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Dampfstrahlpumpe

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Injektor einer Dampflokomotive
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Injektor nach Giffard

Dampfstrahlpumpen sind mit Wasserdampf angetriebene Pumpen, die als Speisepumpen für Dampferzeuger von Dampfkraftwerken und Dampflokomotiven eingesetzt werden. Wegen ihres unkomplizierten Aufbaus und bei einer Verfügbarkeit der notwendigen Dampfmenge wird die Dampfstrahlpumpe für den Fall, dass andere Pumpen ausgefallen sind, als Reserve auf Schiffen verwendet.

Prinzip

Der aus dem Kessel entnommene Dampf wird in eine Düse geführt, wo er eine hohe Austrittsgeschwindigkeit erreicht. Dabei wird Versorgungswasser eingesaugt und auf die Dampfgeschwindigkeit beschleunigt. Die Geschwindigkeit des Wassers wird in einer gegenüberliegenden Leitung durch abbremsen in statischen Druck umgewandelt, der höher ist als der Überdruck im Kessel. Das Wasser wird somit in den Kessel befördert. Dieser Vorgang ist nur deshalb möglich, weil der heiße Dampf dabei abkühlt und kondensiert. Damit wird die vorher investierte Verdampfungsenergie wieder frei und trägt mit zur Beschleunigung bei.

Einsatz bei der Dampflokomotive

Diese häufig auch unter der Bezeichnung "Injektor" bekannte Bauart einer Speiseeinrichtung unterteilt man in nichtsaugende und saugende Pumpen, je nachdem, ob das Wasser aus dem Tender der Pumpe zufließt oder von ihr angesaugt werden muss. Die erstgenannten Pumpen (Bauart Friedmann) sind etwas einfacher gebaut, sind jedoch bei der Dampflokomotive der Gefahr des Einfrierens ausgesetzt, da sie tiefer als der Tenderboden liegen müssen und daher meist unterhalb des Führerhauses angeordnet werden. Die saugenden Pumpen haben den Vorteil, dass sie besser zugänglich sind. Sie werden seitlich am Hinterkessel angeschraubt und sind daher vor Frostgefahr geschützt.

Zusätzlich ist bei den Strahlpumpen zu unterscheiden, ob sie mit Frischdampf arbeiten und daher jederzeit betriebsbereit sind, oder ob sie durch Abdampf betrieben werden und dann nur bei geöffnetem Regler gebraucht werden können. Die Dampfstrahlpumpen zeichnen sich durch einfachen Aufbau und sehr geringen Verschleiß aus, da sie, im Gegensatz zu den Kolbenpumpen, keine beweglichen Teile besitzen. Das zu fördernde Wasser muss allerdings eine hinreichend niedrige Temperatur für den zuverlässigen Betrieb der Pumpe besitzen.

siehe auch Injektorpumpe

Persönliche Werkzeuge