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Constructio ad sensum

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Constructio ad sensum (lat. "Konstruktion nach dem Sinn", auch constructio kata synesin oder Synese) ist die Bezeichnung für eine formal ungrammatische syntaktische Konstruktion, die gegen die Regeln der grammatischen Kongruenz verstößt, aber sinngemäß korrekt ist. Beispiele: "Er liebte das Mädchen und wollte sie heiraten" (formal richtig wäre: "... und wollte es heiraten"); "Der ganze Haufen stürzte auf ihn zu. Sie warfen ihn in heißen Teer und federten ihn dann".

Die constructio ad sensum tritt u.a. dann auf, wenn das grammatische Geschlecht eines Wortes (z.B. "das Mädchen", "das Weib") sich von dem natürlichen Geschlecht des damit bezeichneten Gegenstandes (bzw. der Person) oder wenn der Numerus von Pronomen und Verb (meist Plural) sich von dem des Substantivs, auf das sie sich beziehen (meist ein Kollektivum im Singular), unterscheiden. Sie kommt so häufig auch bei den angesehensten Schriftstellern vor, dass sie eher als stilistisches Mittel denn als Fehler zu gelten hat.

Literatur

  • Hermann Paul, Prinzipien der Sprachgeschichte, Niemeyer, Tübingen 10. Aufl. 2002. ISBN 3484220058
Wikipedia
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