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Deep Heat Mining Basel

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Deep Heat Mining Basel ist ein Projekt in Basel zur Energiegewinnung aus Erdwärme mittels Tiefenbohrung. Die dabei verwendete Technik bezeichnet man als Hot-Dry-Rock-Verfahren. Sie nutzt das beinahe unerschöpfliche Wärmereservoir der Erde zur Produktion von Wärme über einen geschlossenen Wasserkreislauf. Dabei wird zuerst Wasser zur Bildung der notwendigen Klüfte eingepresst. In die gewonnenen Hohlräume wird kaltes Wasser gepumpt, das Wasser erwärmt sich und wird zurück an die Oberfläche gefördert. Ein Wärmetauscher entzieht dem heißen Wasser dort seine Energie und führt sie der Gewinnung von Heizwärme oder Strom zu.

Die Anlage in Basel ist nach eigenen Angaben die weltweit erste, die das Hot-Dry-Rock-Verfahren zur kommerziellen Energiegewinnung einsetzen möchte. Der Standort Basel wurde wegen der besonderen tektonischen Lage gewählt. Basel liegt am südöstlichen Ende des Oberrheingrabens. Dieser ist die Nahtstelle zweier Kontinentalplatten, welche vor rund 40 Millionen Jahren auseinander zu driften begannen. Diese Aktivität klang vor rund 10 Millionen Jahren ab und führte zu einem breiten Graben und einer Absenkung von mehreren tausend Metern zwischen den Vogesen und dem Schwarzwald. Die Zerrung bewirkte im Gestein eine natürliche Zirkulation heißen Porengewässers. So lässt sich bereits auf einer Tiefe von fünf Kilometern Gestein finden, das mit 200 Grad Celsius für die Wärmegewinnung geeignet ist.[1]

Hervorgerufenes Erdbeben

Beim Einpressen von Wasser kam es im Dezember 2006 nicht nur zu den erwarteten kleineren Beben, sondern auch zu stärkeren, spürbaren Erdstößen bis zur Stärke 3,5 (lokale Richter-Magnitude). Größere Schäden entstanden nicht, jedoch wurde die Bevölkerung verunsichert. Das Projekt wurde gestoppt, und es entwickelte sich eine Diskussion über seine Fortsetzung. Die seismischen Erschütterungen sind bis zum Februar 2007 noch nicht abgeklungen. Am 6. Januar, 16. Januar und 2. Februar ereigneten sich weitere Beben mit Magnituden über 3.[2]

Experten für Geothermie äußerten in der Zeitung Die Welt, dass diese künstlich ausgelösten Erdbeben die Gefahr eines neuen Basler Erdbebens reduzieren könnten.[3]

Quellen

  1. Basel Projekt
  2. Basler Zeitung vom 2. Februar 2007
  3. Die Welt vom 9. Januar 2007

Weblinks

Wikipedia
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