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Das Geheimnis des verborgenen Tempels

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Filmdaten
Deutscher Titel: Das Geheimnis des verborgenen Tempels
Originaltitel: Young Sherlock Holmes
Produktionsland: USA, Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1985
Länge (PAL-DVD): 109 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Barry Levinson
Drehbuch: Chris Columbus
Produktion: Mark Johnson, Steven Spielberg, Frank Marshall
Musik: Bruce Broughton
Kamera: Stephen Goldblatt
Schnitt: Stu Linder
Besetzung

Das Geheimnis des verborgenen Tempels ist ein in Koproduktion zwischen den USA und Großbritannien entstandener Film aus dem Jahr 1985, eine Mischung aus Abenteuerfilm, Fantasy und Thriller. Unter der Regie von Barry Levinson und produziert von Steven Spielberg beschreibt er die fiktive erste Begegnung von Arthur Conan Doyles Romanhelden Sherlock Holmes und Doktor John Watson im Kindesalter.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

London Mitte des 19. Jahrhunderts zur Blütezeit des viktorianischen Englands. Der pummelige und mit einer dicken Hornbrille ausstaffierte Arztsohn John Watson aus der Provinz hat es nicht gerade leicht. Erst muss er mitten im Schuljahr seine alte Schule verlassen und auf das im Herzen der Hauptstadt gelegene Bromton-Internat wechseln und muss dann auch noch die Spötteleien seiner gleichaltrigen Kommilitonen ertragen. Lediglich der etwas distinguiert wirkende Sonderling Sherlock Holmes steht ihm hilfsbereit zur Seite. Holmes ist ein blitzgescheiter Student, lebt in Zwist mit seinen Eltern und liebt die gleichaltrige Elizabeth, welche seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel - dem verschrobenen Ex-Lehrer und Tüftler Waxflatter - in dessen Dachgeschosswohnung über der Schule wohnt.

Watson und der mit schneller Auffassungsgabe gesegnete Holmes werden schnell Freunde und beginnen, als Ermittlerduo in kriminalistischen Angelegenheiten aktiv zu werden. Eine Mordserie unter britischen Geschäftsleuten hält die Stadt in Atem. Doch wo die Polizei (vorrangig der dienstbeflissene Sergeant Lestrade) mit ihrem Latein am Ende ist, werden Holmes und Watson fündig und entlarven die Ramitep, einen ägyptischen Geheimbund von Fanatikern, als die Attentäter. Diese üben Rache für vor Jahren begangene blasphemische Grabschändung und verabreichen ihren Opfern per Blasrohr eine halluzinogene Droge, wodurch die Betroffenen in den Wahnsinn und im Anschluss daran in den Tod getrieben werden.

Nachdem Holmes und Watson selbst den Auswirkungen der Drogen entkommen, enttarnen sie schließlich den Anführer der Attentäter: es ist ihr Dozent Professor Rathe, welcher für Holmes zugleich als Mentor, Vaterersatz und Fechtlehrer fungiert. In einem gemeinschaftlichen Kraftakt gelingt es Holmes und Watson schließlich, die Ramitep und ihr geheimes Hauptquartier in einer hölzernen Pyramide zu vernichten und Rathe in die Enge zu treiben. In einem Fechtduell auf der vereisten Themse kann Holmes Rathe besiegen. Doch er muss einen hohen Preis zahlen: Elizabeth stirbt, nachdem sie von einer Pistolenkugel, die eigentlich für Holmes bestimmt war, getroffen wird.

Am Ende verlässt Holmes die Schule, da ihn dort zu viel an Elizabeth erinnert. Er will sich einer Ermittlerkarriere widmen und verabschiedet sich von Watson – aber nicht ohne das Versprechen, dass man sich wieder sehen werde.

Auszeichnungen

Der Film wurde im Jahr 1986 für die visuellen Effekte für den Oscar nominiert. Bruce Broughton gewann 1986 für die Filmmusik den Saturn Award; der Film wurde als Bester Fantasyfilm und für das Drehbuch von Chris Columbus für den Saturn Award nominiert. Der Film erhielt 1987 eine Nominierung für den Young Artist Award.

Hintergründe

  • Der Film wurde an Originalschauplätzen in England gedreht, u. a. auch in Oxford und der dortigen Universität. Für die Szenerie einer Winterlandschaft verwendete man Kunstschnee, welcher den Rasen in Oxford ruinierte. Produzent Spielberg erstattete jedoch die Kosten.
  • Die Filmeffekte wurden von George Lucas' Effektschmiede ILM kreiert. In einer Szene springt ein gläserner Ritter aus dem Fenster einer Kirche. Dieser Ritter war die erste menschenähnliche, in einem Film gezeigte CGI-Kreatur. Die Arbeit daran nahm ILM zufolge vier Monate in Anspruch.
  • Watson – Darsteller Alan Cox befand sich während der Dreharbeiten in der Pubertät und machte mehrere Wachstumsschübe durch. Dadurch war er gegen Ende der Dreharbeiten größer als vorher. Um ihn durchgängig gleichgroß aussehen zu lassen, wurde er entweder aus der Ferne aufgenommen, in Sitzposition, oder aber andere Mitwirkende mussten auf Emporen oder Stiegen stehen.
  • Für die Hauptrolle war einige Zeit lang Trevor Howard im Gespräch. Den von Brian Oulton verkörperten Master Snelgrove sollte ursprünglich Maurice Denham spielen.
  • In einer Szene ist eine an ein Fahrrad erinnernde Flugkonstruktion zu sehen, welche vor der Silhouette des Vollmondes vorbeifliegt. Dies ist eine Reminiszenz an Steven Spielberg und dessen Firma Amblin Entertainment, deren Logo das Fahrrad vor dem Mond ist. Die Szene selbst stammt ursprünglich aus dem Streifen E.T. – Der Außerirdische und ist eine der meistzitierten Szenen der Filmgeschichte. So wurde sie u. a. auch in Last Action Hero, Der Wixxer und Die nackte Kanone verwendet.
  • Das Markenzeichen von Regisseur Levinson ist der Schauspieler Ralph Tabakin, welcher in nahezu jedem seiner Filme auftritt. Hier wirkt er als Polizeibeamter mit.
  • Nach dem Ende der Credits gibt es noch eine Szene, in der zu sehen ist, dass Rathe den Showdown überlebt hat. Er kehrt in ein Gasthaus ein und nimmt ein Zimmer. Dabei unterschreibt er mit dem Namen Moriarty. Moriarty war in den Sherlock-Holmes-Romanen dessen Erzfeind.

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Das_Geheimnis_des_verborgenen_Tempels, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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