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Dục Đức

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Kaiser Dục Đức (eigentlich Nguyen Phuoc Ung Chan, * 1852; † 30. Juli 1883) war der 5. Kaiser der vietnamesischen Nguyễn-Dynastie und regierte nur 3 Tage lang vom 20. Juli bis zum 23. Juli 1883.

Dục Đức war ein Neffe des kinderlosen Vorgängers „Tự Đức“ und wurde von diesem mit zwei Jahren adoptiert. Als sein Vorgänger Tự Đức verstarb, befand sich Vietnam in einer Krise: Einerseits stand es unter dem Druck Frankreichs, andererseits unter dem der mächtigen Mandarine, die dem Anspruch der Himmlischkeit des Kaiserhauses nachsinnten.

Dục Đức war zudem nicht unumstritten: Sein Umgang mit Spielern oder Künstlern galt als untraditionell. Nicht einmal Tu Duc hatte ihn als Nachfolger erwünscht. Doch Tự Đứcs Witwe „Tự Đứ“ und auch die Regenten „Nguyen Van Tuong“, „Ton That Thuyet“ und „Tran Tien Thanh“ befürworteten seine Krönung. Bei der Verlesung des Testaments sollte deshalb Tự Đứcs Wunschkandidat, „Kien Phuc“, verschwiegen werden. Als Dục Đức jedoch zu seiner Inthronisation am 20. Juli seine unkonventionellen Freunde einlud, erregte sich der Mandarin Ton That Thuyet so sehr darüber, dass er das Testament vollständig verlas.

Dies führte zu choatischen Zuständen, so dass die Zeremonie abgebrochen wurde. Als Dục Đức zudem herausfand, dass der Regent Nguyen Van Tuong mit der kaiserlichen Konkubine „Hoc Phi“ ein Verhältnis hatte, brach die Situation völlig zusammen.

Dục Đức wurde daraufhin in einem kurzfristig angelegten Prozess vielerlei Taten schuldig gesprochen und am 23. Juli ins Gefängnis geworfen, wo er sieben Tage später durch Verhungern verstarb.

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