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Culitzsch
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Culitzsch ist ein Ortsteil von Wilkau-Haßlau im Landkreis Zwickauer Land in Sachsen.
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Geographie
Geografische Lage
Das Dorf liegt am Fuße des Erzgebirges an der alten Verbindungsstraße zwischen Wilkau und Kirchberg nahe der Grenze zum Vogtland.
Höchster Punkt ist der 396 m ü. NN gelegene Pompersberg im Süden des Ortes. Im Westen erstreckt sich der Plotzschgrund, ein Naherholungsgebiet für die Zwickauer und deren Umgebung.
Seit Ende der dreißiger Jahre durchschneidet die A 72 den Ort und quert mit einer Brücke das Niederdorf.
Geologie
Gelegen zwischen Kirchberger und Planitzer Granitsockel bildet den Untergrund für den Bergrücken von Bauersberg und Pompersberg Schiefergestein.
Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden waren vor den Gebietsreformen im Norden Wilkau, im Westen Cainsdorf und Rottmannsdorf (heute beide nach Zwickau eingemeindet) im Süden Niedercrinitz (heute zu Hirschfeld gehörend) und im Osten Cunersdorf (nunmehr Kirchberg zugeschlagen).
Gliederung
Der Ort besteht aus dem Niederdorf mit der Siedlung am Plotzschgrund, dem Oberdorf und der Siedlung am Hochwald, an der Talstraße, der neuen Verbindung zwischen Wilkau-Haßlau und Kirchberg, an der früher der Haltepunkt Culitzsch der Schmalspurbahn von Wilkau-Haßlau nach Rothenkirchen lag.
Geschichte
Culitzsch ist slawischen Ursprungs, was sich bereits aus seinem Namen erschließen lässt. Ungeklärt ist die Hypothese einer Quellmuldensiedlung, denn die Westseite des Ortes erinnert eher an ein Waldhufendorf. Am heutigen Standort der Kirche soll sich eine slawische Siedlung befunden haben.
Der Ort wurde um 1250 besiedelt. 1288 wurde er erstmals urkundlich erwähnt unter dem Namen Culicz. 1463 und 1544 wurde der Name des Ortes als Gulitzsch geschrieben, was sich in der Aussprache der Einheimischen kaum von der heutigen Schreibweise unterscheidet. Erst 1610 ist der Ortsname in der heute gebräuchlichen Schreibweise zu finden. Culitzsch bedeutet "Ort des Clojek" (Clojek ist der Name eines slawischen Siedlers).
Um 1300 stiftete Papst Clements V. eine Wallfahrtskirche zu Culitzsch. Diese Kirche stand vermutlich in der Mitte des Dorfes. Sie wurde durch Brände zerstört und 1770 abgerissen. Am 29. Mai 1770 erfolgte die Grundsteinlegung für die Laurentiuskirche. Sie wurde 1773 eingeweiht.
Im Jahre 1560 erbaute man das erste Schulhaus, das bei einem Brand vernichtet wurde. Die Gemeinden Culitzsch und Wilkau errichteten 1671 gemeinsam eine neue Schule, die ebenfalls abbrannte. Der 1771 erbaute Schulbau blieb bis in die Gegenwart erhalten. Im Jahre 1899 wurde eine neues Schulgebäude erbaut und 1900 eingeweiht. Es wird gegenwärtig nicht mehr als Schule genutzt. Ein eigens für den Zweck gegründeter Verein bemüht sich rege, das Gebäude einer zweckmäßigen Nutzung wieder zuzuführen.
Culitzsch war seit Gründung ein Bauerndorf. Nach Beginn des Zwickauer Steinkohlenbergbaus und Aufschwung der Eisenindustrie durch die Königin-Marienhütte im benachbarten Cainsdorf war im 19. Jahrhundert auch in Culitzsch ein Aufschwung zu verzeichnen. Arbeiter siedelten sich im Ort an. Im Jahre 1899 erbaute Faul Kiesel aus Wilkau an der Plotzsch eine Fabrik, in der Strickmaschinen aufgestellt wurden. Die späteren Inhaber waren Heinz und Riedel. Bis 1956 produzierte die Firma Ernst Kästner, später war er ein Teilbetrieb des VEB Plauener Spitze. 1991 wurde die Produktion eingestellt.
1999 wurde Culitzsch nach Wilkau-Haßlau eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
In seinen besten Zeiten nach dem Kriege hatte Culitzsch fast 1500 Einwohner, heutzutage dürfte die reichliche Hälfte der Zahl geblieben sein.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Laurentiuskirche mit einem Altar von Peter Breuer
- Plotzschgrund mit Schauersbrünnl (von ortsunkundigen als Jägerbrünnlein bezeichnet) und Froschteich, deren Wasser über den Rödelbach in die Zwickauer Mulde fließt
Sport
- Moto-Cross-Strecke des MC Culitzsch, der seinen Ursprung allerdings in der Gemeinschaft der Motersportler der Region hat und im Ort durch die geschaffene Strecke sein Domizil gefunden hat
- Herbertbad an der Ortsgrenze zu Wilkau
Koordinaten: 50° 40' N, 12° 31' O
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