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Columbia University

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Columbia University
Bild:Columbia University-Wappen.png
Bild:Low Memorial Library Columbia University NYC.jpg
Präsident Lee C. Bollinger
Art privat
religiöse Zugehörigkeit keine
gegründet 1754
Ort New York, New York, USA
Studenten 20.222 (2006)
Alumni (Lebende) ca. 265.063 (2004)
Nobelpreise 81 (2006)
Beschäftigte ca. 9.349 (2004)
jährl. Haushaltsbudget 2,2 Mrd US-$ (2004)
Stiftungsvermögen 5,19 Mrd US-$
Campus-Umgebung städtisch

Die Columbia University (offiziell Columbia University in the City of New York oder Columbia Universität in der Stadt New York) zählt zu den ältesten Universitäten der USA und ist eine der renommiertesten dort. Diese Einrichtung ist älter als die Vereinigten Staaten selbst. Die Columbia University liegt in Morningside Heights, gleich nördlich von der Upper West Side, im New Yorker Stadtteil Manhattan. Sie ist Teil der Ivy League und Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten. Derzeit sind 20.222 Studenten eingeschrieben.

Das Motto der Universität ist "in lumine tuo videbimus lumen" (Ps. 35:10 in Vulgata; dt. "in deinem Licht werden wir Licht sehen").

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Columbia University wurde 1754 als King's College unter königlichem Erlass von König Georg II. gegründet. Es ist die älteste höhere Schule im Staat New York und die fünftälteste in den Vereinigten Staaten. Columbia gilt als eine der angesehensten Universitäten der Welt.

Im Juli 1754 fand die erste Vorlesung durch Samuel Johnson (1696 - 1772) in einem Gebäude, das mit der Trinity Church verbunden war, statt. Heute befindet sich dort der untere Broadway in Manhattan. Die Vorlesung wurde vor acht Studenten gehalten. 1767 wurde dem King's College gestattet, als erste amerikanische medizinische Hochschule den Doktor der Medizin zu verleihen.

Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg brachte der Schule 1776 eine achtjährige Aufhebung der Lehrtätigkeit. Zu den ersten Studenten und Kuratoren des King's College gehörte John Jay, der erste Chief Justice of the United States, Alexander Hamilton, der erste Finanzminister der Vereinigten Staaten und Robert R. Livingston, einer der fünf Männer, die die Unabhängigkeitserklärung entwarfen.

1784 wurde das College als Columbia College wieder eröffnet. 1849 zog das College vom Park Place, in der Nähe der heutigen City Hall, in die 49. Straße und Madison Avenue, wo es für die nächsten fünfzig Jahre verblieb. Während der letzten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts nahm das Columbia College die Züge einer modernen Universität an. Die Law School wurde 1858 gegründet und die ersten akademischen Vorlesung im Bergbau, als Vorgänger der heutigen Fu Foundation School of Engineering and Applied Science, wurden 1864 gehalten. Das Barnard College, das zunächst nur Frauen vorbehalten war, wurde an Columbia 1889 angegliedert. Die Medical School wurde 1891 unter die Schirmherrschaft der University gestellt, gefolgt vom Teachers College 1893.

Die postgraduierten Fakultäten der Politologie, Philosophie und Wissenschaftstheorie wurden im Columbia College zu einem der ersten Zentren für postgraduierte Weiterbildung.

1896 wurde durch die Kuratoren der neue Name des Colleges, Columbia University, festgelegt. Zur gleichen Zeit zog der Campus von der 49. Straße zum 10,5 Hektar großen Campus in den Morningside Heights (von der 114. bis zur 120. Straße, Broadway bis Amsterdam Avenue West), wo die Universität sich noch heute befindet. Der Campus wurde durch die bekannten Architekten der Firma McKim, Mead und White gestaltet.

1902 wurde durch den New Yorker Zeitungsmagnaten Joseph Pulitzer eine hohe Summe an die Universität gespendet, um einen Fachbereich für Journalismus einzurichten. 1912 öffnete die Graduate School of Journalism - der einzige journalistische Fachbereich der Universitäten in der Ivy League. Die Schule verleiht jährlich den Pulitzer-Preis und den Dupont Award im Rundfunkjournalismus.

1928 wurde mit dem Columbia-Presbyterian Medical Center der zweite Campus der Columbia University in den Washington Heights (von der 165. bis zur 168. Straße, Riverside Drive bis Audubon Avenue) eröffnet.

Die Columbia Business School wurde 1916 hinzugefügt, zum Teil durch die Initiative des damaligen Präsidenten der Chase Manhattan Bank, Alonzo Barton Hepburn.

Die atomare Forschung durch die Fakultätsmitglieder I. I. Rabi, Enrico Fermi und Polykarp Kusch platzierte die physikalische Fakultät in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit in den 1940er Jahren, nachdem der erste Atommeiler gebaut wurde und so das Manhattan-Projekt begann.

Im Frühjahr 1968 hielten protestierende Studenten fünf Gebäude eine Woche lang besetzt. Sie protestierten gegen den Bau einer Sporthalle im Morningside Park, die Präsenz von Offizieren und Regierungsbeamten auf dem Campus zur Rekrutierung von Vietnamkämpfern und gegen die Universitätsverwaltung generell. Der Entwurf für die Sporthalle hatte viele Studenten und örtliche Aktivisten empört, da das Gebäude einen kleineren Eingang im Hinten für die Öffentlichkeit haben sollte. Da die meisten Leute in der Gegend schwarz waren, erinnerten die Pläne an das gehasste Jim Crow-System, d.h., die Rassentrennung im Süden, wo die Schwarzen immer die Rücksitze in den Bussen besetzen sowie streng getrennte Schulen, Parks, Wasserbrunnen, Restaurants, Hotels und soweiter benutzen mussten. Angeordnet durch den damaligen Universitätspräsident Grayson Kirk, wurde die Besetzung der Universitätsgelände durch die New Yorker Polizei gewaltsam beendet. Kirk selbst musste jedoch zurücktreten, nachdem die Studenten daraufhin die Abschlussfeier boykottierten.

Der Stern der Columbia University sank zwischen den 1970er und 1980er Jahren. Während der 1990er eroberte die Universität unter ihrem Präsidenten George Rupp eine der Spitzenpositionen in der Reihe der führenden Universitäten des Landes zurück.

Die Universität leidet stark unter der Einengung durch das urbane New York. Die Universität plant zur Zeit, im Laufe des kommenden Jahrzehnts schrittweise die Gelände nördlich des heutigen Morningside Heights-Campus und westlich des Broadways aufzukaufen und sie zum dritten Campus der Universität umzubauen, was allerdings bisher einige Proteste der in der Umgebung lebenden Bevölkerung zur Folge hatte.

Organisation

Fakultäten

  • Allgemeine Studien
    • Postbaccalaureate Premedical Program
  • Architektur, Planung und Erhaltung (Graduate School)
  • Ingenieurwesen und Angewandte Wissenschaften (The Fu Foundation School of Engineering and Applied Science)
  • Internationale und Öffentliche Angelegenheiten
  • Journalismus (Graduate School)
  • Künste
  • Künste und Wissenschaften (Graduate School)
  • Medizin (College of Physicians and Surgeons)
  • Öffentliche Gesundheit (Mailman School of Public Health)
  • Pflege
  • Rechtswissenschaften
  • Sozialarbeit
  • Weiterbildung
  • Wirtschaftswissenschaften (Graduate School)
  • Zahn- und Mundchirurgie
  • Columbia College

Weitere mit der Columbia verbundene Einrichtungen

Studenten

Von den 24.417 im akademischen Jahr 2005/2006 eingeschriebenen Studenten waren ca. 51% Frauen und 49% Männer [1].

Nach Ethnizität/Herkunft gegliedert [1]:

  • 19.480 US-Amerikaner
    • 12.833 (66%) "Weiße"
    • 2.998 (15.4%) asiatische Amerikaner
    • 1.310 (6.7%) Afroamerikaner
    • 1.288 (6.6%) "Hispanics"
    • 64 (0.3%) Amerikanische Ureinwohner
    • 987 Andere
  • 4.937 Internationale Studenten (142 Länder; die meisten aus China, Südkorea, Kanada, Indien und Japan)

Sport

Die Columbia University gehört zu der sog. "Ivy League", einer Sportliga im Nordosten der USA, in der mehrere bekannte Eliteuniversitäten vertreten sind (wie Yale, Princeton, Harvard u.a.). Die Sportteams werden die Lions genannt.

Berühmte Persönlichkeiten

Bild:Earl Hall Columbia University NYC.jpg
Earl Hall, Columbia University

Gewonnene Preise

Liste der Absolventen und Professoren

Quellen


Weblinks

Koordinaten: 40° 48' 31" N, 73° 57' 44" W

Wikipedia
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