Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Colony Collapse Disorder

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Colony Collapse Disorder (kurz: CCD; auf deutsch etwa „Bienenvolk-Kollaps“) bezeichnet man ein Massensterben von Honigbienen. Symptome sind das Fehlen aller erwachsenen Bienen im Stock, wobei jedoch keine toten Tiere in der näheren Umgebung zu finden sind. Die Brut, junge Bienen, Honig und Pollen sind dagegen noch vorhanden. Die erwachsenen Bienen fliegen ohne erkennbaren Grund aus dem Stock und sterben. Die Ursache dieses Verschwindens ist bislang ungeklärt; bisher konnte es noch mit keinem Krankheitserreger in Verbindung gebracht werden.

Über den Winter 2006/2007 breitete sich dieses mysteriöse Bienensterben massiv in den USA aus. Im März 2007 war bereits die Hälfte aller Bundesstaaten davon betroffen. Einzelberichte gibt es auch aus Europa und Indien.

Aufgrund der entscheidenden Bedeutung der Honigbiene bei der Bestäubung zahlreicher Nutzpflanzenarten könnte eine weitere Ausbreitung und ein Andauern des Bienensterbens zu Engpässen und Ausfällen in der Versorgung mit bestimmten wichtigen Lebensmitteln führen. Betroffen wären in USA beispielsweise der Anbau von Äpfeln, Birnen, zahlreichen Beerenarten wie Himbeeren, Erdbeeren, Johannis- und Stachelbeeren, Gurken, Kirschen, Kürbissen und Melonen, Mandeln, Pfirsichen, Sojabohnen und etwa 90 anderen Obst- und Gemüsearten. Ebenso betroffen wären bedeutende Futterpflanzen wie Klee und Luzerne und damit indirekt die Viehhaltung.

Inhaltsverzeichnis

Mögliche Ursachen

Die genauen Mechanismen, die CCD verursachen, sind noch ungeklärt. Vermutet werden derzeit Zusammenhänge mit Krankheitserregern, Pestiziden und/oder der Varroa-Milbe. Es ist derzeit nicht bekannt, ob es eine monokausale Ursache gibt oder eine Kombination mehrerer Faktoren verantwortlich ist; ebenso wenig ist geklärt, ob es sich tatsächlich um ein völlig neues Phänomen handelt oder um eine schon früher aufgetretene Erscheinung, die zuvor nur noch keine derartigen Ausmaße erreichte. Allerdings deutet das Auftreten von CCD an voneinander räumlich unabhängigen Stellen (z.B. USA, Schweiz) auf nur eine oder wenige Ursachen hin [1].

Derzeit stammen die meisten Informationen von der Colony Collapse Disorder Working Group, die im Wesentlichen an der Pennsylvania State University arbeitet. Ihr Vorab-Bericht zeigte einige Muster auf, gelangte aber nicht zu eindeutigen Schlussfolgerungen[1].

Unterernährung oder Fehlernährung

Eines dieser Muster bestand darin, dass alle in einer Vorab-Studie untersuchten, später abgestorbenen Bienenvölker zuvor unter „außergewöhnlichen Belastungen“ gelitten hatten, zumeist Nahrungsmangel und/oder Dürre[1]; entsprechend besteht zumindest die Möglichkeit, dass das Phänomen mit ernährungsbedingtem Stress zusammenhängt und bei gesunden, wohlgenährten Bienenvölkern nicht eintritt.

Einige Forscher brachten das Syndrom mit der Verfütterung von Maissirup (en: high fructose corn syrup, HFCS) zur Ergänzung der Wintervorräte in Verbindung. Unterschiede zwischen Maissirup aus verschiedenen Quellen könnte möglicherweise die Inkonsistenzen ihrer Ergebnisse erklären. Wäre dies jedoch der einzige Faktor, dann dürfte CCD ausschließlich in überwinternden Bienenstöcken auftreten, denen Maissirup verfüttert wurde. Es liegen aber zahlreiche Berichte über andere Fälle von CCD vor, bei denen die Imker keinen Maissirup verwendeten.

Pestizide

Einer kürzlich veröffentlichten Theorie zufolge könnten die Bienen neuen Pestizidvarianten auf Nikotin-Basis zum Opfer fallen.[1] CCD könnte möglicherweise auf den Einsatz von Pestiziden zurückgehen, obgleich in mehreren Untersuchungen unzusammenhängender Ausbrüche keine gemeinsamen Umweltfaktoren gefunden wurden.

Eine der gängigeren allgemeinen Hypothesen betrifft Pestizide, genauer gesagt Insektizide. Beispielsweise steht die Wirkung des Spitzenprodukts Gaucho von Bayer, das auf dem Wirkstoff Imidacloprid basiert, vollständig im Einklang mit den Symptomen.[1] [1] Aus mehreren Gründen ist diese Hypothese jedoch besonders schwierig zu verifizieren. Erstens ist es aufgrund der Vielzahl der verwendeten Pestizide problematisch, gleichzeitig auf alle denkbaren Pestizide zu testen. Zweitens sind zahlreiche professionelle Imkereibetriebe hochgradig mobil und transportieren ihre Stöcke im Laufe einer Saison über weite Entfernungen, wobei die Bienenvölker an jedem Einsatzort einer unterschiedlichen Pestizidmischung ausgesetzt sein können. Drittens lagern die Bienen selbst sowohl Pollen als auch Honig für längere Perioden ein. Entsprechend können Tage und Monate vergehen, bis etwaig kontaminiertes Material schließlich an das Volk verfüttert wird, so dass es in diesen Fällen unmöglich ist, den Ausbruch von Symptomen mit einem Zeitpunkt zu korrelieren, an dem der Stock mit bestimmten Pestiziden in Kontakt geriet.

Pestizide auf den von Bienen aufgesuchten Futterpflanzen gelangen mit weit größerer Wahrscheinlichkeit mit den Pollen in den Stock als über den Nektar, denn der Pollen wird außen an der Biene transportiert, der Nektar aber innerlich, so dass die Biene stirbt, wenn er zu toxisch ist. Viele potenziell tödliche Substanzen, gleich ob natürlich oder künstlich, wirken jedoch gar nicht auf die erwachsenen Bienen, sondern primär auf die Brut. Bei CCD scheint aber gerade die Brut nicht betroffen zu sein. Bezeichnenderweise wird der Brut kein Honig verfüttert, während ausgewachsene Bienen sehr wenig Pollen verzehren. Dass bei der CCD-Symptomatik die ausgewachsenen Bienen sterben (beziehungsweise verschwinden), deutet darauf hin, dass etwaige Umweltschadstoffe oder Toxine sich am wahrscheinlichsten im Honig finden müssten.

Bislang beruht der Großteil der Evaluation einer möglichen Beteiligung von Pestiziden bei CCD auf Studien, die von den Imkern eingereicht wurden. Es scheint unumgänglich, in Zukunft Proben aus betroffenen Völkern direkt zu analysieren, insbesondere im Hinblick auf den verbreiteten Einsatz systemischer Insektizide, die lange vor der Bestäubung auf den Ackerboden ausgebracht und dann von den Pflanzenzellen aufgenommen werden, einschließlich Pollen und Nektar. Es wurden jedoch noch keine detaillierten Untersuchungen der Toxikologie oder von etwaigen Pestizid-Rückständen im verbleibenden Honig oder Pollen verlassener Bienenstöcke veröffentlicht.

Die meisten von CCD betroffenen Imker berichten, dass sie in ihren Stöcken Antibiotika und Akarizide (gegen Milben) eingesetzt hatten. Bislang fand sich jedoch kein Hinweis auf einen einzelnen Wirkstoff, der als Auslöser für CCD in Betracht käme[1]. Es könnte allerdings sein, dass nicht alle in dieser Weise eingesetzten Chemikalien auf ihre Verträglichkeit für Honigbienen getestet wurden.

Krankheitserreger und Immunschwäche

Einige Forscher wiesen darauf hin, dass das Verbreitungsmuster dem einer Infektionskrankheit entspreche; allerdings gibt es auch Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit einem Immundefekt,[1] ähnlich dem HIV beim Menschen, möglicherweise in Verbindung mit den oben erwähnten Belastungen, die das Immunsystem schwächten. Insbesondere, laut den Forschern der Gruppe an der Pennsylvania State University: „Die Größenordnung, in der infektiöses Material in den ausgewachsenen Bienen festgestellt wurde, deutet auf ein Beeinträchtigung des Immunsystems hin.“ Die Forscher wiesen weiter auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Infektion mit Varroamilben und CCD hin: Es könnte sein, dass eine Kombination von Milbenbefall, dem von diesen übertragenen Deformed Wing Virus und einer bakteriellen Infektion zu einem Ausfall des Immunsystems führt und eine Ursache für CCD sein könnte.[1] Diese Forschungsgruppe konzentriert sich Berichten zufolge auf die Suche nach möglichen viralen oder bakteriellen Erregern sowie Pilzbefall.[1]

Eine andere Theorie nimmt an, dass möglicherweise einige Imker bekannte Bienenkrankheiten wie Faulbrut oder Nosema nicht als solche identifizieren konnten. Es wurden jedoch bei Untersuchungen von solchen möglichen Fällen keine dieser Krankheiten gefunden, daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass jene mittlerweile gut bekannten und diagnostizierbaren Krankheiten CCD hervorrufen. Auch die Symptome unterscheiden sich von CCD.

Wenn ein Bienenvolk zugrunde geht, während andere, gesunde Völker in der Nähe sind (wie das in Imkereibetrieben normalerweise der Fall ist), dringen die gesunden Völker in den Stock des sterbenden Volks ein, um seine Vorräte zu stehlen. Wären die Vorräte des sterbenden Volks mit natürlichen oder künstlichen Toxinen kontaminiert, dann würde das sich ergebende Muster von vormals gesunden Völkern, die in der Nähe eines sterbenden Volks selbst krank werden, den Eindruck einer ansteckenden Krankheit hervorrufen. Bei Fällen von CCD wird jedoch oft davon berichtet, dass die Vorräte sterbender Völker nicht geraubt werden. Das deutet darauf hin, dass ein ansteckender Faktor an CCD nicht beteiligt sein kann.

Giftige Pflanzen

Der Nektar (manchmal sogar der Pollen) bestimmter Pflanzen wie Rhododendron, Azalee, Passionsblumen, Mandelbäumen, Eisenhut, Nieswurz, Aronstabgewächse, Seifenbaumgewächse, Carolina-Jasmin, Aloe littoralis, Oleander und Chamaecrista fasciculata wirkt bekanntermaßen leicht toxisch bis giftig auf Bienen (und Menschen). Zu den toxischen Substanzen im Nektar dieser Arten zählen Alkaloide, Anthrachinone sowie Grayanotoxin aus der Stoffgruppe der Diterpene. Catalpa speciosa (die auf Bienen mild bis stark berauschend wirkt). Honig aus Lorbeerrosen kann Krankheit und sogar den Tod hervorrufen. Der Nektar des neuseeländischen Wharangi-Buschs, Melicope ternata, führt ebenfalls zu toxischem Honig, der schon Todesfälle verursachte. Stechäpfel, die Schwarze Tollkirsche, Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) und Serjania lethalis (eine brasilianische Liane, die zur Herstellung von Fischgift verwendet wird) hinterlassen im Honig ebenfalls Toxine in gefährlicher bis tödlicher Konzentration. Klimatische oder kulturelle Veränderungen oder andere Umweltfaktoren haben möglicherweise dazu geführt, dass diese Pflanzenarten Bienen und andere Nektarsammler neuerdings stärker gefährden als früher. Denkbar wäre beispielsweise, dass sich die Verbreitung solcher Pflanzen verändert hat (sowohl aufgrund natürlicher Ursachen als auch infolge ihrer Verwendung zur Dekoration), oder dass infolge des mobilen Einsatzes der Bienenstöcke die Wahrscheinlichkeit gestiegen ist, dass Bienen auf derartige Pflanzen treffen. Auch ein Mangel an alternativen Nektarquellen könnte Bienen dazu veranlassen, Pflanzen anzufliegen, die sie sonst meiden würden.

Genetisch veränderte Nutzpflanzen

Die möglichen Auswirkungen des Pollens oder Nektars von gentechnisch veränderten Pflanzensorten, insbesondere solchen, welche das Toxin des Bacillus thuringiensis (Bt) produzieren, wurden noch nicht sehr intensiv untersucht. Es handelt sich im Wesentlichen um genetisch veränderte Mais- und Tabaksorten. Diese Pflanzen werden von Honigbienen nicht bevorzugt aufgesucht, sondern höchstens dann, wenn keine andere Nahrung zur Verfügung steht. Vom Mais sammeln sie dann nur den Pollen, während sie Tabakblüten überhaupt kaum aufsuchen. Baumwollpflanzen bilden dagegen eine wichtige Nektarquelle, doch abgesehen von der Wirkung von Insektiziden, die während der Blütezeit ausgebracht wurden, gibt es kaum Hinweise auf eine toxische Wirkung genmanipulierter Baumwollpflanzen auf Bienen. Darüber hinaus wirkt Bt auf Insekten als Larvengift, während bei CCD gerade nicht die Larven, sondern die ausgewachsenen Bienen verschwinden. Dem gegenüber steht die Aussage des DBIB (Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund) vor dem Agrarausschuss des Deutschen Bundestages [1], dass Bt nur von den erwachsenen Bienen aufgenommen wird und dort den Darm schädigt. Da die Larven von den adulten Bienen gefüttert werden, diese also als "Vorkoster" fungieren, kommen sie mit den Pollen gar nicht in Berührung. Trotzdem betrachtet man einen Zusammenhang mit genmanipulierten Pflanzensorten derzeit als sehr unwahrscheinlich.

Forschungsergebnisse von Schur et al. [1] ergaben, dass Maispollen, die Gene zur Produktion von Bt enthalten, möglicherweise die Abwehrkräfte erwachsener Honigbienen gegenüber gewöhnlichen Krankheitserregern wie der Nosemose apis (in Abgrenzung zur hochpathogenen Nosemose ceranae) schwächen. In Abwesenheit einer solchen Infektion waren jedoch keine Beeinträchtigungen feststellbar: "D.h., dass gesunde Bienenvölker selbst bei extremer Exposition mit Bt-Maispollen über einen Zeitraum von sechs Wochen durch das Toxin in keiner der untersuchten Vitalfunktionen Volksstärke, Sammelaktivität, Brutpflegeaktivität und Entwicklung beeinträchtigt werden. "[1]. Dazu muss man jedoch wissen, dass die "gesunden" Bienen in diesem Falle vorab mit Antibiotika behandelt worden waren [1] und deshalb eine Übertragung auf natürliche Population in Zweifel zu ziehen ist [1]. Im Vorabbericht[1] zur "Fall Dwindle Disease" ("herbstliche Verschwinde-Krankheit")[1] wies die Colony Collapse Disorder Working Group darauf hin, dass "sich bei allen untersuchten Individuen Nosema-Sporen im Inhalt des Rektums fanden. Die Stacheldrüsen vieler untersuchter Bienen trugen eindeutig Narben markanter schwarzer "Flecken"; solche punktförmigen Verfärbungen sind Anzeichen einer Immunreaktion auf einen Krankheitserreger." Falls die Bienen in Pennsylvania Maispollen gesammelt haben sollten, der Bt-Toxin-enthielt, führte dies möglicherweise zu einer Wechselwirkung mit Nosema, die zum Auftreten von CCD in diesen Stöcken beitrug. Allerdings gibt es weder hier noch bei irgendwelchen anderen von CCD betroffenen Stöcken Hinweise darauf, dass sie jemals Maispollen gesammelt hätten. CCD trat - wenigstens in den USA - vielmehr fast ausschließlich an Orten auf, wo kein genmanipulierter Mais angebaut wird. Auch waren Bienen aus anderen Gebieten außerhalb von Pennsylvania nicht signifikant mit Nosema infiziert. Selbst wenn also ein solcher Zusammenhang mit genmanipulierten Nutzpflanzen bestehen sollte, könnte dieser höchstens bei einer sehr geringen Zahl der bekannt gewordenen Fälle von CCD eine Rolle gespielt haben.

Auch über einen etwaigen Zusammenhang mit Maissirup, der aus genetisch veränderten Maissorten hergestellt wurde, liegen bislang keine veröffentlichten Untersuchungsergebnisse vor.

Mobilfunk scheidet sehr wahrscheinlich aus

Im Jahr 2005 wurde von der "Arbeitsgruppe Bildungsinformatik" [1] unter der Leitung von Prof. Hermann Stever und Dr. Jochen Kuhn eine Studie durchgeführt, die einen Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung von Handys und DECT-Telefonen mit der CCD herstellt. Es wurden Versuche durchgeführt, bei denen man DECT-Telefone in der Nähe von Bienenstöcken aufgestellt hat. Das Ergebnis war eine Verringerung der Kollektivgröße. Man nimmt an, dass die Pulsfrequenz von DECT-Telefonen bzw. Handys die Ursache dafür ist. Diese Frequenz liegt bei 217 Hz. Bienen verständigen andere Artgenossen über gefundene Futterquellen mit Hilfe von Tänzen und Schwingungen, die sie auf den Bienenstock übertragen, um auch anderen Bienen, die den Tanz nicht sehen können, die Informationen weiterzugeben. Diese Schwingungen liegen in einem Bereich zwischen 200 und 300 Hz, also genau in dem Bereich der Pulsfrequenz von DECT-Telefonen und Handys. Die Bienen erhalten dadurch möglicherweise verfälschte Informationen und kehren nach langer Zeit oder gar nicht mehr zum Stock zurück. [1]

Zusätzlich ist noch zu sagen, daß mit diesem Versuch kein zwingender Zusammenhang zwischen dem plötzlichen Sterben der Bienenvölker und dem Einfluß des Mobilfunks hergestellt werden kann. Ein Argument ist, dass die Versuche erst nach dem Beginn des Massensterbens durchgeführt wurden. Wenn überhaupt, ginge eine Gefahr nicht von lokalen DECT-Telefonen aus, sondern eher von den überregionalen Mobilfunkmasten. Erwähnenswert sind diese Versuche aber durchaus, um mögliche Wirkungen aufzudecken[1].

Es gab 2006 einen Folgeversuch zu der oben genannten Studie. Dieser legt weitere Forschung nahe: "Allerdings weisen die 2006 erhobenen Daten auch eine größere Heterogenität im Vergleich zur Pilotstudie auf, weshalb ein erneuter Versuchsansatz unter Vermeidung der oben genannten Störfaktoren zur Klärung einer möglichen Einflussnahme der elektromagnetischen Felder auf das Verhalten der Honigbiene führen kann."[1]

Die Ergebnisse der Studie und des Folgeversuchs zeigen, dass Mobilfunkstrahlung eventuell eine negative Wirkung auf Bienenvölker haben kann. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies dann eine der Ursachen für ein Massensterben ist, sehr gering. Die Energie von Stahlung (hier hochfrequente, kleine Wellenlänge) nimmt nach den Gesetzen der Physik mit dem Quadrat der Entfernung zur Strahlungsquelle (Punktquelle) ab. So ist z.B. das Verhältnis der Strahlungsenergie bei einer Entfernung von einem Kilometer zu einem Meter (unmittelbare Nähe) Eins zu einer Million. Damit könnten dann zwar Bienenvölker in der Nachbarschaft von Mobilfunkeinrichtungen beinträchtigt werden, aber nicht in der weiteren Entfernung. Bienenvölker werden typischerweise im ländlichen Raum angesiedelt. Dass im nahen Umfeld des Aufstellungsortes zufällig eine Mobilfunk-Sendestation vorhanden ist, dürfte deutlich weniger häufig vorkommen als der Fall, dass eine solche Einrichtung kilometerweit entfernt liegt. Die noch vorhandene Strahlungsenergie liegt dann weit jenseits von "Gut und Böse" und auch mit Sicherheit weit unterhalb eines ggf. geltenden Grenzwertes.

Quellen


Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Colony_Collapse_Disorder, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen