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Dehydratisierung

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Dehydratisierung oder Dehydratation bezeichnet als Gegenbegriff zur Hydratisierung den Entzug oder die Abspaltung von Wasser (altgr. hydor). Die Begriffe finden sich als Fachtermini in Chemie, Lebensmitteltechnik und in der Medizin und ersetzen dort Worte wie (Aus)Trocknung und Entwässerung.

In der Alltagssprache wird dieser Vorgang oft als Dehydrierung bezeichnet - in der (chemischen) Fachsprache ist dieser Ausdruck hingegen dem Entzug von Wasserstoff vorbehalten.

Medizin

In der Medizin bezeichnet es die gesteigerte Abnahme der Körperflüssigkeit und ungenügende Flüssigkeitsaufnahme (siehe auch Exsikkose). Der Flüssigkeitsverlust kann über den Magen-Darm-Trakt (Stuhlgang), die Lunge (Atemluft), die Nieren (den Urin) oder über die Haut (Transpiration) erfolgen. Erkrankungen, zum Beispiel der Nieren oder Fieber, beziehungsweise starke körperliche Anstrengungen können zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust und damit zu einem Flüssigkeitsungleichgewicht führen. Es werden drei Arten der Dehydratation unterschieden:

  • Isotone Dehydratation: Bei dieser Dehydratation ändert sich der osmotische Druck des Extrazellulärraums nicht, da der Verlust von Wasser und Salz (Natrium, NaCl) im gleichen Verhältnis zueinander erfolgt. Vor allem bei unzureichender Wasser- und Natriumzufuhr, aber auch bei Erbrechen oder Durchfall ist dies der Fall.
  • Hypertone Dehydratation: Sie entsteht beim Verlust von Wasser ohne entsprechenden Salzverlust. Dies kann bei Fieber der Fall sein und führt im Extremfall zum Verdursten.
  • Hypotone Dehydratation: Wenn im Verhältnis zum Wasserverlust zu viel Salz ausgeschieden wird entsteht eine hypotone Dehydratation. Beispielsweise bei starkem Schwitzen durch hohe körperliche Betätigung spielt diese Art der Dehydratation eine wichtige Rolle.

Chemie

Die Dehydratisierung bezeichnet eine chemische Reaktion, bei der Wasser aus einer Substanz abgespalten wird. Dieses Verfahren ist heute noch eine technisch bedeutsame Reaktion der Alkohole. In Gegenwart von wasserabspaltenden Mitteln wie konzentrierter Schwefelsäure, Phosphorsäure oder wasserfreiem Zinkchlorid reagieren sie in der Wärme unter intramolekularer Wasserabspaltung zu den entsprechenden Alkenen. Besonders leicht dehydratisieren die tertiären Alkohole. Großtechnisch wird die Dehydratisierung der Alkohole unter Druck katalytisch in der Gasphase durchgeführt.

Man kann die Vorzugsrichtung, an welcher die Doppelbindung gebildet wird, der Saytzeff-Regel – nach Alexander Mikhailovich Zaitsev, auch Saytzeff oder Saytzev (1841–1910) – entnehmen. Sie besagt, dass das erforderliche Wasserstoffatom vom wasserstoffärmsten benachbarten Kohlenstoffatom entfernt und das höchstsubstituierte Alken gebildet wird.

Wikipedia
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