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Reduktive Dehalogenierung
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Unter reduktiver Dehalogenierung versteht man die Abspaltung von Fluorid-, Chlorid-, Bromid- oder Iodidgruppen von einer organischen Verbindung. Dazu wird ein Elektronendonor, meist ein Metallion, und ein geeignetes Bakterium benötigt. Eine solche Reaktion kann zum Beispiel folgendermaßen aussehen:
4Fe2+ + 3H2O + R-Cl -> 4Fe3+ + 3OH- + H2 + R-H + Cl-
Die organische Substanz wird reduziert und die Chloridgruppe durch ein Wasserstoffatom ersetzt.
Mit Hilfe der reduktiven Dehalogenierung können teilweise Schadstoffe im Boden abgebaut, die unter anaeroben Bedingungen ansonsten persistent wären.[1] Dieses Phänomen wird in der Sanierung (Remediation) von verschmutzten Standorten bewusst gefördert.
Quellen
Literatur
- Christian Schlimm (1995): Reduktive Dehalogenierung chlorierter Kohlenwasserstoffe mit Metallen in wässrigen Medien, Dissertation, Univ. Frankfurt am Main, Verlag Shaker, 128 Seiten. ISBN 978-3-8265-0755-7
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