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Colégio Visconde de Porto Seguro II
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Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die Schule wurde 1878, einem Anliegen der Deutschen in São Paulo zufolge, mit dem Namen “Deutsche Schule” gegründet. Ihr Trägerverein ist eine Aktiengesellschaft gewesen, deren Aktionäre zum größten Teil die Eltern der Schulkinder waren.Der Unterricht erfolgte sowohl in deutscher als auch in portugiesischer Sprache. Dank der voraussehenden Leitung, die es verstand, die Anliegen der Schule denen des Gastlandes anzupassen, überstand die Schule den 1. Weltkrieg, die darauffolgenden landesinternen Revolutionen und den 2. Weltkrieg. Während des 2. Weltkrieges, als Brasilien gegen Deutschland antrat, erhielt die Schule den Namen “pt:Colégio Visconde de Porto Seguro”, genannt nach dem berühmten deutschstämmigen Historiker Brasiliens, Francisco Adolpho Varnhagen. Der Unterricht wurde von da ab in portugiesischer Sprache erteilt, der Deutschunterricht war untersagt. Die ab den 60er Jahren stetig anwachsende Schülerzahl verlangte die Vergrößerung der Schule. Es entstanden Neubauten, zwischenzeitlich bestehen vier Schuleinheiten in São Paulo. Das Industriewachstum der 80er Jahre in Richtung Grossraum Campinas rechtfertigte den Bau einer Schule in der dort liegenden Ortschaft Valinhos. Im Jahr 1966 wurde für die minderbemittelte Bevölkerung der näheren Umgebung ein Schulzug gegründet, der den dort lebenden Kindern und Jugendlichen qualitativ hochwertige Ausbildung, von der Vorschule bis hin zur Oberstufe, unentgeltlich bietet.
Insgesamt besuchen 10500 Schüler die Schule, davon 850 in dem unentgeltlichen Schulzug.
Struktur
Die Schule wird von dem Trägerverein “Fundação Visconde de Porto Seguro” getragen. Sein Kuratorium besteht aus 64 Beiräten die aus ihren Reihen einen Vorstand wählen, dessen Aufgabe es ist die Geschäfte der Stiftung zu leiten. Das Lehrerkollegium besteht aus 750 Mitgliedern.
Es werden drei Curricula angeboten:
- das brasilianische Curriculum, in dem die Unterrichtssprache Portugiesisch ist.Als Fremdsprachen werden Deutsch ab dem 1. Schuljahr, Englisch ab dem 5. und Spanisch ab dem 8. Schuljahr gelehrt;
- das deutsche Curriculum, in dem in beiden Sprachen (Deutsch und Portugiesisch) unterrichtet wird. Englisch und Spanisch kommen als Fremdsprachen hinzu;
- ein berufsbildendes Curriculum, Oberstufe mit Ausbildung zum Aussenhandelskaufmann
Abschlusszertifikate
Die Abschlussprüfungen führen mit dem brasilianischen Zertifikat zur Hochschulreife. Im berufsbildenden Handelscurriculum führt der Abschluss zu einem Aussenhandelsdiplom. Nach zwölfeinhalb Jahren im deutschen Zug werden die Abiturprüfungen, gemäß der deutschen Prüfungsordnung , abgenommen.
Ferner werden die Prüfungen für die Zertifikate des ZDP (Zertifikat für Deutsch als Fremdsprache) und des Sprachdiploms I und II abgenommen, sowie die des DELE (Spanisch) und CAMBRIDGE (Englisch)
Schüleraustausch
Der Schüleraustausch zwischen Brasilien und Deutschland besteht seit 1978. Prominentester Pate dieses Programs war der damalige Ministerpräsident von Baden-Wuerttemberg Dr. Lothar Spaeth. Das Angebot besteht für die Schüler des brasilianischen Curriculums in der 10. Klasse und, seit kurzem, auch für jüngere Teilnehmer des Deutschen Zuges. Der Schüleraustausch bedeutet ein festes Bindeglied zwischen den Kulturen.
Weblink
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