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Cossebaude
Aus Kefk.
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| Cossebaude, Mobschatz und Oberwartha (mit Gohlis, Neuleuteritz und Niederwartha) | ||
| Fläche: | 1.858 km² | |
| Einwohner: | 7.081 (1990) | |
| Bevölkerungsdichte: | 381 Einwohner/km² | |
| Postleitzahl: | 01156 (alt: 01462) | |
Cossebaude ist ein Ortsteil der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Mit den benachbarten Ortsteilen Gohlis, Neuleuteritz und Niederwartha bildet er die gleichnamige Ortschaft. Der rund 5.300 Einwohner zählende Ort liegt im Elbtal an der Bundesstraße 6 zwischen Dresden und Meißen am Rande der linkselbischen Täler. Der Name leitet sich aus dem slawischen ab und bedeutet so viel wie "Ziegenhütte".
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Steinbeilfunde in der Nähe der hiesigen Lochmühle bezeugen die Besiedlung dieses Gebietes schon um 8000 v. Chr.. In der Zeit der Völkerwanderung siedelten sich hier Slawen an. Im Jahre 1071 soll Cossebaude in der sogenannten Benno-Urkunde, benannt nach dem Meißner Bischof Benno, das erste Mal urkundlich erwähnt worden sein, was heute allerdings angezweifelt wird. Die geschützte südliche Hanglage in Cossebaude beförderte sehr schnell den Weinbau. Bereits 1269 wird die "Liebe Ecke" als Weinberg benannt. 1604 gelangt das Dorf in den Besitz des württembergischen Geheimrates Dr. Aichmann, der den Weinbau in der Gegend modernisiert; 1619 fiel Cossebaude dem sächsischen Kurfürsten zu. Eine bedeutende Rolle kommt Cossebaude in den letzten Jahren des Dreißigjährigen Krieges zu: Nachdem noch 1640 schwedische Soldaten den Ort überfielen und verwüsteten, fanden 1645 in Cossebaude die ersten Friedensverhandlungen zwischen Sachsen und Schweden im Gasthof "Zum Schwarzen Bären" statt, die im gegenüberliegenden Kötzschenbroda fortgesetzt werden und dort ihren Abschluss finden.
Anno 1715 wird der gelehrte Bauer von Cossebaude, Johannes Ludewig, geboren, eine lokale Berühmtheit, die sich autodidaktisch vor allem in der Mathematik und Astronomie große Kenntnisse aneignet, sodass Ludewig exakt eine Sonnenfinsternis vorausberechnet. Sogar unter zeitgenössischen Wissenschaftlern erlangt er Bekanntheit.
Das Jahr 1891 bringt einschneidende Veränderung im Weinbau: Die aus Frankreich eingeschleppte Reblaus vernichtet einen Großteil der Weinstöcke in Cossebaude. Ersatzweise werden auf den gerodeten Flächen Obstbäume angepflanzt. Deren Blütezeit bescheren dem Ort bis Mitte des 20. Jahrhunderts regelmäßig im Frühjahr Besucherströme aus Dresden und der Region zur "Cossebauder Baumblut". Im Jahr 1900 wird Erna Berger im Gebäude des Cossebauder Bahnhofes geboren. Sie gelangt später als Sängerin zu Weltruhm. Anfang des 20. Jahrhunderts gründet der aus Königsberg kommende Viktor Teschendorff eine Baumschule, die durch ihre Rosenzucht weltweite Anerkennung fand. Ein Enkel Viktor Teschendorffs ist der in Cossebaude aufgewachsene Dirigent Hartmut Haenchen. 1927 beginnt der Bau des Pumpspeicherwerkes Niederwartha, des weltweit ersten Kraftwerkes seiner Art. Das zugehörige Unterbecken liegt teilweise auf Cossebauder Flur und ist seit der Eröffnung des Werkes 1929 in einer großen Region bekannt als Stauseebad Cossebaude.
Im Jahr 1974 erfolgt die Eingemeindung der Nachbarorte Gohlis, Neuleuteritz und Niederwartha, 1994 folgt Oberwartha, erhält aber dabei den Status einer Ortschaft. Am 1. Juli 1997 wird Cossebaude zusammen mit seinen Ortsteilen als Ortschaft nach Dresden eingegliedert, jedoch wird Oberwartha aus Cossebaude wieder herausgelöst und als eigenständige Ortschaft nach Dresden eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
Die ersten Zählungen der Einwohner von 1607/1764 bezieht sich noch auf die Haushalte: So wurden 16 / 17 "besessene Männer", 9 / 10 Gärtner und 4 / 32 Häusler aufgelistet. Einwohnerzahlen sind erst ab dem 19. Jahrhundert angegeben: 1834 - 465, 1871 - 663, 1910 - 2887, 1950 - 4225 Einwohner.
Verkehr
Cossebaude liegt an der Bundesstraße B6. Der Bahnhof in Cossebaude und der Haltepunkt in Niederwartha befinden sich an der Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und Elsterwerda. Bis 1990 war Cossebaude an das Streckennetz der Dresdner Straßenbahn angeschlossen, es war die letzte Linie die ausschließlich mit Gothawagen bedient wurde. Heute verkehrt hier eine Stadtbuslinie (Niederwartha - Dresden). Cossebaude ist auch an den Bus-Regionalverkehr angeschlossen. Eine Fährverbindung vom Ortsteil Gohlis nach Radebeul-Serkowitz verband viele Jahre beide Seiten der Elbe, wurde jedoch eingestellt.
Weblinks
- Stadtteil-Site Cossebaude
- die-infoseiten.de - Cossebaude
- LHD Dresden - Stadtentwicklung und Umwelt
- LHD Dresden - Stadt, Verwaltung und Rat
- Jugendverein "Alte Feuerwehr" Cossebaude e.V
- Cossebaude.eu - Private Seite zum Ort
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Koordinaten: 51° 5′ 13" n. Br., 13° 38′ 20" ö. L.
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