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Pistis Sophia

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Pistis Sophia (gr. πίστις: Glaube, gr. σοφία: Weisheit) ist einer der wichtigsten koptisch-gnostischen Texte. Er gibt Lehrgespräche wieder, die Jesus noch nach seiner Auferstehung mit den Jüngern gehalten haben soll.

Die der Neuzeit überlieferten fünf Abschriften dieses Textes sind auf einen Zeitraum von 200 bis 300 nach Christus datierbar. Zu diesen zählen neben dem Papyrus Berolinensis 8502, der in Berlin aufbewahrt wird, und dem Codex Brucianus auch der bekannte Codex Askewianus, den das British Museum 1795 erwarb. Eine besondere Bedeutung erhält die Schrift dadurch, dass sie, neben den Nag-Hammadi-Schriften, eines der wenigen Zeugnisse über den antiken Gnostizismus ist, das nicht aus patristischen Anklageschriften gegen die als Häretiker verdammten Gnostiker stammt.

Die Pistis Sophia behauptet, dass Jesus Christus noch elf Jahre nach der Auferstehung auf Erden gewirkt habe, und seine Jünger dabei die erste Stufe der Mysterien lehren konnte. Der Text beginnt mit einer Allegorie von Tod und Auferstehung Christi, die zugleich den Auf- und Abstieg der Seele beschreibt. Später werden die wichtigsten Gestalten der gnostischen Kosmologie behandelt und 32 fleischliche Begierden aufgezählt, die überwunden werden müssen, um Erlösung zu erlangen.

Literatur

  • Carl Schmidt (Hrsg.): Die Pistis Sophia, 4., um d. Vorw. erw. Auflage, Berlin 1981 (Koptisch-gnostische Schriften; Bd. 1: Die griechischen christlichen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte)

Weblinks

Wikipedia
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