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Deckname

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Ein Deckname dient dazu, eine wichtige Aktion oder die Identität einer Person zu verschleiern. Deswegen wird der Begriff in zweifacher Bedeutung verwendet:

Inhaltsverzeichnis

Decknamen als Codewort für Aktionen

Bei verdeckten Kommandoaktionen von Geheimdiensten oder bei schwierigen Militäroperationen kommt es oft darauf an, dass sie wegen ihrer Wichtigkeit dem Gegner oder der Öffentlichkeit möglichst lange verborgen bleiben sollen.
Da größere Operationen eine relativ lange Zeit der Vorbereitung benötigen, ist ein griffiger Deckname für sie auch für den Sprachgebrauch der Beteiligten angenehm.

Einige Beispiele aus 1941 bis 1944

Einige bekannte Beispiele aus dem Zweiten Weltkrieg sind:

Zur Wahl militärischer Decknamen

Dies führt zur Thematik weiter, wie die Namen solcher Operationen gewählt werden/wurden.

Einerseits gibt es Bezeichnungen, welche das Ziel oder die Motivation der Aktion in verschlüsselter Form ansprechen, wie am Beispiel Enduring Freedom für Afghanistan. Auch der Name „Rheinübung“ könnte so (als militärisches Freihalten des Rückens) gedeutet werden.

Andererseits sind Namen aus der Mythologie festzustellen, wie bei den Operation Greif, Neptune und anderen, oder Anspielungen auf die Geografie (Symbol Sonnenblume) bzw. Militärgeschichte (z. B. Operation Dragoon (1941) für Dragoner).

Persönliche Codenamen im Geheimdienst

Persönliche Code- oder Decknamen werden häufig in Geheimdiensten und beim Sammeln bzw. Weitergeben gemeindienstlicher Informationen verwendet. Gut in Erinnerung ist aus DDR-Zeiten der Begriff IM (Inoffizieller Mitarbeiter). Zur Tätigkeit als IM gehörte u.a. eine Verpflichtungserklärung, die Schweigepflicht gegenüber jedermann und die weitgehend freie Wahl eines Decknamens.

Dass die wahre Identität eines Informanten und insbesondere eines Agenten jenen Personen, die mit ihm/ihr kooperieren, im Regelfall nicht bekannt ist, gehört einerseits zur Effizienz der Tätigkeit, andererseits dient sie dem teilweisen Schutz der jeweiligen Person. Im Fall der Stasi hatten die Zentralstellen verschiedene Karteien, mit denen eine Zuordnung von Klarname, Deckname, Beruf usw. möglich war. In Bezug auf Datenbanken nennt man solche Vorgänge Verschneidung.

Die Tätigkeit eines Spitzels oder Denunzianten muss nicht an einen Decknamen gekoppelt sein. Im Gegenteil: vielfach hat sogar die Tatsache, dass eine unterdrückte Bevölkerung die möglichen Zuträger persönlich kennt, zur Angst und Einschüchterung durch sogenannte Blockwarte oder andere Informanten beigetragen.

Wenn Decknamen „auffliegen“, hat dies merkliche Folgen. So gelangte auf ungeklärte Weise eine Kopie der Stasi-Mob-Datei an die CIA, sodass der US-Geheimdienst die Klar- und Decknamen der HVA-Agenten wusste, die im „Mobilmachungsfall“ aktiviert werden sollten. Die Beschaffung hieß bei der CIA Operation Rosewood, die Datenauszüge wurden später als Rosenholz-Dateien bekannt.

Decknamen im politischen Widerstand

Auch politisch Verfolgte verwenden Decknamen. So nahm z. B. Herbert Frahm im Kampf gegen die Nationalsozialisten den Namen Willy Brandt an, unter dem er später Karriere machte.

Andere fingierte Namen

Auch Pseudonyme (Künstlernamen) sowie Nick- oder Benutzernamen im Internet sind fingierte Namen, die die wahre Identität einer Person verschleiern sollen.

Siehe auch

Wikipedia
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