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Großfrüchtige Moosbeere
Aus Kefk.
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| Botanischer Name | ||||||||||||
| Vaccinium macrocarpon | ||||||||||||
| Ait. |
Die Großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon), auch Amerikanische Cranberry, Kranbeere oder Kranichbeere wegen ihrer Blüte genannt, ist eine Beerenstrauchart in der Gattung der Heidelbeeren (Vaccinium) aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).
Die Kranbeere stammt aus Nordamerika. Ihre Früchte werden in den USA, vor allem in Neuengland, großflächig angebaut und vermarktet. Unter anderem gelten sie als unverzichtbarer Bestandteil des Thanksgiving-Menüs. In Deutschland befindet sich die Kranbeere häufig unter dem falschen Namen „Kulturpreiselbeere“ im Handel, schmeckt aber deutlich anders als Preiselbeeren. Sie ist herb und sehr sauer.
Inhaltsverzeichnis |
Verbreitung
Die natürliche Heimat der Kranbeere liegt in Hochmooren im östlichen Nordamerika; das Verbreitungsgebiet reicht von Neubraunschweig und Neufundland in Kanada südlich bis zu den US-Bundesstaaten North Carolina, Tennessee und Virginia.
Die Art wurde in mehreren Mooren Deutschlands als Neophyt eingebürgert.
Beschreibung
Die Kranbeere wächst als Strauch, der sich am Boden kriechend ausbreitet und bis zu einen Meter lange Wurzeln und Ranken ausbildet. Die Blätter sind 1 bis 2 cm lang; sie sind länglich-eiförmig und laufen spitz zu. Die Blüten sind rosa-weiß mit stark zurückgeschlagenen Kronblättern. Die Früchte sind in der Größe vergleichbar mit kleineren Kirschen. Die reifen Früchte sind leuchtend rot gefärbt.
Ernte
Spektakulär ist die Ernte im kommerziellen Anbau: die Felder werden geflutet und danach werden die Kranbeeren mit Hilfe spezieller Maschinen vom Busch abgeschüttelt; anschließend werden die reifen, obenauf schwimmenden Früchte eingesammelt (siehe Bild).
Die vier Luftkammern in der Beere haben neben dem Auftrieb bei der Ernte noch einen weiteren Nutzen: Die intakten Luftkammern hochwertiger Beeren lassen diese wie einen Ball hüpfen. Minderwertige Früchte tun dies nicht, sodass bereits 1881 Maschinen entwickelt wurden, die dafür sorgen, dass hochwertige Früchte über eine Barriere springen. Diese werden als ganze Früchte verkauft. Weiche Früchte werden dagegen zu Kompott oder Saft (zum Beispiel für eine Verwendung in Erfrischungsgetränken) verarbeitet.
Medizinische Bedeutung
Kranbeeren enthalten starke Antioxidantien[1]. Die in verschiedenen Studien nachgewiesene Wirksamkeit von Cranberrysaft zur Vorbeugung von Mund-, Magen- und Harnwegsinfektionen beruht nicht auf einer bakteriostatischen Wirkung[1], sondern auf der Eigenschaft bestimmter Inhaltsstoffe, Bakterien an der Bildung eines Biofilms zu hindern. Darüber hinaus scheiden Personen, die den Saft trinken, vermehrt Salizylsäure aus, welche entzündungshemmend wirkt[1].
Inzwischen ist in klinischen Studien nachgewiesen, dass Kranbeeren und ihr Saft wirksam zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen u. a. mit Escherichia coli sind. Eine Wirksamkeit bei einer bereits bestehenden Infektion konnte noch nicht gezeigt werden. Als wirksamer Bestandteil kommen sowohl Proanthocyanidine als auch 1-O-Methylgalactose, Prunin und Phlorizin in Frage[1][1][1][1].
Die Wirksamkeit bei Mundinfektionen mit Streptococcus mutans beruht auf einer Hemmung der Biofilm-Produktion[1]. Kranbeeren sind nicht wirksam gegen Besiedlung mit Bakterien in den Stirnhöhlen oder im Darm[1].
Sonstiges
Es sind über 100 Sorten der Kranbeere bekannt, teils mit dunkelrot bis schwarz gefärbten Früchten.
Literatur
- Karl Stoll, Ulrich Gremminger: Besondere Obstarten. Vom Reichtum seltener, südländischer und wildwachsender Früchte. Eugen-Ulmer-Verlag, Stuttgart 1986, ISBN 3-8001-6186-9
Quellen
Weblinks
- Cranberry-Informationszentrum
- Studie: Kranbeeren können Gefäße bei Arteriosklerose wieder elastisch machen bei wissenschaft.de
- Kranbeeren machen Darmviren den Garaus bei wissenschaft.de
- Kariesschutz mit Kranbeeren bei stern.de
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