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Defäkogramm
Aus Kefk.
Defäkogramm oder Defäkografie ist ein Begriff aus der Medizin und bezeichnet die radiologische Untersuchung der Stuhlentleerung (Defäkation).
Dem Patienten wird peranal ein röntgendichtes Kontrastmittel appliziert, woraufhin er dann, unter Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen, aufgefordert wird, den Enddarm zu entleeren. Die aufgezeichnete Sequenz von Röntgenaufnahmen erlaubt eine Beurteilung der Motorik der Beckenbodenmuskulatur sowie eine Beurteilung von Aussackungen des Enddarmes, so genannter Rektozelen. Die Defäkografie hat in der Diagnostik von Schließmuskeldysfunktionen bei Stuhlinkontinenz und bei weiteren Dysfunktionen des Beckenbodens eine wichtige Bedeutung.
Als wesentliche Verbesserung der Röntgen-Defäkographie ist inzwischen an bestimmten Zentren die dynamische Kernspintomografie (MRT) des Beckenbodens etabliert. Dabei wird der Enddarm mit Wasser oder Gel gefüllt, dann werden Filmsequenzen des Beckens in sagittalen Bildebenen (seitliche Ansicht) aufgenommen. Der oder die Patient/in pressen und entleeren schließlich ihren Darm, die Funktion oder Fehlfunktion des Darms sind dabei anatomisch gut erkennbar. Spezielle Komplikationen wie Cystozele, Rektozele oder Enterozele, die Konsequenzen für die chirurgische Behandlung haben, werden dabei sicher erkannt.
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