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Curb
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Als Curb bzw. Curbs (US-Schreibweise) oder Kerbs (britische Schreibweise) bezeichnet man die Randsteine, die auf einer Rennstrecke die Fahrbahn vom Grünstreifen, den Auslaufzonen oder dem Kiesbett abtrennen. Der Begriff wird meist im Plural verwendet und leitet sich vom englischen Verb to curb (einschränken oder zügeln) ab. Ihren Ursprung haben Curbs im normalen Straßenverkehr, wo Rand- oder Bordsteine zum Teil ähnliche Funktionen erfüllen, allerdings trennen sie dort die Fahrbahn weitaus strikter und unvermittelter vom Rand ab als Curbs auf Rennstrecken. Häufig werden Curbs aus Beton gefertigt und zweifarbig quergestreift lackiert, damit der Rennfahrer den Fahrbahnrand schon von weitem erkennen kann.
In der Regel sind sie schräg ansteigend angeordnet, um das Fahrzeug abzublocken, damit es nicht aus der Spur gerät und Schmutz auf die Strecke mitnimmt oder gar über die Fahrbahn hinausgetragen und unkontrollierbar wird. Die Ideallinie auf einer Rennstrecke kann aber durchaus die Curbs einbeziehen, wenn sie flach genug sind, um das Fahrzeug nicht zu destabilisieren. In manchen Streckenteilen (z. B. Schikanen, wo Abkürzen unerwünscht ist), werden die Curbs so steil angeordnet, dass sie kaum überfahrbar sind und der Fahrer den Wagen somit auf dem Asphalt halten oder über die Curbs springen muss.
Auch vor einer Kurve werden auf vielen Strecken schon Curbs platziert, um dem Fahrer die Aufgabe zu erleichtern, den optimalen Bremspunkt zu finden. Da die Curbs meist höher als die Fahrbahn oder selbst in Wellen-oder Sägezahnform uneben sind, kann der Fahrer spüren, ob er sich schon am Rand der Strecke befindet. Teilweise werden dafür statt Curbs auch „Rattersteine“ in den Streckenrand eingearbeitet. Auf der Nürburgring-Nordschleife finden sich Beispiele für beides, ebenso für sehr steile Curbs im normalen Streckenverlauf (ohne Schikanen). Beim Umbau 1970 wurden dort erstmals Curbs verbaut; als Teil der von der Formel 1 geforderten Sicherheitsmaßnahmen. Vorher waren Curbs in der heutigen Form auf Rennstrecken weitgehend unbekannt.
Durch fehlende Curbs gab es in verschiedenen Fällen schwere Unfälle und Verletzungen. So wurden beim Großen Preis von Frankreich der Formel 1 auf dem Circuit de Charade im Juli 1972 durch das „Schneiden“ der Curb-losen Kurven Kieselsteine vom Streckenrand aufgewirbelt, die zu zehn Reifenschäden und zur teilweisen Erblindung des Rennfahrers Helmut Marko führten.
Zur optischen Abhebung von der Fahrbahn werden unterschiedliche Farbkombinationen bei der Lackierung der Curbs gewählt; häufig rot-weiss oder blau-weiss, in Spanien auch gerne gelb-rot in Anlehnung an die Nationalfarben. Die Lackierung reduziert allerdings in der Regel den Reibwert der Curbs, vor allem bei Nässe, so dass das Überfahren mit Verlust der Traktion einhergehen und zu unerwünschten Fahrzeugbewegungen führen kann. Bei nicht permanenten Rennstrecken werden auch mobile (in den Asphalt genagelte) Curbs verwendet, die die Fahrbahn begrenzen und den Streckenverlauf anzeigen. Hier werden zum Teil lackierte Beton-Bauteile, häufig aber auch durchgefärbte (meist rot-weisse) Kunststoff-Curbs verwendet.
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