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DNA-Analysedatei

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Die DNA-Analysedatei (DAD) ist eine 1998 errichtete Verbunddatei aller Bundesländer und des Bundes, die vom Bundeskriminalamt zentral betrieben wird. Hier werden sowohl die DNA-Merkmalsmuster von Straftätern als auch von Tatort-Spuren registriert und abgeglichen. Der DNA-Beweis ist heute das erfolgreichste kriminalistische Instrument bei der Identifizierung von Tätern und der Zuordnung von Tatspuren.

Anfang 2006 waren mehr als 400.000 DNA-Datensätze mit genetischen Fingerabdrücken gespeichert. Jeden Tag kommen etwa 200 bis 300 Datensätze dazu.

Im polizeilichen Bereich werden (in Deutschland üblicherweise die bei den Landeskriminalämtern angesiedelten) Laboratorien damit beauftragt, aus DNA-Proben die für die Identifizierung wichtigen Teile herauszufiltern und der polizeilichen DNA-Datenbank zu Verfügung zu stellen, die dann unbekannte DNA-Profile (etwa von Tatortspuren oder unbekannten Leichen) mit gespeicherten DNA-Profilen von bekannten Personen vergleicht. Die bekannten Profile stammen von Straftätern, bei denen man durch Mundhöhlenabstrich (freiwillig) oder Blutprobe (wenn die Person ein Eindringen in eine Körperöffnung verweigert) eine biologische Probe genommen hat.

Im internationalen Vergleich ist die Größe der deutschen DNA-Analyse-Datei beim Bundeskriminalamt klein im Vergleich zu den USA (mehr als vier Millionen gespeicherte DNA-Profile) oder Großbritannien (mehr als drei Millionen Datensätze).

In den vergangenen Jahren wurden die meisten DNA-Profile in Großbritannien ermittelt und in der UK National DNA Database gespeichert. Dies kann möglicherweise damit erklärt werden, dass es mit Alec Jeffreys von der Universität Leicester ein Engländer war, der als erster die Möglichkeiten der DNA-Analyse beschrieb.

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