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Dba (Fluggesellschaft)

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dba Luftfahrtgesellschaft
Bild:Dba-Boeing-ueber-Oberbayern-22.jpg
Gründung: 1992
IATA-Code: DI
ICAO-Code: BAG
Rufzeichen: Speedway
Sitz: München
Heimatflughafen: Flughafen München Franz Josef Strauß
Firmenstruktur: GmbH
Allianz: keine
Flottenstärke: 22
Ziele: vor allem national
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Die dba Luftfahrtgesellschaft mbH (früher Deutsche BA) war eine deutsche Linienfluggesellschaft mit Sitz in München. Die dba verstand sich als Billigfluggesellschaft, die trotz niedriger Preise nicht auf ein weitreichendes Serviceangebot verzichtete. Im August 2006 wurde sie von der Air Berlin aufgekauft und bis Ende März 2007 vollständig in deren Flugbetrieb überführt. Die Firma besteht jedoch weiter.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Delta Air

Im April 1978 wurde die Fluggesellschaft als Delta Air mit Sitz in Friedrichshafen vom Unternehmer Alfred Schopp gegründet. Die ersten Ziele waren Zürich und Stuttgart. Geflogen wurde mit einer DHC-6 Twin Otter. 1982 ging Delta Air eine Kooperation mit Crossair ein. 1988 folgte eine Kooperation mit der Deutschen Lufthansa. Immer mehr Flughäfen in Deutschland wurden angeflogen, u.a. Bremen, Frankfurt, Köln/Bonn und Berlin-Tempelhof. Als Flugzeuge kamen Maschinen des Typs Saab 340 zum Einsatz.

Deutsche BA

Bild:Dba B737-300 D-ADBQ.jpg
B 737-300 im Design der Deutschen BA

1992 kauften die British Airways und eine Bankgesellschaft Delta Air. Am 5. Mai wurde die Fluggesellschaft in Deutsche BA Luftfahrtgesellschaft mbh umbenannt, BA steht hierfür für British Airways. Die britische Fluggesellschaft versuchte damit, in den deutschen Markt einzutreten und gleichzeitig mit einem Zubringerdienst von allen deutschen Flughäfen aus seine internationalen Linienflüge von London aus zu stärken. Im selben Jahr kamen auch die ersten Boeing 737-300 hinzu. Innerdeutsch werden die Berlin-Flüge für die British Airways durchgeführt. 1993 übernimmt die Deutsche BA Charterflüge für deutsche Reiseveranstalter nach Griechenland, Spanien, Irland und in die Türkei. 1994 verlegt das Unternehmen den Hauptsitz und die Jettechnik zum neuen Münchener Flughafen. 1998 wird die Flotte vereinheitlicht und es werden nur noch Boeing 737-300 eingesetzt. Außerdem wurde das Design der Flugzeuge an das der British Airways-Flotte angepasst. Die Deutsche BA wird von den Lesern der Zeitschrift Capital zum zweiten Mal hintereinander zur günstigsten und pünktlichsten Airline sowie zur Airline mit dem besten Service gewählt. Seit dem Jahr 2000 fliegt die Deutsche BA auch Ziele in Spanien an. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2002 ändert die Deutsche BA ihr Geschäftsmodell und bietet als „Low Fare Airline“ günstigere Tarife an.

dba

Bild:Dba lineup 4 Flieger Januar 04.jpg
Vier Boeing 737 der dba auf dem Münchner Flughafen
Bild:Dba-Herz.jpg
Jeder Passagier erhält nach dem Flug ein Schokoladenherz.

Am 2. Juni 2003 verkauft British Airways seine Anteile an die Intro Verwaltungsgesellschaft für einen Euro. Das ursprüngliche Ziel, einen intensiven Zubringerdienst für die internationalen Linien ab London zu schaffen und einen profitablen Linienverkehr als Konkurrenz zu Lufthansa zu erreichen, wurde nicht erreicht. Vielfach wurde auch gesagt, dass British Airways sich zu wenig Zeit gelassen habe, das Konzept jedoch grundsätzlich richtig gewesen sei. Neuer Geschäftsführer wird der Textilunternehmer Hans Rudolf Wöhrl. Schon im April 2004 bekommt die dba mit Martin Gauss und Peter Wojahn neue Geschäftsführer, da Wöhrl in den Aufsichtsrat wechselt. Mit Hans Rudolf Wöhrl als Eigentümer hat die Fluggesellschaft im Geschäftsjahr 2004/2005 zum ersten Mal seit Ihrem Bestehen schwarze Zahlen geschrieben.

Vom 28. März bis zum 1. Juli 2005 beteiligte sich der Mitbewerber gexx mit 64% an der dba. In diesem Zeitraum wurden zwölf Fokker 100 und 15 Strecken der Germania Express (gexx) per Wetleasing (Flugzeug, Piloten, Flugbegleiter, Techniker) an die dba übertragen. Damit wurde dba mit 27 Flugzeugen und bis zu 180 täglichen Flügen zur drittgrößten deutschen Linienfluggesellschaft.

Im Februar 2006 verdoppelte dba ihr Eigenkapital auf jetzt 20 Millionen Euro. Hans Rudolf Wöhrl ist nun mit 59,9 Prozent durch die in seinem Besitz befindliche Intro Verwaltungs GmbH Haupteigentümer, Lutz Helmig (Gründer der HELIOS-Kliniken) erwarb über seine Aton GmbH 25,1 Prozent der Anteile. Die beiden dba-Geschäftsführer Martin Gauss (magau GmbH) und Peter Wojahn (PIWOH GmbH) sind mit jeweils 7,5 Prozent am Unternehmen beteiligt.

Am 17. Februar 2006 gab Wöhrl den Erwerb von 60 Prozent der LTU-Anteile bekannt. Beide Fluggesellschaften sollten nach Wöhrls Plänen beim Streckennetz eng kooperieren, dba sollte die nationalen, LTU die internationalen Ziele bedienen.

Wie Hans Rudolf Wöhrl, Mehrheitseigner der dba-Eigentümerin Intro Verwaltungs GmbH am 17. August 2006 bekannt gab, hat er die dba an die konkurrierende Fluggesellschaft Air Berlin von Joachim Hunold verkauft. Der Verkauf muss noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden. Der Kaufpreis soll, je nach Quelle, (netto) „einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag“[1] (FAZ) beziehungsweise 120 Millionen Euro[2] (Focus) betragen. Der Kaufpreis wird mit Barmitteln der Air Berlin bezahlt. Zusammen kämen beide Fluggesellschaften auf ein Passagieraufkommen von 20 Millionen Fluggästen. Das Unternehmen dba soll bestehen bleiben. Die dba-Geschäftsführer Martin Gauss und Peter Wojahn sollen das Unternehmen weiterführen. Die Flugpläne der beiden Gesellschaften werden mit dem Sommerflugplan 2007 aufeinander abgestimmt sein. [3] Die dba ist seit November 2006 im Air-Berlin-Tarifsystem integriert. Ab April 2007 verschwand die Marke dba vollständig.[4][5]

Flugziele

Die dba bedient hauptsächlich innerdeutsche Strecken zwischen Hamburg, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn, Leipzig, Dresden, Stuttgart, München, Münster/Osnabrück, Bremen, Karlsruhe, Nürnberg, Frankfurt sowie Nizza, Moskau, Thessaloniki, Athen, Rom, Rimini und Paris (Flughafen Paris-Orly).

Flotte

Bild:Dba B733 D-AGEA 20060512.jpg
Boeing 737-300 der dba

Die letze Flotte der dba bestand aus 10 Boeing 737-300 und einer 737-500 (Stand: November 2005). Durch die Übernahme der gexx-Maschinen Ende März 2005 kamen 14 Fokker 100 mit je 100 Sitzplätzen im sogenannten Wet-Lease dazu. Davon wurden mittlerweile drei Maschinen (zwei an die DEA (Dutch Antilles Express) und eine an Click Mexicana) verkauft. dba bestellte kürzlich bei Boeing 40 Maschinen der Typen Boeing 737-700 und -800. Bis Anfang April 2007 bekamen alle Flugzeuge die Air Berlin- Bemalung.

Boeing 737-300 Boeing 737-500 Fokker 100
D-ADIA Boeing 737-36Q OY-APL Boeing 737-5L9 D-AGPA Fokker 100
D-ADIB Boeing 737-36Q D-AGPC Fokker 100
D-ADIC Boeing 737-36Q D-AGPD Fokker 100
D-ADIG Boeing 737-3L9 D-AGPG Fokker 100
D-AGEA Boeing 737-322 D-AGPH Fokker 100
D-AGEB Boeing 737-322 D-AGPJ Fokker 100
D-ADII Boeing 737-329 D-AGPL Fokker 100
D-ADIF Boeing 737-3L9 D-AGPO Fokker 100
D-ADIH Boeing 737-3Y0 D-AGPQ Fokker 100
D-ADIJ Boeing 737-3M8 D-AGPR Fokker 100
D-AGPS Fokker 100

Die Boeing 737-300 mit den Kennungen D-AGEE, D-AGEG und D-AGEI wurden an TUIfly verkauft. Des Weiteren wurde die D-AGEK wieder zurück an den Verleaser Germania zurückgegeben und wird selbst genutzt.

Basisdaten

Die dba beförderte 2005/2006 mit ihren 29 Flugzeugen rund 4,3 Millionen Passagiere und erzielte mit ihren 720 Mitarbeitern einen Umsatz von 404 Millionen Euro. Bis 2010 soll der Mitarbeiterstamm auf ca. 1200 Beschäftigte ausgebaut werden.

Quellenangaben

  1. faz.net – „Air Berlin kauft Konkurrenten DBA“ vom 17.08.2006
  2. FOCUS online – „Air Berlin schluckt Konkurrenten dba“ vom 17.08.2006
  3. IR-News airberlin.com – „Air Berlin übernimmt dba“ vom 17.08.2006
  4. aero.de: „Markenname dba verschwindet zum 1. April“
  5. airberlin "Aus dba wird Air Berlin - vom 19.03.2007

Weblinks

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