiner Mutter Ahmose-Nefertari begründet. Hier lebten die Arbeiter und Künstler, welche die Gräber im Tal der Könige in der Antike schufen mit ihren Familien. Es sind 68 Hausgrundmauern freigelegt wurden. Direkt neben der Siedlung befindet sich der Friedhof dieser Arbeiter. Die Gräber stammen aus der 18., 19. und 20. Dynastie. Sie sind meist mit Bildern aus dem Totenreich geschmückt.

Die Arbeitersiedlung wurde etwa von 1520 bis 1069 v. Chr. bewohnt, mit einer Unterbrechung unter Echnaton 1350 bis 1334 v. Chr.. Sie liefert Archäologen sowie Ägyptologen Informationen über das Alltagsleben einfacher Leute. Hier lebte und wirkte unter anderem der Verbrecher Paneb.

Nördlich der Arbeitersiedlung befindet sich ein kleiner Tempel der Göttin Hathor aus der Ptolemäerzeit, der lange von koptischen Mönchen genutzt wurde. Daher auch der Name Deir (= Kloster) el-Medina.

Viele Grundmauern kleinerer Tempel, der Göttin Hathor befinden sich unterhalb, bzw. neben, dem "Großen Hathortempel". Unteranderem von Sethos I. und von Amenhotep I. Östlich der Tempel der Hathor befand sich dereinst ein deutlich kleineres Heiligtum des Amuns. Entstehungszeit etwa Ramses II.

Etwa 200 m nord-östlich des Tempels befindet sich ein Schacht, aus welchem über 5000 Ostraka geborgen wurden, darunter private Briefe, Abrechnungen, Skizzen und Gerichtsprotokolle. Dieser Fund hat sehr zur Erforschung der damaligen Verhältnisse der Bewohner und zum Gesamtverständiss der gesamten Bevölkerung des Alten Ägyptens beigetragen.



Koordinaten: 25° 43′ 44" n. Br., 32° 36′ 5" ö. L.

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