Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Coupé

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Disambig-dark.svg Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Diese Seite beschäftigt sich mit dem Fahrzeug Coupé. Für eine Beschreibung der gleichnamigen Aktion beim Fechten, siehe Coupé (Fechten). Für die Erotikzeitschrift siehe Coupé (Zeitschrift)..
Bild:Audi 100 coupe h sst.jpg
Audi 100 Coupé S, ein klassisches Coupé mit B-Säule

Ein Coupé bzw. Kupee ist eine Sonderform der Limousine als geschlossenes Fahrzeug.

Gegenüber der Limousine haben als Coupé bezeichnete Fahrzeuge häufig keine B-Säule und dadurch ein in der Regel kürzeres, gewölbteres und auslaufendes Dach. Die fehlende B-Säule ist jedoch kein zwingendes Kriterium für ein Coupé. Insgesamt zeichnet sich ein Coupé durch fließende Linien aus.

In der engeren oder klassischen Definition sollte die C-Säule ohne Einknickung (Stufenheck) in das Heck auslaufen. Es sind maximal zwei Türen erlaubt und die Seitenscheiben der Türen sollten rahmenlos gefasst sein. Ein heutiges Fahrzeug darf sich jedoch dennoch als Coupé bezeichnen, selbst wenn es letztere Regeln verletzen sollte.

Coupés werden heute in Sportcoupés und Gran Turismos (GTs) unterteilt. Während das Sportcoupé von einer Serienlimousine abgeleitet wurde (z.B. Mercedes-Benz CL-Klasse) ist der Gran Turismo in der Regel eine vollständige Eigenentwicklung und von Anbeginn an als Coupé konstruiert (z.B. Opel GT).

Inhaltsverzeichnis

Herkunft des Begriffes

Der Name Coupé stammt von einer vierrädrigen Kutsche mit zwei Sitzplätzen in der Kabine, bei welcher der Fahrer weit vorne und außerdem draußen saß. Von der Seite betrachtet sah dieses Fahrzeug aus wie eine viersitzige Kutsche, bei der man den Teil, wo sich normalerweise die vorderen Sitzplätze befinden, abgeschnitten (franz.: coupé) hätte.

Begriffsentwicklung

Bild:Audi tt.jpg
Audi TT - Ein modernes Coupé, das unter die klassische Definition eines Coupés fällt.

Auch bei Kraftfahrzeugen wurden mit dem Begriff Coupé anfangs Fahrzeuge beschrieben, die im Gegensatz zu einer Limousine nicht vollständig geschlossen waren. Bei diesen saß der Chauffeur vorne im Fahrzeug ohne ein Dach im Freien, während die Fahrgäste hinten in einem geschlossenen Abteil Platz fanden. Ein Beispiel hierfür ist das Bugatti Royale Coupé "Napoleon".

In den 1950er Jahren wurde der Begriff Coupé für besonders sportliche oder exklusive Limousinen mit zwei Türen, aber auch für Sportwagen verwendet. Coupés hatten in dieser Zeit oft nur zwei Sitzplätze. Seit den 1960er und 1970er Jahren wurde der Begriff Coupé zunehmend für sportliche, zweitürige Limousinen, welche oft auch mit einem flach abfallenden Schrägheck ausgestattet waren verwendet. Diese Fahrzeuge verfügten meist über mehr als zwei Sitzplätze, jedoch waren die Sitzplätze auf der Rücksitzbank meist sehr beengt und daher wenig komfortabel.

Seit Anfang der 1990er Jahre werden Limousinen mit zwei Türen aus Gründen des Marketings oft als Coupé bezeichnet. So wird, als aktuelles Beispiel, die dreitürige Variante der Mercedes-Benz A-Klasse offiziell als Coupé bezeichnet, obwohl es sich hierbei um eine dreitürige Limousine handelt, die mit dem ursprünglichen Verständnis des Bergriffs "Coupé" nichts gemeinsam hat.

Erscheinungsformen heute

Ferrari unterscheidet traditionell zwischen Coupé und Berlinetta (ital. Verkleinerungsform von "Berlina"; dt. etwa: kleine Limousine). Alle Berlinettas von Ferrari sind Zweisitzer mit geschlossenem Cockpit.

Verallgemeinerungen des Begriffes

Der Begriff wird bisweilen für Fahrzeuge verwendet, die nicht in allen Kriterien mit der Definition eines Coupés übereinstimmen. Da der Begriff sehr positiv besetzt ist wird er von Automobilherstellern oft aus Marketing-Gründen benutzt. Ob diese Hybrid-Formen dann noch (oder schon) als Coupé bezeichnet werden können, ist umstritten.

Streitstand

Bild:Mercedes CLS C219.jpg
Der Mercedes-Benz CLS - Coupé oder nicht? Moderne Designs lassen sich mit dem klassischen Coupé-Begriff oft nicht mehr in Einklang bringen.

Heute definiert sich ein mit dem Begriff Coupé bezeichnetes Fahrzeug wesentlich dadurch, dass es gewisse Eigenschaften einer Limousine (Auto) (z.B. B-Säule) nicht aufweist. Neuere Design-Trends nähern moderne Limousinen aber im Bereich des äußeren Erscheinungsbildes oft immer mehr den heutigen Coupés an. So werden etwa die B-Säulen versteckt (Mercedes-Benz CLS) oder die Fond-Türen hinten angeschlagen (sog. Selbstmördertür, z.B. beim Mazda RX-8). Der ursprünglichen Definition eines Coupés entsprechen diese Fahrzeuge dann aber unstreitig nicht mehr. Aus Angst vor einer völligen Verwässerung des Begriffes lehnen viele es ab, solche Fahrzeuge als Coupés zu bezeichnen. Allerdings hat die Chevrolet Motor Company 1957 das berühmte "´57 Chevy Bel Air Coupe" als identisches, jedoch 4-türiges Fahrzeug angeboten - ohne B-Säule, mit zwei durchgehenden Sitzbänken und identischer Dachform; unter dem Namen "Bel Air - 4-door Coupe´".

Beispiele für coupé-ähnliche Fahrzeuge

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge