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Dave Gahan

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David "Dave" Gahan (* 9. Mai 1962 in Epping, Essex, England) ist Sänger und Frontmann der seit 1980 bestehenden Synthie-Pop-Band Depeche Mode.

Bild:Dave Gahan DM.jpg
Dave Gahan beim Autogramme schreiben

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Kindheit und Jugend

David Gahan wuchs in schwierigen Verhältnissen auf. Bereits kurz nach seiner Geburt trennten sich seine Eltern, zu seinem leiblichen Vater Len hatte er keinen Kontakt mehr. Mutter Sylvia heiratete ihren zweiten Ehemann Jack Gahan, der David und seine ältere Schwester Susan adoptierte und wie seine eigenen Kinder behandelte. Die Brüder Peter und Philip bereicherten kurz darauf die Gahan-Familie. Jedoch verstarb sein Adoptivvater als David 10 Jahre alt war. Wohl durch diese Schicksalsschläge beeinflusst rebellierte David in seiner Jugend. Er wurde kriminell, klaute Autos und trat der Graffiti-Szene bei.

Nach Abschluss der Schule versuchte Gahan, sich mit diversen Jobs über Wasser zu halten, bis er schließlich am Southend Art College, einer Kunsthochschule, angenommen wurde. Dort schloss er eine Ausbildung zum Designer ab.

Aufstieg mit Depeche Mode

Hauptartikel: Depeche Mode

1980 traf Gahan auf Vince Clarke, der gerade zusammen mit Andrew Fletcher und Martin Gore die Band Composition of Sound gegründet hatte. Zunächst übernahm Gahan Roadie-Tätigkeiten, später engagierte ihn die Band als Sänger. Kurz darauf benannte sich die Band in Depeche Mode um. Den Namen hatte Gahan vorgeschlagen, inspiriert durch das französische Modemagazin Dépêche Mode.

Nachdem die Band von Daniel Miller, dem Chef des Plattenlabels Mute, bei einem Konzert entdeckt wurde, ging alles sehr schnell. 1981 erschien das erste Album Speak & Spell, die dritte Single-Auskopplung Just Can't Get Enough erreichte in Großbritannien bereits Chartplatz 8. Mit der Single People Are People gelang Depeche Mode 1984 der internationale Durchbruch (u.a. Platz 1 in Deutschland), 1988 erreichte die Band ihren vorläufigen Höhepunkt, als sie im ausverkauften Pasadena Rosebowl Stadium vor über 75.000 Zuschauern das Abschlusskonzert einer 101 Auftritte umfassenden Welttournee gaben.

Dave Gahan heiratete 1985 Joanne Fox, von der er sich 1991 scheiden ließ. Zusammen haben sie einen Sohn, Jack. 1992 heiratete er in Las Vegas die Rockjournalistin Teresa Conway, von der er Mitte der 90er Jahre wieder geschieden wurde. Gahan lebt zurzeit mit seiner dritten Ehefrau Jennifer, deren Sohn (Jimmy) aus einer früheren Beziehung, den er adoptiert hat, und der gemeinsamen Tochter Stella Rose, die 1999 geboren wurde, in New York.

Persönliche Probleme

Bereits in den frühen 90er Jahren gab sich Gahan zunehmend den Drogen hin, er wurde Heroin- und Kokain-abhängig. Nach der kräftezehrenden Songs of Faith and Devotion-Tour 1993/94 (insgesamt 174 Konzerte in 14 Monaten) wuchsen die Spannungen innerhalb der Band. Gahan rutschte immer tiefer in den Drogensumpf, überfordert von den Problemen verließ ihn seine zweite Frau Theresa Conroy, die er 1992 geheiratet hatte.

Nach einem Suizid-Versuch (er schnitt sich die Pulsadern auf) wurde er in eine Entzugsklinik eingewiesen. Doch dort konnte ihm nicht geholfen werden, bereits nach wenigen Tagen wurde er wieder entlassen. Am 28. Mai 1996 spritzte er sich in einem Hotelzimmer einen Speedball, ein Cocktail aus Heroin und Kokain. Er war daraufhin für zwei Minuten klinisch tot, doch Notärzte konnten ihn wiederbeleben. Erneut kam er in eine Entzugsklinik, diesmal auf gerichtliche Anordnung für neun Monate. Diesmal schaffte er den Ausstieg und ist seitdem nach eigener Aussage clean. Die Band setzte daraufhin die Aufnahmen zum nächsten Album Ultra fort, das bereits 1997 erschien. Auf eine Tour wurde allerdings zunächst noch verzichtet.

Solo

Bei Depeche Mode war die Rollenverteilung immer klar: Dave Gahan war Sänger und Frontmann, Martin Gore schrieb die Songs. Doch nach seinen Drogen-Erfahrungen entdeckte auch Gahan die Lust am Songschreiben. Auf die Alben Ultra und Exciter schaffte es allerdings keiner seiner Songs. Deshalb entschied er sich dafür, ein Solo-Album zu veröffentlichen. Nach der Exciter-Tour ging er mit seinem Freund Knox Chandler ins Studio, 2003 schließlich erschien Paper Monsters. Im Anschluss ging Gahan auf Tour, auf der er seine neuen Songs, aber auch Depeche-Mode-Klassiker spielte. Anfang 2004 wurde die Tour-DVD Live Monsters veröffentlicht.

Bestärkt durch den Erfolg seines Soloalbums setzte Gahan durch, dass das nächste Depeche-Mode-Album Playing the Angel auch drei Songs von ihm enthielt: Suffer Well, I Want It All und Nothing's Impossible. Suffer Well wurde sogar als Single veröffentlicht und 2007 für den Grammy als "Best Dance Recording" nominiert.

Diskografie

Alben

  • Paper Monsters (2003)

Singles

  • Dirty Sticky Floor (2003)
  • I Need You (2003)
  • Bottle Living / Hold On (2003)
  • A Little Piece (Digital Download Single - 2004)

DVDs

  • Live Monsters (2004)

Weblinks

Wikipedia
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