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DBAG Baureihe 189

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<tr><td valign="top" colspan="2"></td></tr><tr><td valign="top">Nummerierung:</td><td>189 001 - 100</td></tr><tr><td valign="top">Anzahl:</td><td>100</td></tr><tr><td valign="top">Hersteller:</td><td>Siemens</td></tr><tr><td valign="top">Baujahr(e):</td><td>2003</td></tr><tr><td valign="top">Achsformel:</td><td>Bo'Bo'</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>1.435 mm</td></tr><tr><td valign="top">Länge über Puffer:</td><td>19.580 mm</td></tr><tr><td valign="top">Dienstmasse:</td><td>87 t</td></tr><tr><td valign="top">Radsatzfahrmasse:</td><td>21,75 t</td></tr><tr><td valign="top">Höchstgeschwindigkeit:</td><td>140 km/h</td></tr><tr><td valign="top">Stundenleistung:</td><td>4.500 kW (1,5 kV=)
6.000 kW (3 kV=)
6.400 kW (15 kV/25 kV~)</td></tr><tr><td valign="top">Anfahrzugkraft:</td><td>300 kN</td></tr><tr><td valign="top">Leistungskennziffer:</td><td>73,6 kW/t</td></tr><tr><td valign="top">Stromsystem:</td><td>15 kV, 16,7 Hz ~
25kV, 50 Hz ~
1,5 kV =
3 kV =</td></tr><tr><td valign="top">Antrieb:</td><td>Tatzlager</td></tr><tr><td valign="top">Zugsicherung:</td><td>PZB 90, LZB</td></tr>
DBAG Baureihe 189
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort DBAG_Baureihe_189, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Die Baureihe 189 ist eine elektrische Mehrsystemlokomotive der Deutschen Bahn AG. Sie ist in allen vier in Europa üblichen Bahnstromsystemen einsetzbar und gilt deshalb als die die erste echte Universallok in Europa. Die Lokomotiven entsprechen der Siemens-Baureihe EuroSprinter ES 64 F4. Eigentümer der Lokomotiven ist die Railion Deutschland AG.

Technik

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Maschinenraum der Baureihe 189
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Wahlschalter für Spitzen- und Schlusssignal (links)

Die Lokomotiven werden mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h hauptsächlich vor Güterzügen eingesetzt, sie sind jedoch auch mit Zugsammelschiene für die Versorgung von Reisezügen mit elektrischer Energie ausgestattet. Neben der Fähigkeit, unter allen vier in Europa heimischen Stromsystemen auf Normalspur zu fahren, besitzt die Lok eine anpassbare, LED-basierende Beleuchtung, mit der jede beliebige Beleuchtungsanordnung für die diversen europäischen Bahnnetze darstellbar ist. Für die verschiedenen Bahngesellschaften können die jeweils erforderlichen Zugsicherungssystem-Komponenten als „Paket“ installiert werden.

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Der Führerstand

Die Lokomotiven haben eine elektrische Bremse und Scheibenbremsen. Die Bremsscheiben sind direkt auf den Radscheiben anbebracht. Der ölgekühlte Transformator ist unterflur angeordnet, während er in der herkömmlichen Bauweise im Lok-Kasten untergebracht war. Dadurch wurde im Lokkasten ein durchgehender Mittelgang zwischen den Führerständen ermöglicht. Beiderseits des Mittelgangs befinden sich die Stromrichter-Gestelle. Je ein Stromrichtersatz versorgt die Fahrmotoren eines Drehgestelles. Er besteht aus Gleichrichtern sowie jeweils drei Motorstromrichtersätzen. Zur Glättung der Zwischenkreis-Gleichspannung sind Stützkondensatoren und Saugkreisdrosseln vorhanden. Mit diesen wird die Sekundärspannung des Transformators zuerst in Gleichstrom umgewandelt. Die zeitlich versetzt taktenden Motorstromrichter formen den Gleichstrom in Drehstrom um und versorgen die Fahrmotoren einzeln. Dadurch können diese auch einzeln geregelt und der Reibwert Rad-Schiene optimal ausgenützt werden.

Die Stromrichter ermöglichen zusammen mit der elektrischen Bremse auch eine Bremsstrom-Rückspeisung mit einer Bremsleistung von theoretisch 6,4 MW. Die Bremskraft ist aber aus Gründen der Entgleisungssicherheit auf 150 kN begrenzt.

Weitere hauptsächliche Baugruppen im Maschinenraum sind die Fahrmotor- und die Stromrichter-Lüftertürme. Die Fahrmotoren befinden sich direkt an den je zwei Radsätzen in den zwei Drehgestellen.

Einsatz

Bild:189 Königswinter.JPG
189 095 vor einem Güterzug in Königswinter am Rhein

Im April 2006 erhielten die ersten Lokomotiven ihre Zulassung für die grenzüberschreitende Strecke Bad SchandauDěčín (Elbtalbahn). Damit kommen die Lokomotiven erstmals auch unter einer Fahrleitungsspannung von 3 kV Gleichstrom zum Einsatz. Einschränkungen bestehen jedoch noch hinsichtlich Höchstgeschwindigkeit (100 km/h), der Anzahl einsatzfähiger Fahrmotoren (mindestens drei) und des Verbots des Betriebs der Widerstandsbremse.

Noch im selben Jahr hat die DB AG der Siemens/Alstom den Auftrag erteilt, 26 Lokomotiven der Baureihe 189 mit ETCS auszurüsten. Damit die Loks auch in den Niederlanden fahren können bzw. dürfen, sollen sie noch zusätzlich das niederländische Zugsicherungssystem ATB bekommen. Da Railion, momentaner Eigentümer der 189, auch in den Niederlanden vertreten ist, kann der Lokwechsel bei grenzüberschreitenden Einsätzen in die Niederlande entfallen. Die Betuwe-Route, auf der dann auch die BR 189 verkehren wird, ist Teil der geplanten Zugverbindung Rotterdam (NL)–Genua (I).

Siehe auch

Liste aller Triebfahrzeugbaureihen der Deutschen Bahn AG

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