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Cupuacu

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Bild:Offene Cupuacu.jpg
geöffnete Cupuacu Frucht

Cupuacu (Theobroma grandiflorum (Willd. ex Spreng.) Schum), ist ein Baum aus dem Amazonasgebiet, ein naher Verwandter des Kakao aus der Gattung Theobroma, der eine Höhe bis zu 20 m erreichen kann.

Von Januar bis Mai bringt der Baum große, dunkelbraune, etwa kürbisförmige Früchte hervor, die über 1 kg wiegen. Unter einer harten Schale bergen sie ein sehr wohlschmeckendes Fruchtfleisch, das auch zur Zubereitung von Süßspeisen, Kompotten und Speiseeis verwendet wird. Diese Frucht ist eine Haupternährungsquelle der Eingeborenen und Tieren gleichermaßen. Das Fett der Cupuaçu-Samen lässt sich zu Cupulate, einer schokoladeähnlichen Masse und zu einem kakaoähnlichen Getränk, verarbeiten. Im Vergleich zu Kakao hat Cupuacu bisher jedoch eher geringe kommerzielle Bedeutung in Europa.


Inhaltsverzeichnis

Die Pflanze

Der Cupuacubaum (botanisch Theobroma grandiflorum) gehört zur Gattung Theobroma die zur Familie Byttnerioideae gehört. Wild wachsend erreicht der Baum eine Höhe von 15-20 m, auf Plantagen ca. 8 m. Cupuacu ist in Brasilien und Peru weithin verbreitet. Erwachsene Bäume tragen dunkelbraune, zylindrische Früchte von ca. 25 cm Länge und 12 cm Durchmesser, mit einer harten Schale, die bis zu 1,5 kg wiegen können. Im Inneren befinden sich ca. 25-50 große Kerne die von dickem weißem Fruchtmark umgeben sind, welches ein säuerlich-süßes Aroma besitzt und sehr wohlriechend ist.

Anbau

Der Baum eignet sich sehr gut für einen Anbau in Mischkultur und ist aufgrund seiner vielseitigen Nutzbarkeit eine wichtige Alternative zum Anbau von Soja-Monokulturen. Viele Cupuaçu-Früchte kommen aus Wildsammlungen auf den Markt - eine Perspektive für die Bewohner des Regenwaldes, da ihnen der Verkauf der waldschonend gesammelten Früchte eine Lebensgrundlage bietet, die nicht mit Brandrodungen einhergeht.

Nutzung

Die Früchte wurden von jeher als primäre Nahrungsquelle genutzt, die Samen werden gegen Bauchschmerzen eingesetzt und der von Schamanen gesegnete Cupuaçu-Saft soll bei schwierige Geburten erleichternd wirken, die Cupuaçu-Butter wird, wegen ihrer antibakteriellen Wirkung zur Wundheilung verwendet, in der Körperpflege ist sie geschätzt wegen ihren hohen Anteil an Phytosterolen, Vitamin E und wegen ihres Duftes. Die Cupuaçu-Schokolade, auch „Cupulate“ in Brasilien genannt, hat eine große Bedeutung in der in der Küche Amazoniens, sie kann zur Herstellung von Fruchtsaft, Pralinen, Eis, Cremes, Gelees und Torten benutzt werden.

Zwar wurde schon in den 1940er Jahren die Verarbeitung der Cupuaçu-Nüsse in der Literatur beschrieben.1985 entwickelte das öffentliche Forschungsinstitut „Embrapa Amazônia Oriental“ in Belém ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Cupulate, dessen Beschreibung auch 1990 veröffentlicht wurde. Trotzdem versuchte ein japanisches Lebensmittelkonzern (Asahi Foods, Kyoto) Cupuacu in Japan, USA und Europa als Warenzeichen eintragen zu lassen und beantragte ein Patentschutz für die Verarbeitung des ölhaltigen Samens zu Cupulate.

Da die Cupuaçu eine ,außerhalb Amazoniens, wenig bekannte Pflanze mit großem Potential für die Weltmärkte ist, gilt ihre Vermarktung als ein klassisches Beispiel für Biopiraterie, der Privatisierung genetischer Ressourcen und die Ausbeutung traditionellen Wissens. Weitere Beispiele sind Açaí (Euterpe precatoria), Andiroba (Carapa guianensis Auble), Copaíba (Copaifera sp.) oder Ayahuasca (Banisteriopsis caapi).

Weblinks

Wikipedia
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