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Das Brot

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Das Brot ist eine Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert und lässt sich der Trümmerliteratur zuordnen. Die Geschichte spielt in der unmittelbaren Nachkriegszeit, in der Nahrung knapp war.

Eine Frau wacht eines Nachts von einem Geräusch auf und bemerkt, dass sich ihr Mann in die Küche geschlichen hat. Sie geht in die Küche und sieht, dass er sich eine Scheibe Brot abgeschnitten hat. Ihr Mann schämt sich, dass er an diesem Tag ungefragt eine Scheibe mehr als sie isst, und erklärt, er habe etwas gehört und nach dem Rechten sehen wolle. Weil sie ihn nicht beschämen will, versucht sie ihrerseits zu verbergen, dass sie seine Lüge erkannt hat, und tut weiterhin so, als wolle sie nur nach dem Geräusch sehen. Sie lässt sich auf ein verlegenes Gespräch ein, während beide zurück in ihr Bett gehen. Beim Einschlafen hört sie ihn heimlich kauen. Am nächsten Abend legt sie aus Mitleid eine Brotscheibe mehr auf seinen Teller, beide versuchen verlegen, sich nicht anzuschauen.


Literaturhinweis

Hans-Gerd Winter, in: Klassische deutsche Kurzgeschichten. Interpretationen, hrsg. von Werner Bellmann. Stuttgart: Reclam, 2004. S. 23-27.bbb

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