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Columbushaus

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Bild:Potsdamer Platz 1945.jpg
Schwer beschädigtes Columbushaus (links) 1945

Das Columbushaus war ein neungeschossiges Büro- und Geschäftshaus im Berliner Stadtbezirk Tiergarten. Es wurde von 1930 bis 1932 von dem Architekten Erich Mendelsohn errichtet und lag am Potsdamer Platz auf dem Eckgrundstück zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Bellevuestraße.

Im Erdgeschoss waren Läden (unter anderem eine Woolworth-Filiale) und im ersten und neunten Obergeschoss ein Café-Restaurant untergebracht. Im zweiten bis achten Obergeschoss befanden sich Büroflächen. Dank einer Stahlskelettkonstruktion waren die Büroetagen fast stützenfrei und konnten mit nichttragenden Trennwänden fast beliebig unterteilt werden. Im Columbushaus gab es zum ersten Mal in Deutschland eine künstliche Belüftungsanlage. Während der Olympischen Spiele 1936 in Berlin beherbergte das Haus das Organisationskomitee der Spiele.

In den Kampfhandlungen der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude beschädigt, die tragenden Strukturen jedoch waren weitestgehend erhalten.

Bei dem Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953 geriet das Columbushaus in Brand und wurde 1961, so wie alle anderen Gebäude im zukünftigen Grenzbereich, im Zuge des Mauerbaus abgerissen

Am Standort des Columbushauses steht heute das Sony Center zusammen mit einem der beiden großen glasüberdachten Ausgänge des neuen Bahnhofs Potsdamer Platz.

Literatur

  • Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Industriebauten, Bürohäuser. [Berlin und seine Bauten, Teil IX.] Berlin: Wilhelm Ernst & Sohn, 1971. ISBN 3-433-00553-2

Weblinks

Koordinaten: 52° 30' 36" N, 13° 22' 34" O

Wikipedia
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