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Cortes (Ständeversammlung)
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Die Cortes (Plural von corte (curia) span.: Hof, urspr. lat. cohors: Gefolge) war der Name der zeitweiligen Ständeversammlungen und später der Volksversammlungen in Portugal und Spanien. Legislative Institutionen (Parlamentskammern) führen heute den Namen der Cortes fort. Corte im Singular bedeutet auch Gerichtshof.
Die Cortes in Spanien
Cortes bestanden seit ca. 1180 in Léon, ca. 1212 in Kastilien, seit ca. 1215 in Katalonien, seit 1247 in Aragón, seit ca. 1283 in Valencia und seit ca. 1300 in Navarra. In Spanien und Portugal verloren die Cortes unter Königin Isabella I. von Spanien (RR 1474-1504) und ihrer Tochter Isabella von Spanien (1495-1498 Regentin von Portugal) viel von ihrem Einfluss als Landstände, da Macht und Befugnisse des Königshauses in dieser Zeit gestärkt wurden. In der Zeit des Absolutismus schwand die Macht der Cortes vollkommen. Die Cortes spendeten am 31. August 1811 den Ferdinandsorden. Während der napoleonischen Herrschaft in Spanien schufen die Cortes 1812 als Parlament die erste liberale Verfassung Spaniens und setzten diese ab 1814 um. Bis 1939 blieben die Cortes als gewähltes spanisches Parlament bestehen. Während der Diktatur Francisco Francos wurden sie aufgelöst. Seit 1978 sind die Cortes Generales in Spanien die gewählte Volksvertretung.
Die Cortes in Portugal
Die Cortes in Portugal bestanden seit ca. 1248. Die Macht der portugiesischen Cortes schwand jedoch mit dem Zuwachs der Machtfülle des portugiesischen Königshauses. Aufgrund der kolonialen Expansion konnte sich die Krone in Portugal schon früh finanzieller Unabhängigkeit erfreuen. Diese stärkte die Position des Königshauses gegenüber dem Adel. Die portugiesischen Cortes erließen 1821 eine liberale Verfassung. Die letzten portugiesischen Cortes traten nach dem Sturz der Monarchie 1911 zusammen, um die Verfassung zu verabschieden.
Übersicht der in Portugal abgehaltenen Cortes: pt:Lista_de_Cortes_em_Portugal
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